Mukoviszidose: Antibiotika bei Burkholderia cepacia

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract eines Cochrane Reviews zur Antibiotikatherapie bei Mukoviszidose (Cystische Fibrose). Chronische pulmonale Infektionen sind ein Hauptmerkmal der Lungenerkrankung bei Mukoviszidose.

Infektionen mit dem Burkholderia cepacia-Komplex (Bcc), einer Gruppe von mindestens 18 eng verwandten gramnegativen Bakterienarten, gelten als besonders schwer zu behandeln. Sie können mit einer fulminanten nekrotisierenden Pneumonie einhergehen.

Bcc-Bakterien weisen Resistenzen gegen viele gängige Antibiotika auf und können weitere Resistenzen erwerben. Zwar existieren evidenzbasierte Leitlinien für Exazerbationen durch Pseudomonas aeruginosa, diese lassen sich jedoch nicht auf Bcc-Infektionen übertragen.

Durch die konsequente Trennung von Mukoviszidose-Erkrankten im klinischen Alltag treten hochvirulente epidemische Stämme seltener auf. Neue Infektionen erfolgen zunehmend durch weniger virulente Umweltstämme.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass etablierte Leitlinien zur Behandlung von Pseudomonas aeruginosa-Exazerbationen nicht auf Infektionen mit dem Burkholderia cepacia-Komplex übertragen werden dürfen. Aufgrund der fehlenden Studienlage wird eine streng individualisierte Therapieentscheidung basierend auf Antibiogrammen und bisherigem klinischen Ansprechen gefordert.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es keine Evidenz aus randomisierten Studien für ein optimales Antibiotika-Regime. Die Therapie muss individuell auf Basis von In-vitro-Resistenztestungen und klinischer Erfahrung erfolgen.

Der Review beschreibt, dass diese gramnegativen Bakterien gegen viele gängige Antibiotika resistent sind und schnell neue Resistenzen erwerben. Zudem können sie eine fulminante nekrotisierende Pneumonie auslösen.

Die Autoren des Reviews stellen klar, dass evidenzbasierte Leitlinien für Pseudomonas aeruginosa nicht auf Infektionen mit dem Burkholderia cepacia-Komplex übertragen werden können.

Durch die konsequente räumliche Trennung von Mukoviszidose-Erkrankten sind hochvirulente epidemische Stämme seltener geworden. Neue Infektionen werden laut Review meist durch weniger virulente Umweltstämme verursacht.

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Quelle: Cochrane Review: Antibiotic treatment for Burkholderia cepacia complex in people with cystic fibrosis experiencing a pulmonary exacerbation (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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