IQWiG2023Dermatologie

Deucravacitinib: Zusatznutzen & Dosierung bei Psoriasis

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Dossierbewertung A23-34 aus dem Jahr 2023 untersucht den Zusatznutzen von Deucravacitinib. Der Wirkstoff ist zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zugelassen, die für eine systemische Therapie infrage kommen.

Die Plaque-Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die häufig eine langfristige systemische Behandlung erfordert. Das Institut bewertet in diesem Verfahren, ob das neue Medikament im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie einen therapeutischen Vorteil bietet.

Für die Bewertung wurden zwei unterschiedliche Patientengruppen definiert. Diese unterscheiden sich danach, ob es sich um eine erstmalige systemische Therapie handelt oder ob bereits ein unzureichendes Ansprechen auf eine Vortherapie vorliegt.

Empfehlungen

Die Nutzenbewertung formuliert folgende Kernaussagen zum Zusatznutzen von Deucravacitinib:

Bewertungsgrundlage und Studiendaten

Das Institut stellt fest, dass der pharmazeutische Unternehmer Daten aus den Studien IM011046 und IM011047 vorgelegt hat. In diesen wurde Deucravacitinib mit Apremilast und Placebo verglichen.

Laut Bewertung ist Apremilast jedoch kein Bestandteil der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie. Daher werden die vorgelegten Studien als nicht geeignet eingestuft, um Aussagen zum Zusatznutzen zu treffen.

Erstmalige systemische Therapie

Für Erwachsene, bei denen eine konventionelle Therapie als erste systemische Behandlung nicht infrage kommt, vergleicht das Institut das Medikament mit Wirkstoffen wie Guselkumab, Ixekizumab oder Secukinumab.

Da keine geeigneten Studiendaten gegenüber diesen Vergleichstherapien vorliegen, ist ein Zusatznutzen nicht belegt.

Vorbehandelte Patientengruppe

Für Erwachsene, die auf eine vorherige systemische Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben, gilt eine breitere Vergleichstherapie. Diese umfasst unter anderem Brodalumab, Infliximab, Risankizumab oder Ustekinumab.

Auch für diese Patientengruppe liegen laut Bericht keine geeigneten Daten vor. Folglich ist auch hier ein Zusatznutzen nicht belegt.

Dosierung

Der Bericht zitiert folgende Angaben zur Dosierung und Anwendung:

WirkstoffEmpfohlene DosisEinnahmehinweiseTherapiedauer
Deucravacitinib6 mg einmal täglichUnabhängig von Mahlzeiten, im Ganzen schluckenAbbruch erwägen, wenn nach 24 Wochen kein Nutzen erkennbar ist

Kontraindikationen

Laut den im Bericht zitierten Fachinformationen gelten folgende Gegenanzeigen und Warnhinweise:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile

  • Klinisch bedeutsame aktive Infektionen (zum Beispiel aktive Tuberkulose)

Zudem wird auf wichtige potenzielle Risiken hingewiesen, die überwacht werden sollten:

  • Schwere Infektionen und Malignitäten

  • Schwere kardiovaskuläre Ereignisse (MACE)

  • Venöse Thromboembolien (VTE)

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut den zitierten Anwendungsinformationen wird ein Abbruch der Therapie mit Deucravacitinib empfohlen, falls nach 24 Wochen keine Anzeichen für einen therapeutischen Nutzen vorliegen. Zudem ist zu beachten, dass das IQWiG aufgrund der Wahl des falschen Vergleichsmedikaments in den Zulassungsstudien keinen Zusatznutzen gegenüber der Standardtherapie feststellen konnte.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung ist ein Zusatznutzen für Deucravacitinib bei Plaque-Psoriasis nicht belegt. Der Hersteller legte lediglich Studien mit dem Vergleichsmedikament Apremilast vor, welches nicht der geforderten zweckmäßigen Vergleichstherapie entspricht.

Die empfohlene Dosis beträgt 6 mg einmal täglich als Tablette. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, wobei die Tablette im Ganzen geschluckt werden muss.

Eine absolute Kontraindikation besteht bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Zudem darf das Medikament bei klinisch bedeutsamen aktiven Infektionen, wie beispielsweise einer aktiven Tuberkulose, nicht angewendet werden.

Für Personen, bei denen eine konventionelle Therapie nicht infrage kommt, fordert der G-BA den Vergleich mit bestimmten Biologika. Dazu zählen laut Bericht Adalimumab, Bimekizumab, Guselkumab, Ixekizumab oder Secukinumab.

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Quelle: IQWiG A23-34: Deucravacitinib (Plaque-Psoriasis) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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