COVID-19-Impfung Janssen & Schwangerschaft: Indikation
Hintergrund
Die Pressemitteilung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vom Mai 2021 adressiert den Einsatz des COVID-19-Impfstoffs Janssen sowie die Impfung von Schwangeren. Der Impfstoff von Janssen-Cilag ist seit April 2021 in Deutschland verfügbar.
In den USA wurden nach der Anwendung des Janssen-Impfstoffs seltene, aber sehr schwere thromboembolische Nebenwirkungen in Kombination mit einer Thrombozytopenie beobachtet. Diese traten vorwiegend bei jüngeren Erwachsenen auf und verliefen teilweise tödlich.
Daraufhin haben die europäische Zulassungsbehörde (EMA) und die US-Behörden entsprechende Warnhinweise in die Fachinformationen aufgenommen. Zudem lagen zu diesem Zeitpunkt erste Beobachtungsdaten aus den USA zur COVID-19-Impfung in der Schwangerschaft vor.
💡Praxis-Tipp
Laut STIKO-Empfehlung erfordert die Verabreichung des Janssen-Impfstoffs an Personen unter 60 Jahren zwingend eine vorherige ärztliche Aufklärung über das Risiko seltener Thrombosen. Zudem wird bei der Impfung von Schwangeren mit Risikofaktoren explizit auf die Verwendung von mRNA-Impfstoffen ab dem 2. Trimenon verwiesen.
Häufig gestellte Fragen
Die STIKO empfiehlt den COVID-19-Impfstoff Janssen in der Regel für Personen ab 60 Jahren. Ein Einsatz bei jüngeren Personen ist nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz möglich.
Laut STIKO gibt es keine generelle Impfempfehlung für alle Schwangeren. Schwangeren mit Vorerkrankungen oder hohem Expositionsrisiko kann jedoch nach ärztlicher Aufklärung eine Impfung angeboten werden.
Wenn eine Impfung bei Schwangeren mit erhöhtem Risiko indiziert ist, empfiehlt die STIKO die Verwendung eines mRNA-Impfstoffs. Die Impfung sollte erst ab dem 2. Trimenon erfolgen.
In den USA wurden seltene, aber sehr schwere thromboembolische Ereignisse in Kombination mit einem Blutplättchenmangel beobachtet. Diese traten vor allem bei jüngeren Erwachsenen auf, weshalb die STIKO die Altersgrenze von 60 Jahren einführte.
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Quelle: RKI: PM 10052021 (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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