IQWiG2023

Acne inversa: Secukinumab vs. Adalimumab Zusatznutzen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die vorliegende Dossierbewertung des IQWiG untersucht den Zusatznutzen von Secukinumab. Das Anwendungsgebiet umfasst erwachsene Patientinnen und Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Hidradenitis suppurativa (Acne inversa).

Voraussetzung für die Behandlung ist ein unzureichendes Ansprechen auf eine konventionelle systemische Therapie. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Adalimumab festgelegt.

Hidradenitis suppurativa ist eine chronische Erkrankung, die mit Narbenbildung und Schmerzen einhergeht. Es besteht ein hoher therapeutischer Bedarf an Optionen, die eine anhaltende Schmerzfreiheit und eine Verbesserung der Lebensqualität erzielen.

Empfehlungen

Bewertung des Zusatznutzens

Laut IQWiG-Dossierbewertung ist ein Zusatznutzen von Secukinumab nicht belegt. Es wurden keine randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) identifiziert, die einen direkten Vergleich mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie Adalimumab ermöglichen.

Auch für einen indirekten Vergleich über einen Brückenkomparator lagen keine geeigneten Studiendaten vor. Die vorliegenden Studien (SUNSHINE und SUNRISE) wurden aufgrund einer zu kurzen randomisierten Vergleichsphase von 16 Wochen für diese chronische Erkrankung als nicht geeignet eingestuft.

Systemische Therapielinien

Der Bericht beschreibt die übliche Reihenfolge der systemischen Therapien bei Hidradenitis suppurativa. Folgende Wirkstoffklassen werden in den Leitlinien als Vortherapien aufgeführt:

TherapieschemaZugehörige Wirkstoffe (Beispiele)
Systemische TetracyclineDoxycyclin, Minocyclin, Tetracyclin
2er-Antibiotika-KombinationRifampicin + Clindamycin
3er-Antibiotika-KombinationRifampicin + Moxifloxacin + Metronidazol
Systemische RetinoideAcitretin
Systemische CarbapenemeErtapenem
Biologische TherapieAdalimumab

Kontraindikationen

Die Bewertung listet basierend auf der Fachinformation spezifische Gegenanzeigen und Warnhinweise für die Anwendung von Secukinumab auf:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile

  • Klinisch relevante, aktive Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose)

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Anwendung wird nicht empfohlen)

  • Schwangerschaft (Anwendung ist zu vermeiden)

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während und bis mindestens 20 Wochen nach der Behandlung zuverlässig verhüten. Zudem wird darauf hingewiesen, dass unter der Therapie keine Lebendimpfstoffe verabreicht werden sollten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Aspekt der Bewertung ist das Fehlen von Langzeitdaten im direkten Vergleich. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Patientinnen und Patienten, die nach 16 Behandlungswochen nicht auf Secukinumab ansprechen, ein Absetzen der Therapie erwogen werden sollte. Zudem ist vor Behandlungsbeginn eine latente Tuberkulose zwingend auszuschließen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung ist ein Zusatznutzen gegenüber Adalimumab nicht belegt. Es lagen keine geeigneten Studien für einen direkten oder indirekten Vergleich vor.

Der Wirkstoff ist für Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Erkrankung angezeigt. Voraussetzung ist ein unzureichendes Ansprechen auf eine konventionelle systemische Therapie.

Der Bericht nennt antimikrobielle Therapien als Standard. Insbesondere wird eine systemische Kombinationstherapie aus Clindamycin und Rifampicin aufgeführt.

Die Anwendung bei Patienten mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung wird nicht empfohlen. Bei einer Exazerbation bestehender Symptome sollte die Behandlung beendet werden.

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Quelle: IQWiG A23-51: Secukinumab (Hidradenitis suppurativa) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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