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Apixaban: Dosierung, Indikation und Kontraindikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Kurzprofil der DrugBank-Datenbank. Apixaban ist ein direktes orales Antikoagulans (DOAK) aus der Gruppe der Faktor-Xa-Inhibitoren. Es wird in der Kardiologie und Angiologie zur Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt.

Der Wirkstoff hemmt direkt sowohl den freien als auch den an Gerinnsel gebundenen Faktor Xa. Dadurch werden laut DrugBank die intrinsischen und extrinsischen Gerinnungskaskaden unterbrochen.

Ein wesentlicher klinischer Vorteil von Apixaban ist die vorhersehbare Pharmakokinetik. Laut Quelle ist daher kein routinemäßiges Gerinnungsmonitoring erforderlich.

Empfehlungen

Indikationen

Laut DrugBank wird Apixaban für folgende klinische Anwendungsgebiete eingesetzt:

  • Schlaganfallprophylaxe bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern (basierend auf der ARISTOTLE-Studie)

  • Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE)

  • Prophylaxe venöser Thromboembolien (VTE) nach Hüft- oder Kniegelenksersatz

Pharmakokinetik und Applikation

Das pharmakologische Profil beschreibt eine orale Bioverfügbarkeit von etwa 50 Prozent. Maximale Plasmaspiegel werden nach drei bis vier Stunden erreicht, die Halbwertszeit liegt bei zwölf Stunden.

Die Elimination erfolgt laut Quelle dual: zu 25 Prozent renal und zu 75 Prozent hepatobiliär. Für Patienten mit Schluckbeschwerden wird darauf hingewiesen, dass die Tabletten zermörsert und über eine Magensonde verabreicht werden können.

Nebenwirkungen und Interaktionen

Als primäre Nebenwirkung wird das Blutungsrisiko genannt, wobei schwere Blutungen mit einer Inzidenz von zwei bis drei Prozent pro Jahr auftreten. Weitere unerwünschte Wirkungen umfassen Anämie, Hämatome, Übelkeit und Epistaxis.

Da Apixaban ein Substrat von CYP3A4 und P-Glykoprotein (P-gp) ist, bestehen relevante Wechselwirkungen. Die gleichzeitige Gabe von anderen Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmern oder NSAR erhöht das Blutungsrisiko.

Dosierung

Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungsschemata für Apixaban an:

IndikationStandarddosierungDosisanpassung / Bemerkung
Vorhofflimmern (Schlaganfallprophylaxe)5 mg zweimal täglich (BID)Reduktion auf 2,5 mg BID, wenn mindestens zwei Kriterien erfüllt sind: Alter ≥ 80 Jahre, Gewicht ≤ 60 kg, Kreatinin ≥ 1,5 mg/dL
TVT und Lungenembolie (Therapie)10 mg zweimal täglich (BID) für 7 TageErhaltungsdosis nach 7 Tagen: 5 mg zweimal täglich (BID)

Kontraindikationen

Laut DrugBank bestehen folgende Kontraindikationen für die Anwendung von Apixaban:

  • Aktive, klinisch signifikante Blutungen

  • Schwere Lebererkrankungen (Child-Pugh-Stadium C)

  • Mechanische Herzklappen

  • Gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4- und P-gp-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Ritonavir)

Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass auch die Kombination mit starken CYP3A4- und P-gp-Induktoren (wie Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin) vermieden werden sollte.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Dosierung von Apixaban zur Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern wird auf spezifische Kriterien zur Dosisreduktion hingewiesen. Die Quelle empfiehlt eine Reduktion auf 2,5 mg zweimal täglich nur dann, wenn mindestens zwei der drei folgenden Faktoren vorliegen: Alter ab 80 Jahren, Körpergewicht von maximal 60 kg oder ein Serumkreatinin von mindestens 1,5 mg/dL.

Häufig gestellte Fragen

Laut DrugBank-Profil ist aufgrund der vorhersehbaren Pharmakokinetik von Apixaban kein routinemäßiges Gerinnungsmonitoring erforderlich.

Die Quelle gibt an, dass Apixaban-Tabletten zermörsert werden können. Anschließend ist eine Verabreichung über eine Magensonde möglich.

Nein, das Vorliegen von mechanischen Herzklappen wird in der Datenbank als Kontraindikation für die Behandlung mit Apixaban aufgeführt.

Die gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4- und P-gp-Inhibitoren wie Ketoconazol oder Ritonavir ist laut Quelle kontraindiziert. Auch starke Induktoren wie Rifampicin sollten vermieden werden.

Das pharmakologische Profil gibt das Risiko für schwere Blutungen unter der Therapie mit Apixaban mit zwei bis drei Prozent pro Jahr an.

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Quelle: DrugBank: Apixaban - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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