Atopische Dermatitis: Diagnostik und Therapie-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF / DDG / DGAKI (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die atopische Dermatitis (Neurodermitis) ist eine chronisch-rezidivierende, entzündliche Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz einhergeht. In Deutschland sind etwa 10 % der Kinder und 1,7 % der Erwachsenen betroffen.

Die Pathogenese ist multifaktoriell und umfasst genetische Prädispositionen wie Filaggrin-Mutationen sowie immunologische Faktoren, insbesondere eine Th2-vermittelte Entzündungsreaktion. Eine gestörte epidermale Barrierefunktion begünstigt das Eindringen von Allergenen und mikrobiellen Erregern.

Häufig treten Komorbiditäten des atopischen Formenkreises auf, darunter allergisches Asthma bronchiale und allergische Rhinokonjunktivitis. Zudem besteht eine erhöhte Anfälligkeit für bakterielle und virale Superinfektionen der Haut.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird häufig der Fehler gemacht, topische Glukokortikosteroide aus Angst vor Nebenwirkungen (Kortikophobie) zu niedrig dosiert oder zu kurz anzuwenden. Es wird betont, dass eine frühzeitige, ausreichend starke antientzündliche Therapie im akuten Schub am effektivsten ist, um Steroide langfristig einzusparen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass bei klinischen Zeichen einer bakteriellen Superinfektion topische Antiseptika bevorzugt und topische Antibiotika strikt vermieden werden sollen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine individuell angepasste Basistherapie, die im Sommer eher hydrophil und im Winter fettreicher sein sollte. Es wird geraten, Emollienzien unmittelbar nach dem Duschen auf die noch leicht feuchte Haut aufzutragen.

Laut Leitlinie spricht nichts gegen tägliches kurzes Baden oder Duschen mit mäßig warmem Wasser. Es wird empfohlen, auf alkalische Seifen zu verzichten und stattdessen milde Syndets oder Badeöle zu verwenden.

Eine systemische Therapie wird gemäß Leitlinie erwogen, wenn die Erkrankung durch topische Behandlungen und UV-Therapie nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Die Indikation sollte anhand objektiver Scores (z. B. SCORAD, EASI) und der Einschränkung der Lebensqualität dokumentiert werden.

Die Leitlinie rät vom routinemäßigen Einsatz topischer oder systemischer Antihistaminika zur reinen Juckreizbehandlung ab, da die Evidenz für eine Wirksamkeit fehlt. Eine zeitlich begrenzte Gabe sedierender Antihistaminika kann in Einzelfällen bei starken Schlafstörungen erwogen werden.

Allgemeine diätetische Einschränkungen, wie der pauschale Verzicht auf Kuhmilch oder Weizen, werden von der Leitlinie nicht empfohlen. Eine therapeutische Eliminationsdiät ist nur dann indiziert, wenn eine klinisch relevante Nahrungsmittelallergie diagnostisch gesichert wurde.

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Quelle: S3-Leitlinie Atopische Dermatitis / Neurodermitis (AWMF 013-027, 2023) (AWMF / DDG / DGAKI, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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