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Nasale High-Flow-Therapie bei Frühgeborenen: Cochrane Review

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die nasale High-Flow-Therapie (nHF) wird häufig zur nicht-invasiven Atemunterstützung bei Frühgeborenen eingesetzt. Dabei wird erwärmte und befeuchtete Luft sowie Sauerstoff über zwei kleine Nasenbrillen verabreicht.

Der Gasfluss beträgt hierbei mehr als 1 Liter pro Minute, typischerweise 2 bis 8 Liter pro Minute. Ziel der primären Atemunterstützung ist die Prophylaxe oder Behandlung des Atemnotsyndroms (RDS), um eine mechanische Beatmung über einen Endotrachealtubus zu vermeiden.

Dieser Cochrane Review evaluiert die Vor- und Nachteile der nHF-Therapie im Vergleich zu anderen Formen der nicht-invasiven Atemunterstützung. Die eingeschlossenen Studien untersuchten primär Frühgeborene mit einem Gestationsalter von mindestens 28 Wochen.

Empfehlungen

Der Cochrane Review liefert folgende zentrale Erkenntnisse zur primären Atemunterstützung bei Frühgeborenen:

Vergleich der Beatmungsformen

Die Übersichtsarbeit vergleicht die nHF-Therapie mit CPAP (Continuous Positive Airway Pressure) und NIPPV (Nasal Intermittent Positive Pressure Ventilation):

EndpunktnHF vs. CPAPnHF vs. NIPPV
Tod oder BPDKein wesentlicher UnterschiedKein wesentlicher Unterschied
Therapieversagen (innerhalb 72h)Erhöhtes Risiko unter nHFKein wesentlicher Unterschied
Mechanische BeatmungKein wesentlicher UnterschiedKein wesentlicher Unterschied
Nasales TraumaReduziert unter nHFReduziert unter nHF
PneumothoraxReduziert unter nHFKein wesentlicher Unterschied

Detaillierte Ergebnisse zu nHF versus CPAP

  • Es zeigt sich wahrscheinlich ein erhöhtes Risiko für ein Therapieversagen innerhalb der ersten 72 Stunden nach Studienbeginn (moderate Evidenz).

  • Trotz des häufigeren Therapieversagens führt nHF wahrscheinlich nicht zu einer erhöhten Rate an mechanischen Beatmungen (moderate Evidenz).

  • Die Anwendung von nHF resultiert wahrscheinlich in einer Reduktion von Pneumothoraces und nasalen Traumata im Vergleich zu CPAP.

Evidenzlücken

Laut Review wurden in den bisherigen Studien nur sehr wenige extrem unreife Frühgeborene mit einem Gestationsalter von unter 28 Wochen eingeschlossen. Für diese spezifische Altersgruppe fehlt es derzeit an ausreichender Evidenz für den primären Einsatz der nHF-Therapie.

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💡Praxis-Tipp

Der Review weist darauf hin, dass die nHF-Therapie im Vergleich zu CPAP zwar häufiger zu einem initialen Therapieversagen führt, dies jedoch nicht in einer höheren Intubationsrate resultiert. Bei extrem unreifen Frühgeborenen unter 28 Schwangerschaftswochen wird aufgrund der unzureichenden Datenlage eine kritische Indikationsstellung für den primären Einsatz von nHF nahegelegt.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review erhöht die nHF-Therapie die Rate an mechanischen Beatmungen im Vergleich zu CPAP wahrscheinlich nicht. Es kommt jedoch häufiger zu einem initialen Therapieversagen, das in der Praxis oft durch ein Rescue-CPAP aufgefangen wird.

Die Übersichtsarbeit zeigt, dass die Anwendung von nHF im Vergleich zu CPAP wahrscheinlich zu signifikant weniger nasalen Traumata führt. Zudem wird eine Reduktion der Pneumothorax-Rate unter nHF beobachtet.

Der Review betont, dass für Frühgeborene mit einem Gestationsalter von unter 28 Wochen derzeit keine ausreichende Evidenz vorliegt. In den analysierten Studien wurden nur sehr wenige Kinder dieser Altersgruppe untersucht.

Die Therapie wird definiert als ein Gasfluss von mehr als 1 Liter pro Minute. Typischerweise werden laut Review Fließraten zwischen 2 und 8 Litern pro Minute verwendet.

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Quelle: Cochrane Review: Nasal high flow therapy for primary respiratory support in preterm infants (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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