Antiinfektiva: PK/PD, TDM und parenterale Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: PEG|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG) behandelt die pharmakokinetischen (PK) und pharmakodynamischen (PD) Eigenschaften von Antiinfektiva. Ziel ist es, ausreichende Wirkstoffkonzentrationen am Infektionsort zu erreichen und gleichzeitig Toxizität sowie Resistenzentwicklungen zu vermeiden.

Die physikochemischen Eigenschaften der Arzneistoffe bestimmen ihr Verteilungsvolumen und ihre Gewebepenetration. Lipophile Substanzen wie Fluorchinolone erreichen hohe intrazelluläre Konzentrationen, während hydrophile Antibiotika wie Beta-Laktame vornehmlich im Plasma und Interstitium verbleiben.

Besonders bei kritisch kranken Intensivpatienten weichen die Wirkortkonzentrationen häufig stark von den Plasmaspiegeln ab. Faktoren wie eine hyperdyname Kreislaufsituation, veränderte Proteinbindung oder Organdysfunktionen erfordern laut Leitlinie eine individualisierte Therapieanpassung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei Vorliegen einer Nieren- oder Leberinsuffizienz die initiale Ladedosis (Loading-Dose) eines Antibiotikums nicht reduziert werden darf. Eine sofortige Dosisreduktion kann dazu führen, dass erst nach mehreren Tagen wirksame Gewebespiegel erreicht werden, was den Therapieerfolg bei schweren Infektionen massiv gefährdet.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie hängt dies von der Lipophilie der Substanz ab. Bei hydrophilen Antibiotika wie Beta-Laktamen wird meist das ideale oder adjustierte Körpergewicht genutzt, während bei lipophilen Substanzen wie Fluorchinolonen das tatsächliche Körpergewicht herangezogen werden kann.

Nein, die Leitlinie stellt klar, dass die initiale Ladedosis (Loading-Dose) unabhängig von der Nieren- oder Leberfunktion identisch mit der von organgesunden Personen sein sollte. Erst die Erhaltungsdosis wird an die Organfunktion angepasst.

Eine prolongierte oder kontinuierliche Gabe wird besonders bei kritisch kranken Personen mit Sepsis oder zystischer Fibrose empfohlen. Die Leitlinie betont jedoch, dass eine kontinuierliche Infusion nur unter Kontrolle durch ein Therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) erfolgen sollte.

Bei lebensbedrohlichen Infektionen wie Meningitis oder Pneumonie empfiehlt die Leitlinie einen Vancomycin-Talspiegel von 15 bis 20 mg/l. Es wird jedoch gewarnt, dass ab 15 mg/l das Risiko für nephrotoxische Nebenwirkungen steigt.

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Quelle: PEG S2k Kalkulierte parenterale Initialtherapie - Pharmakokinetik und Pharmakodynamik (PEG). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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