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Distale Radiusfraktur: Perkutane Spickung und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2020 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit der perkutanen Spickung bei distalen Radiusfrakturen bei Erwachsenen. Der Fokus liegt dabei primär auf dorsal dislozierten Frakturen.

Die perkutane Spickung, bei der Drähte durch die Haut zur Frakturstabilisierung eingebracht werden, ist eine gängige chirurgische Methode. Der Review schließt 26 Studien mit insgesamt 1946 Teilnehmern ein, bei denen es sich überwiegend um ältere Frauen handelte.

Die methodische Qualität der eingeschlossenen Studien wird insgesamt als sehr niedrig eingestuft. Es besteht ein hohes Verzerrungsrisiko, weshalb die Evidenz für viele Endpunkte unzureichend ist und keine definitiven Schlüsse gezogen werden können.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass bei der Entscheidung zwischen Gipsverband und perkutaner Spickung die unterschiedlichen Komplikationsprofile abgewogen werden müssen. Während bei der konservativen Therapie häufiger Redislokationen (ca. 12 %) auftreten, die eine Sekundärbehandlung erfordern, ist die Spickung mit dem Risiko von Pin-Trakt-Infektionen (ca. 7,7 %) verbunden. Zudem wird auf die potenziell invasivere Materialentfernung bei versenkten Drahtenden hingewiesen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review ist die aktuelle Studienlage unzureichend, um eine Überlegenheit der Spickung hinsichtlich Funktion oder Lebensqualität zu belegen. Es zeigen sich lediglich unterschiedliche Komplikationsrisiken wie Redislokationen beim Gips und Infektionen bei der Spickung.

Der Review berichtet, dass Pin-Trakt-Infektionen, die eine Antibiotikagabe erfordern, bei durchschnittlich 7,7 % der behandelten Personen auftreten. Oftmals machen diese Infektionen eine vorzeitige Drahtentfernung notwendig.

Es ist laut Review ungewiss, ob das Versenken der Drähte das Risiko für oberflächliche Infektionen senkt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass versenkte Drähte ein invasiveres Vorgehen bei der späteren Materialentfernung erfordern.

Der Review warnt vor dem Einsatz biodegradabler Pins. Diese sind mit höheren chirurgischen Anforderungen und einem Überschuss an schweren Komplikationen, wie schweren osteolytischen Reaktionen, verbunden.

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Quelle: Cochrane Review: Percutaneous pinning for treating distal radial fractures in adults (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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