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Le-Fort-Frakturen (Mittelgesicht): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Le-Fort-Frakturen sind komplexe Knochenbrüche des Mittelgesichts, die durch stumpfe Gewalteinwirkung entstehen. Definitionsgemäß ist bei diesen Verletzungen immer der Processus pterygoideus des Keilbeins (Os sphenoidale) mitbetroffen.

Die häufigsten Ursachen sind Verkehrsunfälle, physische Auseinandersetzungen und Stürze. Während Hochrasanztraumata eher zu schweren Frakturmustern führen, resultieren Stürze aus dem Stand oft in isolierten oder weniger komplexen Brüchen.

Im Vergleich zu Nasenbein- oder Unterkieferfrakturen machen Le-Fort-Frakturen einen kleineren Teil der Gesichtstraumata aus. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen, wobei das Durchschnittsalter der Patienten meist zwischen 20 und 30 Jahren liegt.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie von Le-Fort-Frakturen.

Klassifikation

Die Einteilung der Frakturen erfolgt anhand ihres Verlaufs in drei Schweregrade:

TypVerlaufCharakteristika
Le Fort IHorizontalTrennt den harten Gaumen und die obere Zahnreihe vom restlichen Mittelgesicht
Le Fort IIPyramidalVerläuft über die Nasenwurzel, die Maxilla und den inferioren Orbitaboden
Le Fort IIITransversalKomplette kraniofaziale Dissoziation, betrifft den Jochbogen und das nasoorbitoethmoidale Komplexe

Diagnostik und Erstversorgung

Die initiale Evaluation sollte strikt nach den ATLS-Protokollen (Advanced Trauma Life Support) erfolgen. Die Sicherung der Atemwege und die Stabilisierung der Halswirbelsäule haben dabei höchste Priorität.

Für die radiologische Beurteilung wird eine hochauflösende Computertomographie (CT) des Gesichtsschädels mit einer Schichtdicke von maximal 3 mm empfohlen. Dreidimensionale Rekonstruktionen können dem chirurgischen Team bei der Operationsplanung helfen.

Zusätzlich wird eine ophthalmologische Untersuchung empfohlen, um Verletzungen des Bulbus vor der Frakturversorgung auszuschließen. Bei Verdacht auf eine Liquorfistel (z.B. durch das Halo-Zeichen) sollte eine entsprechende laborchemische Diagnostik eingeleitet werden.

Chirurgisches Management

Die operative Rekonstruktion beginnt laut Text in der Regel mit der Wiederherstellung der Okklusion. Dies wird meist durch eine maxillomandibuläre Fixation (MMF) erreicht.

Anschließend erfolgt die chirurgische Freilegung, Reposition und Fixation der Knochenfragmente. Hierbei wird empfohlen, mobile Segmente an stabilen Strukturen zu fixieren und die vertikalen sowie horizontalen Pfeiler des Gesichts mit Titanplatten wiederherzustellen.

Zur Reduktion von intraoperativen Blutungen und postoperativem Ödem wird der Einsatz von Tranexamsäure und Kortikosteroiden beschrieben. Zudem wird eine perioperative Antibiotikaprophylaxe empfohlen, insbesondere wenn Implantate eingebracht werden oder die Nasennebenhöhlen beteiligt sind.

Kontraindikationen

Bei Verdacht auf eine Schädelbasisfraktur ist eine nasotracheale Intubation kontraindiziert. Es besteht das Risiko einer intrakraniellen Fehlleitung des Tubus.

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💡Praxis-Tipp

Laut Text ist die Sicherung der Atemwege bei komplexen Mittelgesichtsfrakturen aufgrund von Blutungen und anatomischen Verzerrungen oft erschwert. Es wird betont, bei Verdacht auf eine Schädelbasisfraktur zwingend auf eine nasotracheale Intubation zu verzichten und stattdessen einen orotrachealen oder chirurgischen Atemweg zu etablieren.

Häufig gestellte Fragen

Die Einteilung erfolgt in drei Typen (I, II, III) basierend auf dem Frakturverlauf. Alle Typen beinhalten definitionsgemäß eine Fraktur der Processus pterygoidei.

Die Leitlinie empfiehlt eine hochauflösende Computertomographie (CT) mit Schichtdicken von maximal 3 mm. 3D-Rekonstruktionen können bei der Operationsplanung helfen.

Gemäß dem Text beginnt die Rekonstruktion mit der Wiederherstellung der Okklusion. Dies erfolgt in der Regel durch eine maxillomandibuläre Fixation (MMF).

Ein Hinweis kann das sogenannte "Halo-Zeichen" auf einem Papiertuch sein, wenn sich klare Flüssigkeit von einem Bluttropfen absetzt. Bei Verdacht wird eine laborchemische Untersuchung auf Beta-2-Transferrin empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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