Lansoprazol in Schwangerschaft & Stillzeit: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie der Embryotox-Datenbank. Lansoprazol ist ein Protonenpumpenhemmer (PPI), der das für die Säuresekretion im Magen wichtige Enzym H+/K+-ATPase blockiert.

Zu den Hauptindikationen gehören die Refluxösophagitis, das Ulcus duodeni und ventriculi sowie die Ulcusrezidivprophylaxe. Eine adäquate Therapie dieser säurebedingten Erkrankungen ist auch während der Schwangerschaft wichtig, um mütterliche Komplikationen zu vermeiden.

Laut Embryotox gibt es zu Lansoprazol teilweise noch unzureichende Studienergebnisse, weshalb es in die graue Kategorie eingestuft wird. Dennoch liegt insgesamt ein hoher Erfahrungsumfang für die Anwendung vor.

Empfehlungen

Die Empfehlungen der Monographie gliedern sich in die Phasen der Schwangerschaft und Stillzeit.

Schwangerschaft

Der Erfahrungsumfang für Lansoprazol in der Schwangerschaft wird als hoch eingestuft. In Studien zu Protonenpumpenhemmern mit etwa 6000 Schwangerschaften, darunter circa 500 mit Lansoprazol, wurde kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko im ersten Trimenon festgestellt.

Für das zweite und dritte Trimenon sowie die Perinatalzeit sind der Quelle zufolge bisher keine fetotoxischen Effekte beschrieben worden.

Bei der Planung einer Therapie oder Schwangerschaft formuliert die Leitlinie folgende Empfehlungen:

  • Zur Therapie einer Refluxösophagitis oder eines Helicobacter-pylori-Befalls sollte das am besten untersuchte Omeprazol bevorzugt werden.

  • Nach einer bereits erfolgten Anwendung von Lansoprazol in der Schwangerschaft ergeben sich keine negativen Konsequenzen.

  • Es wird empfohlen, gegebenenfalls eine Umstellung auf das besser erprobte Omeprazol zu erwägen.

Stillzeit

Für die Stillzeit liegen laut Monographie keine dokumentierten klinischen Erfahrungen vor. Aufgrund der hohen Plasmaeiweißbindung (97 %) und der geringen oralen Bioverfügbarkeit bei Aufnahme mit der Muttermilch wird jedoch nicht mit einem nennenswerten Risiko gerechnet.

Falls eine Therapie mit einem Protonenpumpenhemmer in der Stillzeit erforderlich ist, empfiehlt die Quelle:

  • Bevorzugte Anwendung von Omeprazol oder Pantoprazol.

  • Diese Präferenz begründet sich durch die deutlich größere klinische Erfahrung mit diesen Wirkstoffen.

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💡Praxis-Tipp

Obwohl Lansoprazol in der Schwangerschaft nicht mit einem erhöhten Fehlbildungsrisiko assoziiert ist, wird laut Embryotox bei einer Neu- oder Umstellung der Medikation Omeprazol als Mittel der Wahl empfohlen. Dies begründet sich durch die deutlich breitere Datenlage für Omeprazol im Vergleich zu anderen Protonenpumpenhemmern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox ergeben sich aus einer bereits erfolgten Anwendung in der Schwangerschaft keine negativen Konsequenzen. Es wird jedoch empfohlen, für den weiteren Verlauf eine Umstellung auf das besser erprobte Omeprazol zu prüfen.

Die Monographie nennt Omeprazol als die besser geeignete Alternative. Dies gilt sowohl für die symptomatische Behandlung der Refluxösophagitis als auch für die Eradikation von Helicobacter pylori.

Es liegen zwar keine dokumentierten Erfahrungen zur Stillzeit vor, ein nennenswertes Risiko wird von der Quelle aufgrund der Pharmakokinetik jedoch nicht erwartet. Dennoch wird empfohlen, bei Bedarf auf Omeprazol oder Pantoprazol auszuweichen.

In prospektiven Studien mit etwa 500 dokumentierten Schwangerschaften unter Lansoprazol wurde kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko beobachtet. Auch fetotoxische Effekte im späteren Schwangerschaftsverlauf sind der Quelle zufolge nicht beschrieben.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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