Adalimumab: Therapie bei Schwangerschaft und Stillzeit

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2024)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie (Embryotox). Adalimumab (Handelsname Humira) ist ein Biologikum aus der Wirkstoffklasse der TNF-alpha-Inhibitoren, das zur Behandlung verschiedener autoimmuner und entzündlicher Erkrankungen eingesetzt wird.

Die Risikoeinstufung für die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird von der Quelle generell als akzeptabel ("ACCEPTABLE") bewertet. Bisherige Registerdaten zeigen laut Monographie keine erhöhte Fehlbildungsrate unter der Therapie.

Empfehlungen

Die Embryotox-Monographie formuliert folgende Kernempfehlungen für den Einsatz von Adalimumab:

Anwendung in der Schwangerschaft

Im ersten Trimenon ist eine Fortführung der Therapie bei aktiver Grunderkrankung möglich. Da es sich um einen IgG1-Antikörper handelt, ist der Wirkstoff ab dem zweiten Trimenon plazentagängig.

Für das zweite und dritte Trimenon wird empfohlen, die letzte Gabe in der 20. bis 22. Schwangerschaftswoche (SSW) zu verabreichen. Dies dient der Minimierung der fetalen Exposition. Bei anhaltender Krankheitsaktivität muss laut Quelle jedoch eine individuelle Abwägung erfolgen.

Stillzeit

Die Anwendung in der Stillzeit wird als wahrscheinlich kompatibel eingestuft. Die Monographie begründet dies mit einer minimalen oralen Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs beim Säugling.

Monitoring und Alternativen

Es wird ein Monitoring auf Infektionszeichen bei der Mutter und dem Neugeborenen empfohlen. Als bevorzugte Alternative nennt die Quelle Certolizumab.

WirkstoffPlazentagängigkeitBesonderheit
AdalimumabJa (ab 2. Trimenon)IgG1-Antikörper
CertolizumabNeinFehlender Fc-Teil

Kontraindikationen

Die Monographie formuliert folgende wichtige Warnhinweise für das Neugeborene nach intrauteriner Exposition:

  • Es dürfen keine Lebendimpfungen beim Kind in den ersten 6 Lebensmonaten durchgeführt werden.

  • Das potenziell erhöhte Infektionsrisiko beim Neugeborenen ist zu beachten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxis-Hinweis der Embryotox-Monographie ist das absolute Verbot von Lebendimpfungen beim Neugeborenen in den ersten sechs Lebensmonaten nach intrauteriner Adalimumab-Exposition. Zudem wird darauf hingewiesen, dass bei Schwangerschaft Certolizumab aufgrund der fehlenden Plazentagängigkeit als Alternative bevorzugt werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox ist eine Fortführung im ersten Trimenon bei aktiver Grunderkrankung möglich. Um die fetale Exposition zu minimieren, wird die letzte Gabe idealerweise in der 20. bis 22. SSW empfohlen.

Die Monographie stuft die Anwendung in der Stillzeit als wahrscheinlich kompatibel ein. Dies wird mit der minimalen oralen Bioverfügbarkeit beim Säugling begründet.

Als bevorzugte Alternative wird Certolizumab genannt. Dieser Wirkstoff besitzt keinen Fc-Teil und ist daher nicht plazentagängig.

In den ersten sechs Lebensmonaten dürfen laut Quelle keine Lebendimpfungen beim Kind durchgeführt werden. Das generelle Infektionsrisiko des Neugeborenen ist dabei stets zu beachten.

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Quelle: Embryotox: Adalimumab (Humira) (Embryotox, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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