Gesundheits-Pass Diabetes 2025: DDG Praxisempfehlungen
Hintergrund
Die Praxisempfehlung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) aus dem Jahr 2025 beschreibt die Aktualisierungen und Zielsetzungen des Gesundheits-Passes Diabetes. Dieser wird gemeinsam von der DDG und diabetesDE herausgegeben.
Der Pass dient als zentrales Dokumentations- und Kommunikationsinstrument zwischen Menschen mit Diabetes und ihren behandelnden Ärzten. Er bietet einen strukturierten Überblick über Therapieergebnisse, Begleiterkrankungen und anstehende Kontrolluntersuchungen.
Da mittlerweile die meisten Kinder und Jugendlichen mit Diabetes moderne Diabetestechnologie nutzen, wurde die pädiatrische Version des Passes bereits 2024 umfassend überarbeitet. Zudem wurden neue medizinische Erkenntnisse in die Erwachsenenversion integriert.
Empfehlungen
Die Leitlinie definiert folgende Kernziele und Neuerungen für den Einsatz des Gesundheits-Passes:
Ziele und Funktionen des Passes
Laut Leitlinie erfüllt der Gesundheits-Pass mehrere zentrale Funktionen in der Diabetesbetreuung:
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Erinnerungshilfe und Dokumentation: Erfassung von Quartals- und Jahresuntersuchungen (z. B. augenärztliche Kontrolle alle zwei Jahre).
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Zielvereinbarung: Dokumentation und regelmäßige Überprüfung der gemeinsam festgelegten Behandlungsziele.
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Kommunikation: Bereitstellung wichtiger Basisdaten (Diabetestyp, Dauer, Therapie) für Mitbehandler, was besonders bei Akutkomplikationen wie Ketoazidosen relevant ist.
Psychosoziales Screening
Es wird empfohlen, einmal jährlich das Wohlbefinden der Patienten zu erfassen. Hierfür ist der WHO-5-Fragebogen in den Pass integriert.
Die Leitlinie betont, dass dies gleichzeitig als Screening auf Depressionen dient. Depressive Erkrankungen treten bei Menschen mit Diabetes etwa doppelt so häufig auf wie in der Allgemeinbevölkerung.
Neuerungen und Ergänzungen
In den aktuellen Auflagen wurden gemäß Leitlinie spezifische Anpassungen vorgenommen:
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Diabetestechnologie: Der Kinder- und Jugendpass enthält nun Metriken und Zielwerte für CGM- und AID-Systeme (z. B. Zeit im Zielbereich).
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Impfungen: Ein Feld für die Grippeschutzimpfung (auch nutzbar für COVID-19) wurde entsprechend den STIKO-Empfehlungen ergänzt.
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Organscreening: Die Lebersonografie wurde explizit in die technischen Untersuchungen aufgenommen, um eine nichtalkoholische Fettleber (NAFLD) frühzeitiger zu diagnostizieren.
Um die Zugänglichkeit zu verbessern, ist der Pass neben Deutsch und Türkisch nun auch in englischer, arabischer und russischer Sprache verfügbar.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie hebt hervor, dass der Gesundheits-Pass bei Akutkomplikationen wie schweren Hypoglykämien oder Ketoazidosen eine entscheidende Informationsquelle für Notfallbehandler darstellt. Es wird daher ein besonderer Wert auf die vollständige und aktuelle Dokumentation der Basis- und Therapiedaten gelegt.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie werden Ergebnisse von Quartals- und Jahresuntersuchungen eingetragen. Dazu gehören unter anderem technische Untersuchungen wie EKG, Langzeit-Blutdruck, Lebersonografie sowie die augenärztliche Kontrolle, die in der Regel alle zwei Jahre erfolgt.
Der integrierte WHO-5-Fragebogen dient dem jährlichen Screening auf Depressionen. Die Leitlinie weist darauf hin, dass Depressionen bei Menschen mit Diabetes etwa doppelt so häufig vorkommen wie bei Stoffwechselgesunden.
Die pädiatrische Version wurde an die zunehmende Nutzung von Diabetestechnologie angepasst. Gemäß Leitlinie sind nun spezifische Metriken und Zielwerte für CGM- und AID-Systeme, wie beispielsweise die Zeit im Zielbereich, enthalten.
Um Sprachbarrieren abzubauen, wird der Pass in mehreren Sprachen angeboten. Neben der deutschen Version ist er laut Leitlinie auf Englisch, Arabisch, Russisch und Türkisch verfügbar.
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Quelle: DDG: PE_Gesundheits-Pass_Diabetes_2025.pdf pdf (DDG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.