Kinderformularium / DGKJExpertenkonsens2026PädiatrieAllgemeinmedizinAntihistaminika (2. Generation)

Cetirizin bei Kindern: Dosierung nach Gewicht und Alter

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Kinderformularium / DGKJ (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Cetirizin ist ein Antihistaminikum der zweiten Generation, das in der Pädiatrie häufig zur symptomatischen Behandlung allergischer Erkrankungen eingesetzt wird. Zu den Hauptindikationen zählen die allergische Rhinitis, die Urtikaria sowie Juckreiz im Rahmen einer atopischen Dermatitis.

Im Vergleich zu Antihistaminika der ersten Generation zeichnet sich Cetirizin durch eine geringere Sedierung aus. Diese Zusammenfassung basiert auf der Monographie des Kinderformulariums und bietet einen Überblick über die alters- und gewichtsadaptierte Dosierung bei Kindern.

Empfehlungen

Das Kinderformularium formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung von Cetirizin in der Pädiatrie:

Indikationen und Anwendung

Laut Monographie wird Cetirizin bei folgenden Beschwerden eingesetzt:

  • Allergische Rhinitis

  • Urtikaria

  • Atopische Dermatitis (zur Linderung von Juckreiz)

Es wird darauf hingewiesen, dass Cetirizin als Antihistaminikum der zweiten Generation weniger sedierend wirkt als Wirkstoffe der ersten Generation (wie beispielsweise Dimetinden). Bei Auftreten einer leichten Müdigkeit kann die Gabe laut Kinderformularium bevorzugt abends erfolgen.

Darreichungsformen

Für die pädiatrische Anwendung stehen verschiedene kindgerechte Darreichungsformen zur Verfügung:

  • Tropfen (10 mg/ml, was 20 Tropfen entspricht)

  • Saft (5 mg/5 ml)

  • Filmtabletten (10 mg)

Die Tropfenform wird in der Monographie als ideal für Kleinkinder hervorgehoben.

Nebenwirkungen

Als mögliche Nebenwirkungen nennt die Quelle:

  • Müdigkeit (weniger ausgeprägt als bei der 1. Generation)

  • Kopfschmerzen

  • Mundtrockenheit

Dosierung

Die Dosierung von Cetirizin erfolgt oral und richtet sich primär nach dem Alter, kann aber auch gewichtsadaptiert erfolgen. Die Maximaldosis beträgt regulär 10 mg pro Tag (bei schwerer Urtikaria sind im Off-Label-Use bis zu 20 mg pro Tag möglich).

Dosierung nach Alter

AlterEinzeldosisHäufigkeitTagesgesamtdosis
1-2 Jahre2,5 mg (5 Tropfen)1x täglich2,5 mg
2-6 Jahre2,5 mg ODER 5 mg2x täglich ODER 1x täglich5 mg
6-12 Jahre5 mg ODER 10 mg2x täglich ODER 1x täglich10 mg
Ab 12 Jahre10 mg1x täglich10 mg

Dosierung nach Körpergewicht

KörpergewichtTagesgesamtdosis
10 kg2,5 mg/Tag
15-20 kg5 mg/Tag
Ab 30 kg10 mg/Tag

Kontraindikationen

Laut Kinderformularium gelten folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Säuglinge unter 1 Jahr: Cetirizin ist erst ab einem Alter von 1 Jahr zugelassen. Bei jüngeren Säuglingen wird auf Dimetinden verwiesen.

  • Schwere Niereninsuffizienz: Bei Vorliegen einer schweren Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung zwingend erforderlich.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Säuglingen unter einem Jahr ist Cetirizin nicht zugelassen; hier verweist das Kinderformularium auf Dimetinden als Alternative. Zudem wird empfohlen, die Gabe bei Auftreten von leichter Müdigkeit auf die Abendstunden zu verlegen, um die Verträglichkeit im Alltag zu verbessern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Kinderformularium ist Cetirizin für Kinder ab einem Alter von 1 Jahr zugelassen. Für jüngere Säuglinge wird auf andere Wirkstoffe verwiesen.

Bei den handelsüblichen Tropfen (10 mg/ml) entsprechen 5 Tropfen einer Dosis von 2,5 mg. Ein Milliliter enthält insgesamt 20 Tropfen.

Die reguläre Maximaldosis beträgt laut Monographie 10 mg pro Tag. Bei schwerer Urtikaria kann im Off-Label-Use eine Dosis von bis zu 20 mg pro Tag erwogen werden.

Da Cetirizin erst ab 1 Jahr zugelassen ist, nennt das Kinderformularium Dimetinden als Alternative für Säuglinge unter einem Jahr.

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Quelle: Kinderformularium: Cetirizin - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium / DGKJ, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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