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Stammzelltherapie bei kritischer Beinischämie: Cochrane

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) stellt ein erhebliches Gesundheitsproblem dar. Bei etwa ein bis zwei Prozent der Betroffenen schreitet die Erkrankung zu einer kritischen Extremitätenischämie (CLI) voran.

Für viele Personen mit einer kritischen Ischämie stehen keine wirksamen Behandlungsoptionen außer einer Amputation zur Verfügung. Etwa ein Viertel dieser Betroffenen benötigt innerhalb des folgenden Jahres eine Major-Amputation.

Dieser Cochrane Review untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit der lokalen intramuskulären Transplantation von autologen mononukleären Knochenmarkzellen (BMMNC). Ziel ist es, den Nutzen dieser Therapieform bei kritischer Beinischämie zu bewerten.

Empfehlungen

Der vorliegende Cochrane Review fasst die Evidenz zur intramuskulären Zellimplantation von BMMNCs bei kritischer Ischämie zusammen. Aufgrund der sehr niedrigen bis niedrigen Evidenzqualität können derzeit keine Schlüsse gezogen werden, die den Einsatz dieser Therapie unterstützen.

Mortalität und Amputationsrate

Laut Review zeigt sich bezüglich der harten klinischen Endpunkte folgendes Bild:

  • Es gibt keine klare Evidenz für einen Effekt auf die Gesamtmortalität im Vergleich zur Kontrollgruppe (sehr niedrige Evidenzqualität).

  • Die Rate der Amputationen ist unklar. Ein möglicher geringer Effekt zugunsten der BMMNC-Gruppe verschwand nach Durchführung einer Sensitivitätsanalyse (sehr niedrige Evidenzqualität).

Schmerz und Gehstrecke

Die eingeschlossenen Studien nutzten unterschiedliche Messmethoden, weshalb die Daten nicht gepoolt werden konnten. Der Review beschreibt folgende Ergebnisse:

  • Drei Studien zeigten keine Unterschiede bei der Schmerzreduktion, während eine Studie eine stärkere Reduktion des Ruheschmerzes in der BMMNC-Gruppe berichtete.

  • Bei der schmerzfreien Gehstrecke ergab sich kein klarer Unterschied zwischen den Gruppen (niedrige Evidenzqualität).

Hämodynamik und Nebenwirkungen

Auch beim Knöchel-Arm-Index (ABI) zeigten drei Studien keine Veränderungen, während eine Studie eine Verbesserung durch die BMMNC-Gabe berichtete.

Hinsichtlich der Nebenwirkungen zeigte sich kein klarer Unterschied zwischen der Interventions- und Kontrollgruppe. Die Autoren betonen die Notwendigkeit größerer randomisiert-kontrollierter Studien.

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💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass die intramuskuläre Transplantation autologer Knochenmarkzellen bei kritischer Beinischämie derzeit nicht als evidenzbasierte Standardtherapie angesehen werden kann. Es wird darauf hingewiesen, dass die bisherigen Studienergebnisse inkonsistent sind und ein möglicher positiver Effekt auf die Amputationsrate in Sensitivitätsanalysen nicht standhielt.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es derzeit keine ausreichende Evidenz, die den Einsatz von mononukleären Knochenmarkzellen (BMMNC) bei kritischer Ischämie unterstützt. Die Qualität der bisherigen Studien wird als sehr niedrig bis niedrig eingestuft.

Der Review beschreibt die Datenlage zur Amputationsrate als unsicher. Ein initial beobachteter, möglicher kleiner Effekt zugunsten der Zelltherapie bestätigte sich in der Sensitivitätsanalyse nicht.

Die gepoolten Daten der eingeschlossenen Studien zeigten keinen klaren Unterschied bei den Nebenwirkungen zwischen der BMMNC-Gruppe und der Kontrollgruppe. Auch hier ist die Evidenzqualität jedoch sehr niedrig.

Gemäß dem Review konnte kein klarer Unterschied bezüglich der schmerzfreien Gehstrecke zwischen der Interventions- und der Kontrollgruppe festgestellt werden.

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Quelle: Cochrane Review: Local intramuscular transplantation of autologous bone marrow mononuclear cells for critical lower limb ischaemia (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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