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Schilddrüsen-OP: IONM vs. visuelle Nervidentifikation

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Verletzungen des rückläufigen Kehlkopfnervs (Nervus laryngeus recurrens) stellen eine wesentliche Komplikation bei Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenoperationen dar. Eine Schädigung kann zu vorübergehender oder dauerhafter Stimmbandlähmung, Sprachstörungen und Atembeschwerden führen.

Die visuelle Identifizierung des Nervs gilt traditionell als Standardverfahren, um Verletzungen während des Eingriffs zu vermeiden. In jüngerer Zeit wird zunehmend das intraoperative Neuromonitoring (IONM) eingesetzt.

Beim IONM wird der Nerv mithilfe einer Elektrode stimuliert, wobei die Muskelreaktion in ein akustisches und visuelles Signal umgewandelt wird. Dies soll dem Chirurgen helfen, den Nerv leichter zu lokalisieren und seine funktionelle Integrität zu überprüfen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass ein intaktes Neuromonitoring-Signal am Ende der Operation einen sehr hohen negativen prädiktiven Wert (97-99 %) für eine normale Stimmbandfunktion besitzt. Ein Signalverlust bedeutet jedoch nicht zwingend eine Nervschädigung, da der positive prädiktive Wert für eine tatsächliche Lähmung in den Studien lediglich bei 33-37 % lag.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es keine verlässliche Evidenz dafür, dass das intraoperative Neuromonitoring das Risiko einer dauerhaften Lähmung im Vergleich zur rein visuellen Identifikation signifikant senkt. Beide Verfahren weisen ähnliche Komplikationsraten auf.

Die Meta-Analyse zeigt keinen signifikanten Unterschied in der Operationsdauer. Im Durchschnitt dauerte der Eingriff mit Neuromonitoring lediglich 5,5 Minuten länger als bei der rein visuellen Methode.

Der Review legt nahe, dass das Verfahren besonders bei anatomischen Variationen, Revisionsoperationen oder bei Chirurgen mit geringerem Operationsvolumen von Nutzen sein kann. Die Entscheidung hängt von der Erfahrung des Chirurgen und den verfügbaren Ressourcen ab.

In den eingeschlossenen Studien wurden keine signifikanten Unterschiede bei unerwünschten Ereignissen wie dem vorübergehenden Hypoparathyreoidismus festgestellt. Das Verfahren gilt allgemein als ebenso sicher wie die visuelle Nervidentifikation.

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Quelle: Cochrane Review: Intraoperative neuromonitoring versus visual nerve identification for prevention of recurrent laryngeal nerve injury in adults undergoing thyroid surgery (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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