StatPearls2026

Ranolazin bei chronischer Angina pectoris: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt Ranolazin als antianginöses Medikament zur Behandlung der chronischen stabilen Angina pectoris bei ischämischer Herzkrankheit. Es wird als Zusatztherapie zu Standardbehandlungen wie Betablockern, Calciumkanalblockern oder Nitraten eingesetzt.

Der genaue Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt. Ranolazin hemmt den späten Natriumeinstrom in ischämischen Herzmuskelzellen, was die intrazelluläre Calciumüberladung reduziert und die Wandspannung des Herzmuskels senkt.

Im Gegensatz zu anderen Antianginosa beeinflusst Ranolazin die Herzfrequenz und den Blutdruck nicht signifikant. Es wird in der Leber hauptsächlich über das Enzym CYP3A4 metabolisiert und ist ein Substrat von P-Glykoprotein.

Empfehlungen

Indikation und Einsatz

Laut Leitlinie wird Ranolazin für Personen mit chronischer koronarer Herzkrankheit empfohlen, die trotz Behandlung mit Betablockern, Calciumkanalblockern oder langwirksamen Nitraten symptomatisch bleiben. Es reduziert die Häufigkeit von Angina-Anfällen und verbessert die körperliche Belastbarkeit.

Off-Label-Anwendungen

Die Leitlinie erwähnt, dass Ranolazin gelegentlich zur Unterdrückung ventrikulärer Arrhythmien eingesetzt wird. Bei Vorliegen eines Long-QT-Syndroms Typ 3 wird es genutzt, um das korrigierte QT-Intervall (QTc) zu verkürzen und wiederkehrende Arrhythmien zu verringern.

Überwachung und Monitoring

Es wird ein engmaschiges Monitoring folgender Parameter empfohlen:

  • Das QTc-Intervall, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme anderer QT-verlängernder Medikamente

  • Blutzuckerwerte bei gleichzeitiger Gabe von Metformin, da Ranolazin die Metformin-Spiegel erhöht

  • Nierenfunktion (Serumkreatinin, BUN) bei einer Kreatininclearance unter 60 ml/min

  • Neurologische Nebenwirkungen, vor allem bei hohen Dosierungen

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende Dosierungsempfehlungen für Erwachsene vor:

FormulierungInitialdosisErhaltungsdosisMaximaldosis
Retardtabletten500 mg zweimal täglichTitration nach Verträglichkeit1000 mg zweimal täglich

Bei gleichzeitiger Gabe von moderaten CYP3A-Inhibitoren (wie Verapamil, Diltiazem, Erythromycin) darf die Dosis 500 mg zweimal täglich nicht überschreiten. Die Tabletten dürfen nicht zerkleinert, zerbrochen oder zerkaut werden.

Für Personen mit Nierenfunktionsstörungen (Kreatininclearance unter 30 ml/min) sollte die Therapie nicht begonnen werden. Bei Dialysepflichtigkeit gibt es keine etablierten Dosierungsempfehlungen.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende absolute Kontraindikationen für die Anwendung von Ranolazin:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Bestandteile

  • Gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Clarithromycin, Nelfinavir)

  • Gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Phenobarbital, Johanniskraut)

  • Leberzirrhose oder schwere Lebererkrankungen

Zudem wird vor der gleichzeitigen Anwendung mit anderen QT-verlängernden Medikamenten gewarnt. Bei einer familiären Vorbelastung für ein Long-QT-Syndrom ist besondere Vorsicht geboten.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, dass Ranolazin die Plasmakonzentration von Metformin signifikant erhöhen kann. Es wird empfohlen, bei einer Dosierung von 1000 mg Ranolazin zweimal täglich die Tageshöchstdosis von Metformin auf 1700 mg zu begrenzen. Zudem wird auf das Risiko eines Ranolazin-induzierten BRASH-Syndroms (Bradykardie, Nierenversagen, AV-Block, Schock, Hyperkaliämie) hingewiesen, insbesondere bei vorbestehender Herzerkrankung und Einnahme von AV-Knoten-Blockern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie gibt es keine spezifischen Dosisanpassungen, jedoch wird bei einer Kreatininclearance unter 60 ml/min zur Vorsicht geraten. Bei einer Clearance unter 30 ml/min sollte die Therapie nicht begonnen werden.

Ja, aber da es sich um moderate CYP3A-Inhibitoren handelt, erhöhen sie die Ranolazin-Spiegel. Die Leitlinie empfiehlt in diesen Fällen, die Ranolazin-Dosis auf maximal 500 mg zweimal täglich zu begrenzen.

Es wird eine unterstützende Therapie mit EKG-Überwachung empfohlen. Da Ranolazin stark an Plasmaproteine gebunden ist, ist eine Hämodialyse laut Leitlinie nicht effektiv zur Giftentfernung.

Ja, Ranolazin hemmt den IKr-Strom und kann das QT-Intervall dosisabhängig verlängern. Die Leitlinie empfiehlt daher ein EKG-Monitoring, besonders wenn andere QT-verlängernde Medikamente eingenommen werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Antianginosa hat Ranolazin laut Leitlinie keine signifikanten Auswirkungen auf die Herzfrequenz oder den Blutdruck. Dies macht es zu einer Option für Personen, die hämodynamisch keine weiteren Senkungen tolerieren.

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Quelle: StatPearls: Ranolazine (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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