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Handdesinfektion in Schulen: Cochrane-Review

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Krankheitsbedingte Fehlzeiten in Vorschulen und Schulen stellen ein weltweites Problem dar. Sie beeinträchtigen den Lernfortschritt der Kinder und führen oft zu Arbeitsausfällen bei den Eltern.

Eine etablierte Methode zur Infektionsprävention ist die Handhygiene mit Wasser und Seife. Diese ist jedoch im Schulalltag aufgrund der Infrastruktur nicht immer praktikabel umsetzbar.

Als Alternative bietet sich die wasserlose Handreinigung durch Desinfektionsmittel an. Der vorliegende Cochrane-Review aus dem Jahr 2020 untersucht deren Effekt auf die Fehlzeiten von Kindern im Alter von bis zu 14 Jahren.

Empfehlungen

Der Cochrane-Review fasst die Evidenz zur wasserlosen Handreinigung in Bildungseinrichtungen zusammen.

Auswirkungen auf Fehlzeiten

Die Auswertung der Studien zeigt folgende Effekte der wasserlosen Handreinigung im Vergleich zu Kontrollgruppen (Wasser und Seife oder keine Intervention):

EndpunktEffekt (Incidence Rate Ratio)Evidenzgrad (GRADE)
Fehlzeiten (alle Gründe)0,91 (kaum Unterschied)Sehr niedrig
Fehlzeiten (alle Krankheiten)0,82 (mögliche Reduktion)Sehr niedrig
Fehlzeiten (Atemwegserkrankungen)0,79 (mögliche Reduktion)Sehr niedrig
Fehlzeiten (Magen-Darm-Erkrankungen)0,79 (mögliche Reduktion)Niedrig
  • Bei Fehlzeiten aus jeglichem Grund zeigt sich laut Review kaum ein Unterschied zur Kontrollgruppe.

  • Krankheitsbedingte Fehlzeiten können durch die Intervention möglicherweise leicht reduziert werden.

  • Auch bei spezifischen Ursachen wie Atemwegs- oder Magen-Darm-Erkrankungen wird eine mögliche Verringerung der Fehltage berichtet.

Verträglichkeit und Akzeptanz

Bezüglich unerwünschter Hautreaktionen gibt es laut den Autoren keinen signifikanten Unterschied zwischen wasserloser Handreinigung und der Nutzung von Wasser und Seife.

Die Compliance wird in den Studien als moderat bis hoch eingestuft. Lehrkräfte und Kinder bewerten die wasserlose Handreinigung überwiegend positiv.

Bewertung der Evidenz

Die Autoren betonen, dass die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz nach GRADE-Kriterien niedrig bis sehr niedrig ist. Dies liegt vor allem an methodischen Mängeln der eingeschlossenen Studien, wie der fehlenden Verblindung.

Vor einer flächendeckenden Einführung wird empfohlen, die lokalen Krankheitsraten und die Kosten der Intervention abzuwägen.

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💡Praxis-Tipp

Der Review weist darauf hin, dass der potenziell positive Effekt von Handdesinfektionsmitteln auf krankheitsbedingte Fehlzeiten eher klein ist. Es wird geraten, vor der Implementierung solcher Programme die lokalen Infektionsraten und die anfallenden Kosten kritisch zu prüfen, da die zugrundeliegende Evidenz sehr schwach ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane-Review gibt es einen kleinen, potenziell positiven Effekt auf krankheitsbedingte Fehlzeiten. Die Evidenz dafür wird jedoch aufgrund methodischer Schwächen der Studien als niedrig bis sehr niedrig eingestuft.

Der Review zeigt keinen signifikanten Unterschied bei unerwünschten Hautreaktionen. Die Rate an Hautirritationen ist bei der wasserlosen Handreinigung vergleichbar mit der Verwendung von Wasser und Seife.

Es wird berichtet, dass die Compliance bei der Anwendung moderat bis hoch ist. Sowohl Lehrkräfte als auch Kinder nehmen die wasserlose Handreinigung überwiegend positiv wahr.

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Quelle: Cochrane Review: Rinse-free hand wash for reducing absenteeism among preschool and school children (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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