CochraneIa2024

Akute Nierenschädigung (AKI): ESA-Gabe zur Prävention

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Eine akute Nierenschädigung (AKI) ist durch einen raschen Abfall der Nierenfunktion gekennzeichnet und tritt bei Krankenhauspatienten häufig auf. Schwere Verläufe sind mit einer hohen Sterblichkeit und erheblichen Gesundheitskosten verbunden.

Erythropoese-stimulierende Wirkstoffe (ESA) wie Erythropoetin werden primär zur Behandlung von Anämien eingesetzt. Da tierexperimentelle Studien auf eine mögliche nephroprotektive Wirkung durch entzündungshemmende und zellschützende Eigenschaften hindeuteten, wurde ein präventiver Nutzen beim Menschen vermutet.

Ein aktueller Cochrane Review untersuchte daher die Wirksamkeit und Sicherheit von ESAs zur Vorbeugung einer AKI. Analysiert wurden Daten von Personen mit einem erhöhten Risiko für Nierenschäden, beispielsweise im Rahmen von Herzoperationen oder intensivmedizinischen Behandlungen.

Empfehlungen

Der Cochrane Review fasst die Evidenz zur prophylaktischen Gabe von Erythropoese-stimulierenden Wirkstoffen (ESA) wie folgt zusammen:

Prävention und Überleben

Laut der Meta-Analyse haben ESAs im Vergleich zu Placebo oder Standardversorgung wahrscheinlich keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss auf das Risiko, eine akute Nierenschädigung (AKI) zu entwickeln. Ebenso wird berichtet, dass die präventive Gabe das Sterberisiko im Krankenhaus nicht signifikant senkt.

Nierenfunktion und Dialyse

Die Auswertung zeigt, dass ESAs möglicherweise keinen Unterschied hinsichtlich der Notwendigkeit einer neuen Dialysebehandlung machen. Zudem wird dargelegt, dass Parameter der Nierenfunktion weitgehend unbeeinflusst bleiben:

  • Keine signifikante Verbesserung der Serumkreatinin-Werte

  • Nur eine minimale, klinisch kaum relevante Veränderung des Cystatin-C-Spiegels

  • Keine Verkürzung der Aufenthaltsdauer im Krankenhaus

Unerwünschte Ereignisse

Der Review stellt fest, dass die Gabe von ESAs das Risiko für unerwünschte Ereignisse in den untersuchten Populationen nicht signifikant erhöht. Dies betrifft laut den Daten insbesondere:

  • Thrombosen

  • Myokardinfarkte

  • Schlaganfälle

  • Hypertonie

Die Autoren betonen jedoch, dass diese kardiovaskulären Ereignisse in den eingeschlossenen Studien generell selten auftraten.

Kontraindikationen

Der Cochrane Review mahnt zur Vorsicht beim Einsatz von ESAs zur Prävention einer akuten Nierenschädigung. Da kein präventiver Nutzen belegt ist, wird ein routinemäßiger Einsatz für diese Indikation nicht unterstützt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass Erythropoese-stimulierende Wirkstoffe (ESA) bei Risikopatienten nicht zur Prophylaxe einer akuten Nierenschädigung eingesetzt werden sollten. Trotz vielversprechender tierexperimenteller Daten konnte in klinischen Studien kein relevanter Nutzen für die Nierenfunktion, die Dialysevermeidung oder das Überleben nachgewiesen werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review reduzieren ESAs wahrscheinlich weder das Risiko für eine akute Nierenschädigung noch das Sterberisiko bei gefährdeten Personen. Ein präventiver Nutzen konnte nicht belegt werden.

Die Meta-Analyse zeigt, dass die prophylaktische Gabe von ESAs wahrscheinlich keinen Einfluss darauf hat, ob betroffene Personen dialysepflichtig werden. Die Raten an neuen Dialysepflichtigkeiten unterschieden sich nicht signifikant von der Kontrollgruppe.

Der Review fand keinen signifikanten Unterschied beim Auftreten von Thrombosen, Herzinfarkten oder Schlaganfällen zwischen der ESA-Gruppe und der Kontrollgruppe. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass diese Ereignisse in den Studien insgesamt selten waren.

Die eingeschlossenen Studien untersuchten vorwiegend Personen mit einem absehbaren Risiko für eine Nierenschädigung. Dazu gehörten Patienten nach Herzoperationen, Personen auf der Intensivstation sowie Neugeborene.

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Quelle: Cochrane Review: Erythropoiesis-stimulating agents for preventing acute kidney injury (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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