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Masken vs. Prongs bei CPAP: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Atemnotsyndrom (RDS) ist eine häufige Komplikation bei Frühgeborenen, die durch einen Mangel an Surfactant verursacht wird. Zur Atemunterstützung wird standardmäßig der nasale kontinuierliche positive Atemwegsdruck (CPAP) eingesetzt, um die Lungenbläschen offenzuhalten und die Sauerstoffversorgung zu verbessern.

Als Schnittstellen für die CPAP-Therapie kommen primär nasale Masken oder kurze binasale Prongs zum Einsatz. Die Wahl der Schnittstelle kann den Atemwiderstand, die Abdichtung und den Komfort des Säuglings maßgeblich beeinflussen.

Binasale Prongs werden in der klinischen Praxis häufig mit Nasenverletzungen wie Ulzerationen oder Septumschäden in Verbindung gebracht. Dieser Cochrane-Review (2022) untersucht, ob nasale Masken im Vergleich zu Prongs das Risiko für ein Therapieversagen oder andere Komplikationen bei Frühgeborenen senken.

Empfehlungen

Der systematische Review fasst die Evidenz aus 12 randomisierten kontrollierten Studien mit über 1600 Frühgeborenen zusammen. Es ergeben sich folgende Kernaussagen zur Wahl der CPAP-Schnittstelle:

Therapieversagen und Mortalität

Die Auswertung zeigt, dass die Verwendung von nasalen Masken im Vergleich zu Prongs das Risiko für ein CPAP-Therapieversagen reduzieren kann (Evidenzgrad niedrig).

Bezüglich der Gesamtmortalität vor der Krankenhausentlassung ergab sich laut den Autoren kein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Systemen. Zu möglichen neurologischen Entwicklungsstörungen lagen in den eingeschlossenen Studien keine Daten vor.

Nasenverletzungen und Komplikationen

Der Einsatz von Masken anstelle von Prongs verringert das Risiko für mittelschwere bis schwere Nasenverletzungen signifikant (Evidenzgrad niedrig).

Bei anderen Komplikationen wie dem Pneumothorax zeigte die Wahl der Schnittstelle kaum oder keine Auswirkungen. Der Effekt auf die bronchopulmonale Dysplasie (BPD) wird als sehr unsicher eingestuft (Evidenzgrad sehr niedrig).

Vergleich der CPAP-Schnittstellen

Die folgende Tabelle fasst die relativen Risiken (RR) bei der Nutzung von Masken im Vergleich zu Prongs zusammen:

EndpunktRelatives Risiko (Maske vs. Prongs)Evidenzqualität (GRADE)
TherapieversagenRR 0,72 (reduziertes Risiko)Niedrig
Mittelschwere bis schwere NasenverletzungRR 0,55 (reduziertes Risiko)Niedrig
GesamtmortalitätRR 0,83 (kein signifikanter Unterschied)Niedrig
PneumothoraxRR 0,93 (kein signifikanter Unterschied)Niedrig
Bronchopulmonale DysplasieRR 0,69 (unsicherer Effekt)Sehr niedrig
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💡Praxis-Tipp

Da binasale Prongs bei einem relevanten Teil der Frühgeborenen zu Nasenverletzungen führen können, wird in der Praxis ein wachsames Monitoring der Nasenscheidewand empfohlen. Der primäre Einsatz oder Wechsel auf eine weiche nasale Maske ist laut Review mit einem geringeren Risiko für Läsionen und einem selteneren Therapieversagen assoziiert.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane-Review können nasale Masken das Risiko für ein Therapieversagen und Nasenverletzungen im Vergleich zu Prongs verringern. Auf die Sterblichkeit hat die Wahl der Schnittstelle jedoch kaum Einfluss.

Der Review weist darauf hin, dass Prongs häufig mit Läsionen wie Ulzerationen oder Septumschäden assoziiert sind. Die Nutzung von Masken anstelle von Prongs senkt dieses Risiko signifikant.

Die aktuelle Studienlage lässt keine sicheren Schlüsse auf die BPD-Rate zu. Die Evidenzqualität zu diesem Endpunkt wird von den Autoren als sehr niedrig eingestuft.

Es wird berichtet, dass die Wahl zwischen Maske und Prongs keinen wesentlichen Unterschied hinsichtlich des Pneumothorax-Risikos macht. Die Raten waren in den untersuchten Gruppen vergleichbar.

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Quelle: Cochrane Review: Masks versus prongs as interfaces for nasal continuous positive airway pressure in preterm infants (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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