CAR-T-Zell-Therapie: T-Zell-Malignome und Überwachung
Hintergrund
Die AkdÄ-Sicherheitswarnung (Drug Safety Mail 2024-27) informiert über ein neues Sicherheitssignal im Zusammenhang mit CAR-T-Zell-Therapien. Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der EMA hat basierend auf aktuellen Evidenzen eine Neufassung der Produktinformationen veranlasst.
Hintergrund ist das Auftreten von sekundären Malignomen mit T-Zell-Ursprung nach der Behandlung von hämatologischen Krebserkrankungen. Dies betrifft spezifisch Therapien, die gegen die Zielstrukturen BCMA oder CD19 gerichtet sind.
Die T-Zell-Malignome, einschließlich CAR-positiver Tumore, traten in einem variablen Zeitfenster von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren nach der Verabreichung auf. Das Dokument weist darauf hin, dass es in diesem Zusammenhang bereits zu Todesfällen gekommen ist.
💡Praxis-Tipp
Ein entscheidender Aspekt der Sicherheitswarnung ist das stark variable Zeitfenster für das Auftreten sekundärer T-Zell-Malignome. Da diese Tumore von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren nach der CAR-T-Zell-Infusion auftreten können, wird eine konsequente und lebenslange onkologische Nachsorge der Behandelten dringend empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Die Warnung umfasst BCMA- und CD19-gerichtete Therapien. Konkret benannt werden die Präparate Abecma, Breyanzi, Carvykti, Kymriah, Tecartus und Yescarta.
Laut der Sicherheitsmitteilung können diese Malignome innerhalb von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Jahren nach der Verabreichung entstehen. Aus diesem Grund wird eine lebenslange Überwachung gefordert.
Die Häufigkeit variiert je nach Präparat. Bei Breyanzi und Carvykti wird sie als "gelegentlich" (bis zu 1 von 100) eingestuft, bei Abecma, Kymriah und Yescarta als "selten" (bis zu 1 von 1.000).
Neben den T-Zell-Malignomen listet das Dokument für Kymriah auch anaphylaktische Reaktionen und Neurotoxizität auf. Deren genaue Häufigkeit ist aufgrund von Spontanmeldungen nach der Markteinführung unbekannt.
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Quelle: AkdÄ: Änderung der Fach- und Gebrauchsinformationen aufgrund von SicherheitssignalenDrug Safety Mail 2026-25 Die Bewertung von Sicherheitssignalen durch den (AkdÄ, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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