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Neugeborenen-Krampfanfälle: aEEG vs. cEEG zur Erkennung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die konventionelle Video-Elektroenzephalographie (cEEG) gilt als Referenzstandard für die Diagnose von Krampfanfällen bei Neugeborenen. Da diese Methode auf Neugeborenen-Intensivstationen oft nicht durchgehend verfügbar ist, wird häufig die amplitudenintegrierte Elektroenzephalographie (aEEG) als Alternative eingesetzt.

Das aEEG ist eine vereinfachte Methode, die mit einer begrenzten Anzahl von Kopfhautelektroden arbeitet. Es ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung der elektrischen Gehirnaktivität direkt am Krankenbett und kann auch von geschultem Pflegepersonal angelegt werden.

Ein aktueller Cochrane Review aus dem Jahr 2025 untersucht die diagnostische Genauigkeit des aEEG im Vergleich zum cEEG. Ziel der Auswertung war es, die Zuverlässigkeit bei der Erkennung von betroffenen Neugeborenen sowie von einzelnen Anfallsepisoden zu bewerten.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Auswertung eines aEEG am Krankenbett wird empfohlen, besonders auf Artefakte durch Muskelbewegungen, Schluckauf oder Pflegehandlungen zu achten. Der Cochrane Review warnt davor, dass diese Faktoren häufig zu falsch-positiven Befunden führen, was eine unnötige antikonvulsive Therapie zur Folge haben kann. Es wird betont, dass das aEEG das konventionelle EEG aufgrund der moderaten Sensitivität nicht gleichwertig ersetzen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review liegt die gepoolte Sensitivität des aEEG zur Erkennung von Neugeborenen mit Krampfanfällen bei 71 Prozent. In Studien mit einem geringen Verzerrungsrisiko fällt dieser Wert sogar auf 56 Prozent ab.

Der Review nennt als häufige Gründe für falsch-negative Befunde eine kurze Anfallsdauer sowie eine Lokalisation der Anfälle abseits der wenigen aEEG-Elektroden. Auch eine niedrige elektrische Spannung und mangelnde Erfahrung der auswertenden Person können dazu führen, dass Anfälle nicht erkannt werden.

Falsch-positive Ergebnisse entstehen laut den Studiendaten häufig durch Bewegungsartefakte, Schluckauf oder Pflegehandlungen wie das Klopfen des Säuglings. Auch unzureichend befestigte Elektroden werden als häufige Fehlerquelle genannt.

Der Cochrane Review schlussfolgert, dass das aEEG aufgrund seiner nur moderaten Sensitivität und Spezifität nicht ausreichend genau ist. Es wird darauf hingewiesen, dass eine alleinige Nutzung des aEEG zu einer Über- oder Unterdiagnostik von Krampfanfällen führen kann.

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Quelle: Cochrane Review: Amplitude-integrated electroencephalography compared with conventional video-electroencephalography for detection of neonatal seizures (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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