Fexofenadin bei Kindern: Kinderformularium Dosierung
Hintergrund
Fexofenadin ist ein nicht-sedierendes Antihistaminikum und ein spezifischer H1-Rezeptor-Antagonist. Es handelt sich um den pharmakologisch aktiven Metaboliten von Terfenadin.
Der Wirkstoff wird primär zur symptomatischen Behandlung der allergischen Rhinitis sowie der chronischen idiopathischen Urtikaria eingesetzt. Die Wirkung tritt nach etwa einer Stunde ein und hält für rund 24 Stunden an.
Diese Zusammenfassung basiert auf der Monographie des Kinderformulariums. Sie fasst die pädiatrischen Dosierungsempfehlungen und pharmakologischen Eigenschaften zusammen.
Empfehlungen
Indikation und Zulassung
Laut Monographie des Kinderformulariums wird Fexofenadin zur Behandlung der allergischen Rhinitis und der chronischen idiopathischen Urtikaria eingesetzt. Für Jugendliche ab 12 Jahren besteht eine offizielle Zulassung.
Bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren erfolgt die Anwendung in Deutschland off-label. Im europäischen Ausland sind für diese Altersgruppe jedoch niedrig dosierte Präparate (30 mg) zugelassen.
Anwendungshinweise
Die Einnahme der Tabletten sollte gemäß den Vorgaben vor einer Mahlzeit erfolgen. Es wird darauf hingewiesen, dass die im Handel befindlichen Präparate den Wirkstoff als Fexofenadinhydrochlorid enthalten.
Niereninsuffizienz
Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion kann es zu einem Anstieg der maximalen Plasmakonzentration und der Halbwertszeit kommen. Dies erhöht das Risiko für unerwünschte Wirkungen wie eine Verlängerung des QTc-Intervalls oder zentralnervöse Effekte.
Die Monographie empfiehlt folgende Dosisanpassungen bei Kindern über 3 Monaten:
| GFR (ml/min) | Dosisanpassung | Dosierungsintervall |
|---|---|---|
| ≥ 50 | Keine Anpassung erforderlich | Normal |
| 10 bis < 50 | 50 % der normalen Einzeldosis | Keine Anpassung erforderlich |
| < 10 | Individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung | Keine allgemeine Empfehlung |
Dosierung
Die Monographie gibt folgende pädiatrische Dosierungsempfehlungen für die allergische Rhinitis und chronische Urtikaria an:
| Alter | Tagesdosis | Aufteilung | Zulassungsstatus |
|---|---|---|---|
| 6 bis < 12 Jahre | 60 mg | In 2 Einzeldosen (2x 30 mg) | Off-label |
| 12 bis < 18 Jahre | 120 mg | In 1 Einzeldosis (1x 120 mg) | Zugelassen |
Bei der chronischen idiopathischen Urtikaria kann die Dosis bei unzureichender Wirksamkeit auf bis zu das Vierfache der Tagesdosis erhöht werden.
Für Jugendliche ab 12 Jahren mit chronischer idiopathischer Urtikaria wird in der Fachinformation spezifisch eine Dosis von 180 mg einmal täglich empfohlen.
Kontraindikationen
Neben einer bekannten Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Fexofenadin oder einen der sonstigen Bestandteile sind laut Monographie keine weiteren absoluten Kontraindikationen bekannt.
Zu den häufigen unerwünschten Arzneimittelwirkungen (1-10 %) zählen Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwindel und Übelkeit.
💡Praxis-Tipp
Bei Kindern mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 50) wird eine Dosisreduktion auf 50 % der normalen Einzeldosis empfohlen, um das Risiko einer QTc-Zeit-Verlängerung zu minimieren. Das Dosierungsintervall muss dabei laut Monographie nicht angepasst werden.
Häufig gestellte Fragen
In Deutschland ist Fexofenadin für Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Die Anwendung bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren erfolgt laut Monographie off-label, auch wenn im europäischen Ausland entsprechende Präparate zugelassen sind.
Laut Kinderformularium erhalten Kinder von 6 bis 12 Jahren 60 mg pro Tag, aufgeteilt in zwei Dosen. Jugendliche ab 12 Jahren nehmen 120 mg als einmalige Gabe ein, bei Urtikaria werden laut Fachinformation 180 mg empfohlen.
Die Monographie weist darauf hin, dass die Einnahme von Fexofenadin vor einer Mahlzeit erfolgen sollte.
Bei chronischer idiopathischer Urtikaria kann die Dosis bei unzureichender Wirksamkeit gesteigert werden. Die Monographie gibt an, dass eine Erhöhung bis auf die vierfache Tagesdosis möglich ist.
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Quelle: Kinderformularium: Azithromycin - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.