StatPearls2026

Gordon-Reflex: StatPearls Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gordon-Reflex ist ein pathologischer Fußsohlenreflex, der zur Beurteilung der Integrität des Tractus corticospinalis dient. Er gehört zu den Babinski-äquivalenten Reflexen und weist auf eine Läsion des ersten Motoneurons (Upper Motor Neuron) hin.

Anatomisch wird der Reflex durch eine Kompression der Wadenmuskulatur (Musculus gastrocnemius und Musculus soleus) ausgelöst. Bei einer Schädigung des pyramidalen Systems fällt die normale segmentale Abwärtsreaktion weg, was zu einer pathologischen Streckung der Zehen führt.

Die Untersuchung erfordert keine speziellen Instrumente und kann schnell am Krankenbett durchgeführt werden. Sie dient als wertvolle Ergänzung der neurologischen Basisuntersuchung in verschiedenen klinischen Settings.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt folgende Kernaspekte für die klinische Anwendung:

Indikation und Stellenwert

Der Gordon-Reflex wird als ergänzende Untersuchung bei Verdacht auf eine Dysfunktion der Pyramidenbahn beschrieben. Er ist laut Text besonders wertvoll, wenn der klassische Babinski-Reflex nicht zuverlässig beurteilbar ist.

Dies ist häufig der Fall bei:

  • Mangelnder Kooperation der untersuchten Person

  • Wunden an der Fußsohle

  • Starker Schmerzempfindlichkeit der Fußsohle mit unwillkürlicher Rückzugsreaktion

Durchführung und Befundung

Für die Untersuchung wird eine Rückenlage mit ausgestreckten und entspannten Beinen empfohlen. Die untersuchende Person stützt mit einer Hand die Wade und mit der anderen den Knöchel, während die Wadenmuskulatur kräftig komprimiert wird.

ReflexantwortBeobachtungKlinische Bedeutung
Negativ (Normal)Keine Bewegung der Zehen bei WadenkompressionIntakter Tractus corticospinalis
Positiv (Pathologisch)Dorsalextension der Großzehe, oft mit Spreizung der restlichen ZehenLäsion des ersten Motoneurons

Klinische Interpretation

Ein positiver Gordon-Reflex weist eine hohe Spezifität, aber eine niedrige Sensitivität für eine Dysfunktion der Pyramidenbahn auf. Ein Fehlen des Reflexes schließt eine Pathologie somit nicht aus.

Als häufigste Ursache für eine abnormale Reaktion bei Erwachsenen über 55 Jahren wird die degenerative zervikale Myelopathie genannt. Weitere mögliche Ursachen umfassen ischämische oder hämorrhagische Schlaganfälle, Multiple Sklerose und akute Rückenmarkskompressionen.

Kontraindikationen

Der Text nennt spezifische Kontraindikationen für die Durchführung des Gordon-Reflexes:

  • Offene Wunden an der Wade oder in der direkten Umgebung

  • Kürzlich aufgetretene oder vermutete tiefe Venenthrombose (TVT)

  • Ausgeprägte Schwellungen oder Schmerzen der Waden (z.B. bei Exazerbation einer Herzinsuffizienz)

  • Schwere Thrombozytopenie (aufgrund des Risikos für Weichteilverletzungen oder Hämatome durch die Kompression)

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💡Praxis-Tipp

Der Text betont, dass der Gordon-Reflex aufgrund seiner geringeren Interobserver-Reliabilität nicht als primäres Diagnostikum, sondern als Ergänzungstest eingesetzt werden sollte. Es wird hervorgehoben, dass die Kombination aus Babinski- und Chaddock-Reflex in der klinischen Praxis am zuverlässigsten ist. Der Gordon-Reflex bietet sich vor allem dann an, wenn eine Stimulation der Fußsohle zu einer verfälschenden Rückzugsreaktion führt.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls-Zusammenfassung wird der Reflex durch ein kräftiges Kneten oder Zusammendrücken der Wadenmuskulatur (Musculus gastrocnemius und soleus) ausgelöst. Dabei wird auf eine Dorsalextension der Großzehe geachtet.

Ein positiver Befund zeigt sich durch eine Aufwärtsbewegung (Dorsalextension) der Großzehe, teilweise mit Spreizung der anderen Zehen. Dies deutet auf eine Schädigung des ersten Motoneurons im Bereich der Pyramidenbahn hin.

Der Text empfiehlt den Gordon-Reflex besonders dann, wenn der Babinski-Reflex aufgrund von Fußsohlenwunden, mangelnder Kooperation oder einer starken Schmerzempfindlichkeit mit Rückzugsreaktion nicht aussagekräftig ist.

Die häufigste Ursache bei älteren Erwachsenen ist die degenerative zervikale Myelopathie. Weitere im Text genannte Ursachen sind Schlaganfälle, Multiple Sklerose, Motoneuronerkrankungen und akute Rückenmarkskompressionen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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