Asthma bronchiale: Diagnostik und Stufentherapie 2024

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: GINA (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Asthma ist eine chronische Atemwegserkrankung, die weltweit etwa 300 Millionen Menschen betrifft. Sie ist durch eine chronische Atemwegsentzündung und variable respiratorische Symptome wie Giemen, Atemnot, Engegefühl in der Brust und Husten gekennzeichnet.

Die GINA-Leitlinie 2024 betont, dass Asthma effektiv behandelt werden kann. Das primäre Ziel der Langzeittherapie ist es, eine gute Symptomkontrolle zu erreichen und das Risiko für zukünftige Exazerbationen, einen Lungenfunktionsverlust sowie Medikamentennebenwirkungen zu minimieren.

Ein zentraler Paradigmenwechsel der Leitlinie ist die Abkehr von der alleinigen Bedarfstherapie mit kurzwirksamen Beta-2-Mimetika (SABA). Stattdessen wird für alle Altersgruppen ab 6 Jahren eine Therapie empfohlen, die inhalative Kortikosteroide (ICS) einschließt, um das Risiko schwerer Exazerbationen signifikant zu senken.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die Überprüfung der Inhalationstechnik und der Therapieadhärenz der wichtigste erste Schritt, bevor bei unzureichender Asthmakontrolle eine Therapieeskalation erwogen wird. Es wird empfohlen, sich die Anwendung des Inhalators vom Patienten bei jedem Besuch demonstrieren zu lassen, da Anwendungsfehler eine häufige Ursache für vermeintlich schwer zu behandelndes Asthma sind.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt, bei unzureichender Kontrolle die Therapie kurzzeitig zu intensivieren und die Lungenfunktion nach drei Monaten erneut zu messen. Bei guter Kontrolle kann ein vorsichtiger Auslassversuch des ICS unter engmaschiger Überwachung erfolgen, um die Diagnose zu sichern.

MART steht für Maintenance and Reliever Therapy. Laut Leitlinie wird hierbei ein einziges Inhalat (ICS-Formoterol) sowohl für die tägliche Erhaltungstherapie als auch zur bedarfsweisen Symptomlinderung eingesetzt.

Die Leitlinie definiert die Abgabe von drei oder mehr SABA-Dosieraerosolen (à 200 Hübe) pro Jahr als Risikofaktor für Exazerbationen. Die Abgabe von zwölf oder mehr Sprays pro Jahr ist mit einem deutlich erhöhten Sterberisiko assoziiert.

Es wird die wiederholte Gabe von SABA (4-10 Hübe über einen Spacer alle 20 Minuten für eine Stunde) sowie die frühzeitige Gabe von oralen Kortikosteroiden (z.B. 40-50 mg Prednisolon bei Erwachsenen) empfohlen. Bei Bedarf sollte Sauerstoff titriert werden.

Die Leitlinie warnt davor, eine ICS-haltige Therapie während der Schwangerschaft abzusetzen. Eine gute Asthmakontrolle ist essenziell, um das Risiko für Frühgeburten und fetale Hypoxien durch Exazerbationen zu minimieren.

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Quelle: GINA 2024 Summary Guide for Asthma Management and Prevention (GINA, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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