StatPearls2026

Unmyelinisierte Nervenfasern (C-Fasern): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der StatPearls-Artikel befasst sich mit der Neuroanatomie unmyelinisierter Nervenfasern, insbesondere der C-Fasern. Diese sind essenziell für die Weiterleitung spezifischer afferenter sensorischer Informationen aus der Peripherie in das zentrale Nervensystem.

Obwohl sie keine Myelinscheide besitzen, werden C-Fasern von Schwann-Zellen umhüllt und bilden sogenannte Remak-Bündel. Sie leiten elektrische Signale deutlich langsamer als myelinisierte Fasern, da ihnen die isolierende Schicht für eine saltatorische Erregungsleitung fehlt.

Zu den Hauptfunktionen dieser Fasern gehört die Übertragung von Temperaturreizen, brennendem Schmerz und Juckreiz. Die Signale werden primär in die Laminae I und II des dorsalen Rückenmarks geleitet und von dort weiterverarbeitet.

Empfehlungen

Der Text beschreibt folgende Kernaspekte zu unmyelinisierten Nervenfasern:

Klassifikation der C-Fasern

Es wird eine Einteilung der unmyelinisierten C-Fasern anhand ihrer Reaktion auf mechanische und thermische Reize vorgenommen.

FasertypEigenschaftenKlinische Funktion
C-taktile Afferenzen (CT)Geringe Latenzverzögerung, langsame LeitungVermittlung von sanfter Berührung und sozialem Kontakt
C-mechanosensitive Nozizeptoren (CM)Axonale Latenzverzögerung bei ReizungReaktion auf mechanische und thermische Schmerzreize
Mechano-insensitive Fasern (CMi)Reagieren nicht primär auf Druck oder HitzeAuslösung neurogener Entzündungen und Hyperalgesie
Stumme AfferenzenZunächst inaktivSensibilisierung durch entzündliche Hautprozesse

Physiologie der Reizleitung

Es wird beschrieben, dass die Leitungsgeschwindigkeit in unmyelinisierten Fasern proportional zur Quadratwurzel des axonalen Durchmessers ist. Dies hängt eng mit der Dichte der Natriumkanäle auf der Membran zusammen.

  • Die Fasern leiten Signale mit einer langsamen Geschwindigkeit von etwa 1 m/s.

  • Sie sind verantwortlich für den sekundären, brennenden Schmerz, der dem schnellen, stechenden Schmerz der A-delta-Fasern folgt.

  • Die Reizübertragung erfolgt durch kontinuierliche Ausbreitung des Aktionspotenzials entlang der gesamten Axonmembran.

Klinische Bedeutung bei Schmerzsyndromen

Die Autoren betonen die zentrale Rolle der C-Fasern bei chronischen Schmerzerkrankungen und der Schmerzmodulation.

  • Bei über 50 % der Personen mit Fibromyalgie liegt eine Pathologie der kleinen Nervenfasern (Small-Fiber-Pathologie) vor.

  • Sanftes Streicheln (ca. 3 cm/s) kann über C-taktile Fasern eine spinale Hemmung nozizeptiver Neurone bewirken und schmerzlindernd wirken.

  • Nach Nervenverletzungen zeigen regenerierte C-Fasern oft eine chronische Übererregbarkeit, was zur Entstehung von neuropathischen Schmerzen beiträgt.

Regeneration nach Nervenverletzungen

Laut StatPearls haben unmyelinisierte Axone ein deutlich geringeres Regenerationspotenzial als myelinisierte Fasern.

  • Nur etwa ein Drittel der unmyelinisierten Afferenzen erreicht nach einer Durchtrennung wieder die Haut.

  • Die fehlende Myelinscheide erschwert das gezielte Auswachsen entlang der Schwann-Zell-Röhren.

  • Ein Großteil der nicht regenerierten Fasern stirbt im weiteren Verlauf ab.

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💡Praxis-Tipp

Der StatPearls-Artikel hebt hervor, dass C-Fasern nach peripheren Nervenverletzungen ein hohes Risiko für eine fehlerhafte Regeneration aufweisen. Es wird beschrieben, dass diese Fasern häufig eine chronische Übererregbarkeit entwickeln, was sie zu einem zentralen Faktor bei der Entstehung von neuropathischen Schmerzen macht. Zudem wird bei über der Hälfte der Fibromyalgie-Fälle eine pathologische Veränderung dieser kleinen Nervenfasern beobachtet.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls sind C-Fasern primär für die langsame Weiterleitung von Temperaturreizen, brennendem Schmerz und Juckreiz verantwortlich. Zudem vermitteln spezielle C-taktile Fasern das Gefühl von sanfter, angenehmer Berührung.

Die Leitungsgeschwindigkeit von C-Fasern ist mit etwa 1 m/s sehr langsam. Der Text beschreibt, dass dies den verzögerten, brennenden Zweitschmerz nach einer akuten Verletzung erklärt.

Der Artikel führt an, dass bei mehr als 50 % der Betroffenen mit Fibromyalgie eine Pathologie der kleinen Nervenfasern (Small-Fiber-Pathologie) vorliegt. Dies stellt einen wichtigen Erklärungsansatz für die chronischen Schmerzen bei diesem Syndrom dar.

Das Regenerationspotenzial ist im Vergleich zu myelinisierten Fasern deutlich reduziert. Es wird beschrieben, dass nur etwa ein Drittel der Fasern die Haut wieder erreicht, wobei viele davon eine chronische Übererregbarkeit entwickeln.

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Quelle: StatPearls: Neuroanatomy, Unmyelinated Nerve Fibers (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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