FINDRISK-Score zur Diabetes-Risikoabschätzung: DDG 2025
Hintergrund
Die DDG-Praxisempfehlung 2025 beschreibt den FINDRISK-Test als etabliertes Instrument zur Abschätzung des Risikos, in den kommenden zehn Jahren an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. Der Fragebogen erfasst dabei wesentliche klinische und anamnestische Parameter.
Zu den abgefragten Risikofaktoren gehören unter anderem das Alter, der Body-Mass-Index (BMI), der Taillenumfang sowie die tägliche körperliche Bewegung. Zudem werden Ernährungsgewohnheiten, eine medikamentöse Blutdrucktherapie und die familiäre Vorbelastung berücksichtigt.
Ziel der Risikostratifizierung ist es, gefährdete Personen frühzeitig zu identifizieren. Darauf aufbauend können präventive Maßnahmen wie Lebensstilinterventionen eingeleitet werden, um die Manifestation eines Diabetes mellitus zu verhindern.
Empfehlungen
Die DDG-Praxisempfehlung 2025 formuliert klare Vorgaben zur Auswertung des FINDRISK-Tests und den daraus abzuleitenden Maßnahmen.
Auswertung des FINDRISK-Scores
Die Leitlinie teilt das Risiko, in den nächsten 10 Jahren an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken, anhand der erreichten Gesamtpunktzahl in drei Kategorien ein. Bei einem sehr stark erhöhten Risiko wird eine ärztliche Konsultation zur Besprechung der Behandlung empfohlen.
| Punktzahl | Risikoeinschätzung | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|---|
| 0–9 Punkte | Kein oder sehr niedriges Risiko | Keine spezifischen Maßnahmen erforderlich |
| 10–20 Punkte | Erhöhtes Risiko (Diabetes kündigt sich an) | Maßnahmen zur Risikosenkung und Prävention ergreifen |
| > 20 Punkte | Sehr stark erhöhtes Risiko | Hausarzt aufsuchen, um Behandlung zu besprechen |
Anthropometrische Parameter
Laut Leitlinie stellt ein erhöhter Body-Mass-Index (BMI) einen wesentlichen Risikofaktor für Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Gicht dar. Der BMI wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird.
| BMI-Kategorie | BMI-Wert (kg/m²) |
|---|---|
| Normalgewicht | 19,0 – 24,9 |
| Übergewicht | ab 25,0 |
| Fettleibigkeit (Adipositas) | über 30,0 |
Zusätzlich zum BMI wird die Messung des Taillenumfangs auf Höhe des Nabels empfohlen. Die Leitlinie betont, dass eine bauchbetonte Fettverteilung (Apfeltyp) gefährlicher ist als eine hüftbetonte Fettverteilung (Birnentyp).
| Risiko für Folgeerkrankungen | Taillenumfang Männer | Taillenumfang Frauen |
|---|---|---|
| Geringes Risiko | unter 94 cm | unter 80 cm |
| Erhöhtes Risiko | 94 – 102 cm | 80 – 88 cm |
| Stark erhöhtes Risiko | über 102 cm | über 88 cm |
Lebensstil und Ernährung
Zur Senkung des Diabetesrisikos wird eine tägliche körperliche Bewegung von mindestens 30 Minuten empfohlen. Personen, die diesen Wert unterschreiten, werden gemäß der Leitlinie als inaktiv eingestuft.
Bezüglich der Ernährung rät die Leitlinie zu folgenden Maßnahmen:
-
Täglicher Verzehr von zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse (eine Portion entspricht einer Handvoll).
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Bevorzugung von Vollkornprodukten, da diese lange sättigen, ohne viel Energie zu liefern.
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Reduktion des Konsums von Fleisch, Wurst, Eiern und Süßigkeiten.
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Vorsicht bei übermäßigem Obstkonsum, da der enthaltene Fruchtzucker den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lässt.
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie gelten Personen, die sich weniger als 30 Minuten täglich bewegen, bereits als inaktiv, was auf einen Großteil der Bevölkerung über 40 Jahre zutrifft. Zudem wird betont, dass der Taillenumfang als Indikator für das gefährlichere viszerale Fett (Apfeltyp) eine zentrale Rolle spielt und unabhängig vom BMI beurteilt werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Gemäß der Leitlinie deutet ein Score von 10 bis 20 Punkten auf ein erhöhtes Risiko hin, bei dem präventive Maßnahmen ergriffen werden sollten. Ab einem Wert von über 20 Punkten liegt ein sehr stark erhöhtes Risiko vor, weshalb eine ärztliche Konsultation empfohlen wird.
Die Leitlinie gibt an, dass der Taillenumfang auf der Höhe des Bauchnabels gemessen werden soll. Bei Männern gilt ein Wert über 102 cm und bei Frauen über 88 cm als Indikator für ein stark erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen.
Ein normaler BMI wird in der Leitlinie zwischen 19 und 24,9 kg/m² definiert. Werte ab 25 kg/m² zeigen ein Übergewicht an, während ein BMI über 30 kg/m² als Fettleibigkeit eingestuft wird.
Es wird eine tägliche körperliche Bewegung von mindestens 30 Minuten am Stück empfohlen. Personen, die sich weniger bewegen, werden laut Leitlinie als inaktiv eingestuft, was das Risiko für Stoffwechselerkrankungen erhöht.
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Quelle: DDG: PE_FINDRISK_-_Test_fuer_Diabetesrisiko_2025.pdf pdf (DDG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.