StatPearls2026

Elektroenzephalogramm (EEG): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Elektroenzephalogramm (EEG) ist ein essenzielles diagnostisches Instrument zur Untersuchung der elektrischen Gehirnaktivität. Laut der StatPearls-Leitlinie bleibt es trotz moderner bildgebender Verfahren die wichtigste paraklinische Methode zur Evaluation von Anfällen.

Die aufgezeichneten Signale entstehen durch die Summation exzitatorischer und inhibitorischer postsynaptischer Potenziale. Diese werden primär von Pyramidenzellen in den Schichten 3 und 5 der Großhirnrinde generiert.

Für eine sichtbare Deflexion im Oberflächen-EEG ist eine synchron entladende kortikale Fläche von schätzungsweise 10 Quadratzentimetern erforderlich. Die Leitlinie betont, dass das Verständnis normaler Varianten und Artefakte entscheidend ist, um falsch-positive Befunde zu vermeiden.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte für den klinischen Einsatz des EEGs:

Indikationen

Die Leitlinie nennt zahlreiche klinische Szenarien, in denen ein EEG empfohlen wird. Zu den primären Indikationen gehören:

  • Klassifikation und Lokalisierung von epileptischen Anfällen

  • Management des Status epilepticus und Überwachung eines therapeutischen Komas

  • Evaluation von unklaren Enzephalopathien und Bewusstseinsstörungen

  • Prognosestellung nach Herzstillstand und Hirntoddiagnostik

Vorbereitung und Durchführung

Es wird empfohlen, das EEG in einem ruhigen Raum mit kontrollierbarer Beleuchtung durchzuführen. Die Platzierung der Kopfhautelektroden sollte nach dem internationalen 10-20-System erfolgen.

Dabei wird der Einsatz von mindestens 21 Elektroden bei Erwachsenen als Standard beschrieben. Die Impedanz aller Elektroden sollte laut Leitlinie unter 5 Kiloohm liegen, um eine optimale Signalqualität zu gewährleisten.

Provokationsmethoden

Um epileptiforme Auffälligkeiten auszulösen, werden verschiedene Aktivierungsverfahren während der Ableitung empfohlen. Dazu zählen:

  • Augenöffnen und Augenschließen

  • Hyperventilation und Fotostimulation

  • Schlafentzug als provokative Technik

EEG-Frequenzbänder

Die Leitlinie klassifiziert die physiologischen EEG-Wellenformen anhand ihrer Frequenzen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Dominanz der Wellenformen vom Alter und Wachheitsgrad abhängt.

WellenformFrequenzbereich
Alpha8 bis 12 Hz
Beta13 bis 30 Hz
Theta4 bis 7 Hz
Deltaunter 4 Hz

Montagen zur Auswertung

Für eine präzise Lokalisierung abnormaler Entladungen wird die Auswertung in verschiedenen Montagen empfohlen. Die Digitalisierung erleichtert hierbei die nachträgliche Anpassung.

Montage-TypBeschreibungKlinischer Nutzen
ReferenziellPotenzialdifferenz zwischen aktiver Elektrode und ReferenzAllgemeine Beurteilung der Aktivität
BipolarPotenzialdifferenz zwischen zwei benachbarten ElektrodenLeichte Erkennung von Asymmetrien zwischen den Hemisphären
LaplaceReferenz ist der gewichtete Durchschnitt der UmgebungBeurteilung fokaler Entladungen mit minimalem Feld

Kontraindikationen

Es gibt keine absoluten Kontraindikationen für die Durchführung eines Basis-EEGs. Die Leitlinie weist jedoch darauf hin, dass die Elektrodenplatzierung nach Kraniotomien, bei Schädeldefekten oder offenen Wunden erschwert sein kann.

Für Provokationsmethoden bestehen spezifische Warnhinweise. Die Hyperventilation stellt eine relative Kontraindikation bei bestimmten Vorerkrankungen dar.

Zu diesen Erkrankungen zählen laut Leitlinie:

  • Zustand nach Schlaganfall oder Myokardinfarkt

  • Kürzliche Operationen oder Transplantationen

  • Akutes Atemnotsyndrom (ARDS) und Asthma

  • Moyamoya-Erkrankung und Sichelzellanämie

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist bei Langzeit-EEG-Ableitungen auf Intensivstationen oder in Epilepsie-Monitoring-Einheiten besonders auf das Risiko von Hautverletzungen durch die Elektroden zu achten. Es wird betont, dass eine sorgfältige Hautpflege und regelmäßige Kontrolle der Kontaktstellen essenziell sind, um diese Komplikationen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut der StatPearls-Leitlinie sollte die Impedanz aller Elektroden unter 5 Kiloohm liegen. Dies wird empfohlen, um eine qualitativ hochwertige Aufzeichnung mit geringen Störsignalen zu gewährleisten.

Es wird die Verwendung des internationalen 10-20-Systems für die Platzierung der Kopfhautelektroden empfohlen. Bei Erwachsenen sollten dabei mindestens 21 Elektroden, einschließlich Referenz- und Erdelektroden, verwendet werden.

Die Leitlinie stuft die Hyperventilation bei Patienten mit Schlaganfall- oder Herzinfarkt-Anamnese, Asthma, Sichelzellanämie oder Moyamoya-Erkrankung als relative Kontraindikation ein. In diesen Fällen sollte auf dieses Aktivierungsverfahren verzichtet werden.

Es wird geschätzt, dass eine kortikale Fläche von etwa 10 Quadratzentimetern synchron entladen muss. Erst ab dieser Größe wird eine messbare Deflexion im Oberflächen-EEG generiert.

Das EEG wird auf der Intensivstation zur Beurteilung von komatösen Patienten, zur Erkennung eines non-konvulsiven Status epilepticus und zur Prognosestellung nach einem Herzstillstand eingesetzt. Zudem dient es der Feststellung des Hirntods.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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