Gesichtsfeldausfall nach Schlaganfall: Therapie-Evidenz

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Gesichtsfeldausfälle betreffen schätzungsweise 20 bis 57 Prozent der Patienten nach einem Schlaganfall. Diese Defizite schränken die funktionelle Fähigkeit bei Alltagsaktivitäten wie Mobilität, Lesen und Autofahren erheblich ein.

Zudem können die Seheinschränkungen die Lebensqualität mindern, die Teilnahme an Rehabilitationsmaßnahmen erschweren und zu Depressionen sowie Angstzuständen führen.

Der vorliegende Cochrane Review untersucht verschiedene Interventionsansätze. Dazu gehören die Restitution (Wiederherstellung), die Kompensation (Verhaltensänderung, z. B. durch visuelles Scannen), die Substitution (Nutzung von Hilfsmitteln wie Prismen) sowie standardisierte Assessments.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass von den untersuchten Methoden lediglich das kompensatorische Scanning-Training eine gewisse Evidenz für eine Verbesserung der Lebensqualität aufweist. Gleichzeitig wird bei der Verordnung von Prismen auf das erhöhte Risiko für Kopfschmerzen als unerwünschtes Ereignis verwiesen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review gibt es Hinweise von niedriger Qualität, dass ein kompensatorisches Scanning-Training die Lebensqualität der Betroffenen verbessern kann. Für andere Therapieansätze reicht die Evidenz derzeit nicht für eine eindeutige Wirksamkeitsbestätigung aus.

Der Review konnte keinen positiven Effekt von Prismen auf Alltagsaktivitäten oder die Lebensqualität nachweisen. Zudem wird berichtet, dass Prismen leichte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen verursachen können.

Die aktuelle Evidenz zu restitutiven Interventionen, die auf eine Wiederherstellung des Gesichtsfeldes abzielen, ist laut Review unzureichend. Es lassen sich daraus keine verlässlichen Schlussfolgerungen über deren Wirksamkeit ziehen.

Es wird geschätzt, dass etwa 20 bis 57 Prozent der Patienten nach einem Schlaganfall von Gesichtsfeldausfällen betroffen sind. Diese schränken die Mobilität und Alltagsaktivitäten oft stark ein.

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Quelle: Cochrane Review: Interventions for visual field defects in people with stroke (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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