ClariMedClariMed
American Academy of Neurology (AAN)2018Neurologie

Multiple Sklerose: DMT-Algorithmen (AAN/Portugal)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf American Academy of Neurology (AAN) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Prävalenz der Multiplen Sklerose (MS) in Portugal liegt bei ca. 64,4 pro 100.000 Einwohner.
  • Neue krankheitsmodifizierende Therapien (DMTs) wie Ocrelizumab, Cladribin und Siponimod erweitern die Optionen bei schubförmig-remittierender MS (RRMS).
  • Die Therapieoptionen für progressive MS-Formen bleiben weiterhin limitiert.
  • Es wurden spezifische Algorithmen für Sonderfälle wie Schwangerschaft, Stillzeit sowie pädiatrische und spät beginnende MS entwickelt.
Frage zu dieser Leitlinie stellen...

Hintergrund

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische, autoimmunvermittelte und neurodegenerative Erkrankung. Sie ist durch Entzündung, Demyelinisierung und axonale/neuronale Schäden im zentralen Nervensystem gekennzeichnet.

Die Diagnose wird typischerweise bei jungen Erwachsenen im Alter von 30 bis 40 Jahren gestellt, wobei Frauen häufiger betroffen sind. Auch Kinder, Jugendliche und ältere Menschen können erkranken. In Portugal liegt die Prävalenz bei etwa 64,4 pro 100.000 Einwohner.

Krankheitsmodifizierende Therapien (DMT)

Durch die Entwicklung und Zulassung neuer krankheitsmodifizierender Therapien (DMTs) haben sich die Behandlungsoptionen in den letzten Jahren deutlich erweitert.

MS-VerlaufsformTherapeutische SituationGenannte Wirkstoffbeispiele
RRMS (schubförmig-remittierend)Erweiterte Therapieoptionen durch neue DMTsOcrelizumab, Cladribin, Siponimod
Progressive MSTherapieoptionen bleiben weiterhin limitiertKeine spezifischen im Text genannt

Behandlungsalgorithmen und Subtypen

Die Portuguese Multiple Sclerosis Study Group (2025) fordert eine dringende Überarbeitung der nationalen Behandlungsrahmenpläne, um aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und internationale Standards zu integrieren.

Ziel ist es, die Therapieauswahl zu verbessern, die sozioökonomische Belastung des Gesundheitssystems zu reduzieren und die Langzeitergebnisse der Patienten zu optimieren. Dafür wurden spezifische DMT-Algorithmen für folgende Subtypen und klinische Situationen entwickelt:

  • Radiologisch isoliertes Syndrom (RIS)
  • Klinisch isoliertes Syndrom (CIS)
  • Schubförmig-remittierende MS (RRMS)
  • Progressive MS
  • Pädiatrische MS (Pediatric-onset MS)
  • Spät beginnende MS (Late-onset MS)
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

💡Praxis-Tipp

Beachten Sie bei der Therapieplanung die spezifischen Algorithmen für Sonderfälle wie Schwangerschaft, Stillzeit oder pädiatrische/spät beginnende MS, da hier besondere Anforderungen an die DMT-Auswahl bestehen.

Häufig gestellte Fragen

Zu den neueren zugelassenen krankheitsmodifizierenden Therapien (DMTs) gehören unter anderem Ocrelizumab, Cladribin und Siponimod.
Im Gegensatz zur RRMS sind die therapeutischen Optionen für progressive Formen der Multiplen Sklerose weiterhin limitiert.
Es gibt angepasste Algorithmen für radiologisch und klinisch isolierte Syndrome, RRMS, progressive MS, pädiatrische und spät beginnende MS sowie für Schwangerschaft und Stillzeit.

Verwandte Leitlinien