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WHO2024

Patientensicherheitsrechte-Charta 2024 (WHO)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf WHO Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Weltweit erleidet etwa jeder zehnte Patient im Gesundheitswesen einen Schaden, wovon über 50 % vermeidbar wären.
  • Die WHO definiert 10 grundlegende Rechte zur Gewährleistung der Patientensicherheit.
  • Dazu gehören das Recht auf sichere Prozesse, qualifiziertes Personal und sichere medizinische Produkte.
  • Patienten haben ein Recht auf transparente Information, Einsicht in Akten und faire Lösungswege bei Zwischenfällen.
  • Die aktive Einbindung von Patienten und Angehörigen ist ein zentraler Baustein der sicheren Gesundheitsversorgung.
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Hintergrund

Weltweit erleidet etwa einer von zehn Patienten im Rahmen der Gesundheitsversorgung einen Schaden. Jährlich kommt es global zu mehr als drei Millionen Todesfällen aufgrund unsicherer Versorgung. Über 50 % dieser Schäden gelten als vermeidbar. Die WHO hat daher die Charta der Patientensicherheitsrechte (Patient safety rights charter) entwickelt, um die Sicherheit als grundlegendes Menschenrecht zu verankern.

Die 10 Rechte der Patientensicherheit

Die WHO definiert zehn Kernrechte, die zur Risikominderung und Vermeidung von Patientenschäden essenziell sind:

RechtBeschreibungKernaspekte
1. Recht auf rechtzeitige, wirksame und angemessene VersorgungEvidenzbasierte Behandlung ohne gefährliche Verzögerungen.Vermeidung von "Failure to rescue", 24/7-Verfügbarkeit, zeitnahe Befundmitteilung.
2. Recht auf sichere Prozesse und PraktikenRisikominimierung durch standardisierte Abläufe.Korrekte Patientenidentifikation, sichere Übergaben, Infektionsprävention, Vermeidung von Über-/Unterdiagnostik.
3. Recht auf qualifiziertes PersonalBehandlung durch kompetente Gesundheitsfachkräfte.Empathie, Integrität, Transparenz über Qualifikationen und Sicherheitsbewertungen der Einrichtung.
4. Recht auf sichere MedizinprodukteZugang zu und rationaler Einsatz von sicheren Produkten.Rationale Verschreibung, sichere Blutprodukte, Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW).
5. Recht auf sichere EinrichtungenPhysisch sichere, barrierefreie und resiliente Umgebungen."Universal Design", Brandschutz, Klimaresilienz, Infektionsschutz, Schutz vor Gewalt.
6. Recht auf Würde, Respekt und NichtdiskriminierungGleichbehandlung und Schutz der Privatsphäre.Keine Diskriminierung, Schutz vulnerabler Gruppen, Vertraulichkeit von Gesundheitsdaten.
7. Recht auf Information und EntscheidungsfindungVerständliche Aufklärung und unterstützte Entscheidungsfindung.Aufklärung über Risiken/Nutzen, Einbezug von KI-Risiken, Berücksichtigung des Patientenwillens.
8. Recht auf Zugang zur PatientenakteEinsicht und Kontrolle über eigene Gesundheitsdaten.Physische/elektronische Akten, Korrekturrecht, Datenschutz, sicherer Datentransfer.
9. Recht auf Gehör und faire LösungswegeBeschwerdemanagement ohne Angst vor Repressalien.Transparente Aufarbeitung von Zwischenfällen, psychologische Unterstützung, angemessene Entschädigung.
10. Recht auf Einbindung von Patienten und AngehörigenAktive Partnerschaft im Behandlungsprozess.Recht auf Zweitmeinung, Patientenverfügungen, Einbindung in gesundheitspolitische Entscheidungen.

Maßnahmen zur Implementierung

Um diese Rechte im klinischen Alltag und auf Systemebene zu verankern, fordert die WHO verschiedene Maßnahmen von den Mitgliedsstaaten und Gesundheitseinrichtungen:

  • Gesetzgebung und Richtlinien: Integration der Charta in nationale Gesetze und klinische Leitlinien.
  • Verantwortlichkeit: Etablierung von Meldewegen für Rechtsverletzungen und Ernennung von "Charter Champions" in Kliniken.
  • Kommunikation: Förderung der Gesundheitskompetenz (Health Literacy) der Bevölkerung.
  • Ausbildung: Schulung des Gesundheitspersonals in Patientensicherheitspraktiken.
  • Fehlerkultur: Aufbau unabhängiger Mechanismen zur Untersuchung von Beschwerden und zur Förderung einer transparenten Sicherheitskultur.

💡Praxis-Tipp

Etablieren Sie eine offene Fehlerkultur (z. B. durch CIRS), in der Patienten und Angehörige Sicherheitsbedenken ohne Angst vor negativen Konsequenzen äußern können. Beziehen Sie Angehörige aktiv in die Identifikation von Sicherheitsrisiken ein.

Häufig gestellte Fragen

Über 50 % der Schäden im Gesundheitswesen sind laut WHO-Daten präventabel.
Es beinhaltet unter anderem die korrekte Patientenidentifikation, sichere Übergaben, Infektionsprävention sowie die Vermeidung von Über- und Unterdiagnostik.
Sie haben das Recht, als aktive Partner in den Behandlungsprozess eingebunden zu werden, um potenzielle Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen, besonders wenn der Patient selbst nicht kommunizieren kann.
Patienten haben ein Recht auf transparente Erklärungen, unabhängige Untersuchungen, faire Lösungswege (inklusive Entschädigung) und psychologische Unterstützung.

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