StatPearls2026

Propranolol: StatPearls Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Monographie beschreibt Propranolol als einen unselektiven Beta-Adrenozeptor-Antagonisten. Es handelt sich um den Prototyp dieser Wirkstoffklasse, der kompetitiv Beta-1- und Beta-2-Rezeptoren blockiert.

Durch die Blockade der Beta-1-Rezeptoren am Herzen kommt es zu einer Abnahme der Herzfrequenz und der Kontraktilität. Dies führt laut Leitlinie zu einem verringerten myokardialen Sauerstoffbedarf und begünstigt das myokardiale Remodeling.

Die Blockade der Beta-2-Rezeptoren verhindert hingegen die Relaxation der glatten Muskulatur. Dies führt laut Text zu einer leichten Vasokonstriktion und potenziellen Bronchokonstriktion. Der Wirkstoff wird hepatisch metabolisiert und weist bei gesunder Nierenfunktion eine Halbwertszeit von drei bis sechs Stunden auf.

Empfehlungen

Indikationen

Die Leitlinie nennt eine Vielzahl von kardiovaskulären und nicht-kardiovaskulären Indikationen für Propranolol. Zu den etablierten Anwendungsgebieten gehören:

  • Angina pectoris und Vorbeugung akuter ischämischer Attacken

  • Tachyarrhythmien und Vorhofflimmern

  • Herzinsuffizienz und koronare Herzkrankheit

  • Hyperthyreose-induzierte thyreotoxische Krise

  • Migräneprophylaxe, essenzieller Tremor und Restless-Legs-Syndrom

  • Infantile Hämangiome

Als Off-Label-Use wird die Behandlung von Leistungsangst aufgeführt. Dies zielt auf die Linderung sympathisch vermittelter Symptome wie Tachykardie und Schwitzen ab.

Überwachung

Bei einer Therapie mit Propranolol wird eine regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Puls und Atemfrequenz empfohlen. Dies gilt laut Quelle insbesondere für Personen mit koronarer Herzkrankheit oder COPD.

Erfolgt die Gabe intravenös, beispielsweise bei einem Schilddrüsensturm, wird ein kontinuierliches kardiales Monitoring im stationären Setting empfohlen.

Management von Überdosierungen

Bei dem Verdacht auf eine Überdosierung mit Betablockern wird die sofortige Gabe von Glukagon empfohlen. Glukagon hat sich laut Quelle als sehr effektiv erwiesen, um die Herzfrequenz und die myokardiale Kontraktilität wieder zu steigern.

Dosierung

Die spezifischen Dosierungen von Propranolol variieren stark und sind primär von der zu behandelnden Erkrankung abhängig. Bei Leber- oder Nierenfunktionseinschränkungen wird eine Dosisanpassung empfohlen, um Toxizität zu vermeiden.

ApplikationswegDosierungshinweisÜberwachung
OralIndikationsabhängig variabelRegelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Puls
IntravenösLangsame InfusionKontinuierliches EKG-Monitoring zwingend erforderlich
Toxische Dosis> 1 g innerhalb von 24 StundenPotenziell letal, erfordert sofortige Glukagon-Gabe

Kontraindikationen

Laut Monographie bestehen folgende Kontraindikationen für die Anwendung von Propranolol:

  • Bradykardie mit einer Herzfrequenz von unter 60 Schlägen pro Minute

  • Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale, COPD oder Emphysem

  • Kokain-Toxizität

Zudem wird zu extremer Vorsicht bei Diabetes mellitus geraten. Der Wirkstoff kann Warnsymptome einer Hypoglykämie wie Tachykardie, Schwitzen und Schwindel maskieren.

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💡Praxis-Tipp

Die Monographie warnt ausdrücklich vor dem Einsatz von unselektiven Betablockern wie Propranolol bei einer Kokain-Intoxikation. Es wird betont, dass dies zu einer ungebremsten Alpha-Rezeptor-Aktivität führen kann, was massive und potenziell letale Blutdruckkrisen zur Folge hat. Ebenso wird darauf hingewiesen, dass bei Asthma-Betroffenen die Notfallgabe von Epinephrin durch die Beta-2-Blockade problematisch werden kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Monographie wird bei einer Überdosierung die sofortige Gabe von Glukagon empfohlen. Dies wirkt der Bradykardie entgegen und steigert die myokardiale Kontraktilität.

Propranolol ist ein unselektiver Betablocker, der auch Beta-2-Rezeptoren in der Lunge blockiert. Dies führt laut Quelle zu einer Konstriktion der glatten Muskulatur und verschlechtert die Atemfunktion.

Die Leitlinie rät zu extremer Vorsicht bei der Anwendung bei Diabetes. Der Wirkstoff kann wichtige Warnsymptome einer Unterzuckerung, wie Tachykardie und Schwitzen, maskieren.

Der Wirkstoff wird vorwiegend über die Nieren ausgeschieden. Bei einer gesunden Nierenfunktion beträgt die Halbwertszeit laut Text etwa drei bis sechs Stunden.

Ja, die Monographie erwähnt den Off-Label-Use von Propranolol bei Leistungsangst. Es lindert sympathisch vermittelte Symptome wie Herzrasen, Schwitzen und Erröten.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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