StatPearls2026

Atenolol Dosierung & Indikation: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Artikel basiert auf der StatPearls-Zusammenfassung zu Atenolol. Atenolol ist ein kardioselektiver Beta-1-Rezeptorantagonist der zweiten Generation.

Das Medikament senkt die Herzfrequenz, den Blutdruck und die myokardiale Kontraktilität. Aufgrund seiner geringen Lipidlöslichkeit passiert es die Blut-Hirn-Schranke kaum, was zu weniger zentralnervösen Nebenwirkungen führt.

Zu den von der FDA zugelassenen Indikationen gehören die arterielle Hypertonie, die Angina pectoris und der akute Myokardinfarkt. Darüber hinaus wird der Wirkstoff off-label unter anderem zur Migräneprophylaxe und bei Thyreotoxikose eingesetzt.

Empfehlungen

Indikationsstellung und Therapiebeginn

Laut StatPearls wird der Einsatz von Atenolol primär bei kardiovaskulären Erkrankungen wie Hypertonie und Angina pectoris empfohlen. Bei einem akuten Myokardinfarkt sollte die intravenöse Gabe idealerweise innerhalb von 12 Stunden nach dem Ereignis erfolgen.

Für den Off-Label-Gebrauch nennt der Text folgende Einsatzgebiete:

  • Migräneprophylaxe (gemäß Leitlinien der American Academy of Neurology)

  • Behandlung von supraventrikulären Tachykardien

  • Symptomkontrolle bei Thyreotoxikose

  • Alternative zu Propranolol bei infantilen Hämangiomen

Überwachung und Monitoring

Da Atenolol primär renal ausgeschieden wird, wird eine Überprüfung der Nierenfunktion vor Therapiebeginn sowie im weiteren Verlauf empfohlen. Bei einer Kreatininclearance unter 35 ml/min ist eine Dosisreduktion erforderlich.

Zusätzlich wird zu folgenden Kontrolluntersuchungen geraten:

  • Regelmäßige Überwachung von Blutdruck und Herzfrequenz

  • Lungenfunktionstests bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen in der Anamnese

  • Blutzuckerkontrollen bei Diabetikern, da Hypoglykämie-Symptome maskiert werden können

Absetzen der Therapie

Der Text warnt ausdrücklich vor einem abrupten Absetzen von Atenolol (Boxed Warning). Es wird ein schrittweises Ausschleichen empfohlen, um eine Verschlechterung einer Angina pectoris, einen Myokardinfarkt oder ventrikuläre Arrhythmien zu vermeiden.

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende Dosierungsempfehlungen für Erwachsene vor:

IndikationInitiale DosisErhaltungsdosis / MaximaldosisBemerkung
Hypertonie50 mg/Tag (p.o.)100 mg/TagHöhere Dosen bringen meist keinen Zusatznutzen
Angina pectoris50 mg/Tag (p.o.)100-200 mg/TagAusschleichen bei Absetzen erforderlich
Akuter Myokardinfarkt5 mg i.v. über 5 Min., dann 5 mg i.v. nach 10 Min.50 mg p.o. nach 12h, dann 50 mg 2x/Tag oder 100 mg/TagErhaltungsdosis für 6-9 Tage oder bis Entlassung
Migräneprophylaxe (Off-Label)25 mg/Tag (p.o.)Titration bis max. 100 mg/TagDosisanpassung alle 1-2 Wochen
Supraventrikuläre Tachykardie (Off-Label)25-50 mg/Tag (p.o.)Max. 100 mg/TagTitration nach Verträglichkeit
Thyreotoxikose (Off-Label)25-50 mg/Tag (p.o.)Max. 100 mg 2x/TagZur Symptomkontrolle

Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz

KreatininclearanceEmpfohlene Maximaldosis
> 30 ml/minKeine Anpassung erforderlich
10 - 30 ml/minMax. 50 mg/Tag
< 10 ml/minMax. 25 mg/Tag

Bei Patienten, die sich einer Hämodialyse unterziehen, wird die Verabreichung des Medikaments nach der Dialysesitzung empfohlen.

Kontraindikationen

Laut StatPearls gelten folgende absolute Kontraindikationen für die Gabe von Atenolol:

  • Sinusbradykardie

  • AV-Block II. oder III. Grades

  • Kardiogener Schock

  • Dekompensierte Herzinsuffizienz

  • Schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

  • Phäochromozytom und metabolische Azidose

Zudem wird von der Anwendung in der Schwangerschaft abgeraten, da das Risiko für intrauterine Wachstumsretardierungen besteht. Auch in der Stillzeit wird aufgrund möglicher neonataler Hypoglykämien und Bradykardien von der Einnahme abgeraten.

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💡Praxis-Tipp

Ein abrupter Therapieabbruch von Atenolol sollte laut Leitlinie zwingend vermieden werden, da dies zu einer akuten Verschlechterung einer Angina pectoris oder zu einem Myokardinfarkt führen kann. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Atenolol die klinischen Warnzeichen einer Hypoglykämie bei Diabetikern sowie einer beginnenden Thyreotoxikose maskieren kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls ist bei einer Kreatininclearance zwischen 10 und 30 ml/min eine maximale Dosis von 50 mg pro Tag empfohlen. Fällt die Clearance unter 10 ml/min, sollte die Dosis auf maximal 25 mg täglich reduziert werden.

Die Leitlinie rät von der Einnahme während der Schwangerschaft ab, da ein Risiko für intrauterine Wachstumsretardierungen und ein niedriges Geburtsgewicht besteht. Als bevorzugte Alternative bei chronischer Hypertonie in der Schwangerschaft wird Labetalol genannt.

Es wird empfohlen, den Betablocker mehrere Tage vor dem Absetzen von Clonidin auszuschleichen und vollständig abzusetzen. Dies dient der Vermeidung einer lebensbedrohlichen Rebound-Hypertonie.

Die Therapie erfolgt primär supportiv, unter anderem durch Magenspülung oder Aktivkohle bei oraler Aufnahme. Bei schwerer Bradykardie wird die Gabe von intravenösem Epinephrin, Atropin oder Glukagon empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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