StatPearls2026

Hyperbare Sauerstofftherapie bei Ischämie-Reperfusionsschaden

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ischämie-Reperfusionsverletzungen (IRI) treten auf, wenn die Durchblutung nach einer Ischämie wiederhergestellt wird. Dies kann bei Traumata, nach Thrombolysen, bei Kompartmentsyndromen oder Organtransplantationen passieren.

Paradoxerweise führt die Reperfusion oft zu schwereren Gewebeschäden als die anfängliche Ischämie. Die Pathophysiologie umfasst oxidativen Stress durch reaktive Sauerstoffspezies (ROS), Entzündungsreaktionen und mikrovaskuläre Dysfunktion.

Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) zielt darauf ab, diese Schäden zu mindern. Sie erhöht den gelösten Sauerstoff im Blut um das 20-Fache und unterstützt die zelluläre Erholung durch Reduktion von Ödemen und Förderung der Mikrozirkulation.

Empfehlungen

Der StatPearls-Text formuliert folgende Kernaspekte für den Einsatz der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBOT) bei Ischämie-Reperfusionsverletzungen:

Indikation und Timing

Es wird betont, dass die HBOT innerhalb von 6 Stunden nach der Reperfusionsverletzung begonnen werden sollte, um effektiv zu sein.

Obwohl die Undersea and Hyperbaric Medical Society (UHMS) keine spezifische Indikation für IRI hat, wird die Therapie für verwandte Zustände empfohlen. Dazu gehören kompromittierte Transplantate, akute traumatische Ischämien und nekrotisierende Weichteilinfektionen.

Behandlungsparameter

Die Therapie erfolgt im Allgemeinen bei einem Druck zwischen 1,9 und 3,0 ATA (Atmosphären absolut).

Für kompromittierte Transplantate oder Lappenplastiken empfiehlt die UHMS spezifisch eine Behandlung bei 2 bis 2,5 ATA für 90 bis 120 Minuten. Die Anzahl der Sitzungen sollte basierend auf der klinischen Reaktion des Gewebes kontinuierlich evaluiert werden.

Vorbereitung der Patienten

Bei intubierten Patienten wird empfohlen, den Cuff des Endotrachealtubus mit Flüssigkeit statt mit Luft zu füllen. Dies verhindert druckbedingte Volumenverluste und Leckagen während der Kompression in der Druckkammer.

Für intravenöse Infusionen während der HBOT müssen spezielle druckgeprüfte Schläuche und Pumpen verwendet werden. Diese müssen den höheren Drücken in der Kammer sicher standhalten.

Überwachung und Komplikationen

Das Behandlungsteam sollte auf Anzeichen einer zentralnervösen Sauerstofftoxizität achten. Zu den Warnsignalen gehören Kopfschmerzen, Tinnitus, Sehstörungen, Parästhesien und Krampfanfälle.

Zudem wird eine Überwachung auf pulmonale Sauerstofftoxizität empfohlen. Diese äußert sich durch Kitzeln oder Brennen beim Einatmen, Hämoptysen und Dyspnoe.

Kontraindikationen

Der Text nennt folgende absolute und relative Kontraindikationen für die HBOT:

Als absolute Kontraindikation gilt ein unbehandelter Pneumothorax. Hierbei besteht die Gefahr, dass sich unter den erhöhten Druckbedingungen ein lebensbedrohlicher Spannungspneumothorax entwickelt.

Folgende Medikamente sind laut Text kontraindiziert:

MedikamentGrund für die Kontraindikation
BleomycinRisiko einer interstitiellen Pneumonitis
CisplatinBeeinträchtigte Wundheilung
DisulfiramBlockiert die Superoxiddismutase
DoxorubicinKardiotoxizität
Mafenid (Sulfamylon)Beeinträchtigte Wundheilung

Zudem werden mehrere relative Kontraindikationen aufgeführt:

  • Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

  • Klaustrophobie und Infektionen der oberen Atemwege

  • Hohes Fieber oder bekannte Anfallsleiden (senken die Krampfschwelle)

  • Herzschrittmacher oder implantierte Schmerzpumpen (müssen druckgeprüft sein)

  • Schwangerschaft (Ausnahme: Notfälle wie Kohlenmonoxidvergiftung)

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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Aspekt bei der Vorbereitung intubierter Patienten auf die hyperbare Sauerstofftherapie ist der Austausch der Luft im Tubus-Cuff durch Flüssigkeit. Dies verhindert, dass der Cuff unter den erhöhten Druckbedingungen in der Kammer an Volumen verliert, was zu Leckagen oder einer gefährlichen Dislokation des Tubus führen könnte.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls-Text sollte die Therapie idealerweise innerhalb von 6 Stunden nach der Verletzung eingeleitet werden. Ein früherer Beginn erhöht die Wirksamkeit bei der Begrenzung von Gewebeschäden deutlich.

Die Behandlung erfolgt im Allgemeinen bei Drücken zwischen 1,9 und 3,0 Atmosphären absolut (ATA). Für kompromittierte Lappenplastiken wird spezifisch ein Druck von 2,0 bis 2,5 ATA für 90 bis 120 Minuten empfohlen.

Die häufigste Nebenwirkung ist das Mittelohr-Barotrauma, das bei etwa 10 % der Behandlungen auftritt. Es äußert sich meist als Ohrenschmerz während der Dekompression und kann in schweren Fällen zu einer Trommelfellruptur führen.

Die Auswirkungen der HBOT in der Schwangerschaft sind weitgehend unbekannt, weshalb sie als relative Kontraindikation gilt. In lebensbedrohlichen Notfällen, wie einer Kohlenmonoxidvergiftung, kann sie jedoch angewendet werden.

Zu den Warnsymptomen einer zentralnervösen Sauerstofftoxizität gehören Kopfschmerzen, Tinnitus, Sehstörungen und Parästhesien. Im schwersten Fall kann es zu Krampfanfällen kommen.

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Quelle: StatPearls: Hyperbaric Treatment of Ischemia Reperfusion Injury (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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