StatPearls2026

EEG bei Epilepsie: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt die Rolle der Elektroenzephalografie (EEG) bei der Diagnostik und Klassifikation von Epilepsien. Eine Epilepsie ist definiert als das Auftreten von mindestens zwei unprovozierten Anfällen im Abstand von mehr als 24 Stunden.

Ein Epilepsiesyndrom umfasst klinische Merkmale, EEG-Befunde und Bildgebung, um das Ansprechen auf die Therapie und den klinischen Verlauf abzuschätzen. Wichtige Faktoren sind hierbei das Alter, Anfallsauslöser sowie psychiatrische und intellektuelle Komorbiditäten.

Das EEG dient spezifisch der Definition des epileptogenen Kortex. Es ist ein essenzielles Instrument, um die Diagnose zu stützen und die genaue epileptogene Zone zu lokalisieren.

Empfehlungen

Diagnostik und Befundung

Laut Text ist der aussagekräftigste Befund zur Unterstützung der Epilepsiediagnose das Vorhandensein von interiktalen epileptiformen Entladungen (IEDs).

Es wird betont, dass zwischen IEDs und benignen Normvarianten unterschieden werden muss, um eine Überinterpretation zu vermeiden.

Die Morphologie von IEDs umfasst laut Leitlinie folgende Kriterien:

  • Einen sehr steilen Anstieg

  • Eine komplexe Wellenform mit mehreren Phasen

  • Eine nachfolgende langsame Welle, die den Hintergrundrhythmus unterbricht

Klassifikation der IEDs

Die Leitlinie unterscheidet IEDs anhand ihrer Dauer. Spikes haben eine Dauer von maximal 70 ms, während Sharp Waves 70 bis 200 ms andauern. Diese morphologische Unterscheidung hat jedoch keine klinische Implikation.

Fokale IEDs sind mit fokalen Anfällen assoziiert, generalisierte IEDs mit bihemisphärischen Anfällen. Von multifokalen IEDs wird gesprochen, wenn drei oder mehr unabhängige Foci in beiden Hemisphären vorliegen.

EEG-Befunde nach Anfallsart

Die Leitlinie ordnet verschiedenen generalisierten Anfallsarten spezifische EEG-Muster zu:

AnfallsartTypische EEG-BefundeKlinische Merkmale
AbsenceGeneralisierte 3-Hz-Spike-Wave-AktivitätBewusstseinsstörung, <10 Sekunden, oft Automatismen
AtonischLangsame Spike-Wave oder elektro-dekrementales MusterPlötzlicher Verlust des Haltungstonus
MyoklonischGeneralisierte PolyspikesPlötzliches, kurzes Zucken ohne Bewusstseinsverlust
TonischParoxysmale schnelle Aktivität oder elektro-dekrementales MusterPlötzliche generalisierte Versteifung, <20 Sekunden
Tonisch-KlonischGeneralisierte Polyspikes (~10 Hz "Recruitment-Rhythmus")Tonische Phase, gefolgt von klonischer Phase und postiktalem Zustand

Sensitivität und Aktivierungsmethoden

Die Sensitivität und Spezifität des EEGs hängen von Faktoren wie Alter, Aufzeichnungszustand und Anfallsfrequenz ab.

Zur Erhöhung der diagnostischen Ausbeute werden folgende Aktivierungsmethoden genannt:

  • Schlafentzug

  • Hyperventilation

  • Fotostimulation

Invasive Diagnostik

Ein invasives EEG wird laut Text nur eingesetzt, wenn nicht-invasive Methoden die epileptogene Zone nicht lokalisieren können.

Voraussetzung ist eine gute Aussicht auf lokalisierende Informationen und die prinzipielle Resezierbarkeit des Areals im Rahmen einer Epilepsiechirurgie.

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💡Praxis-Tipp

Ein unauffälliges EEG schließt eine Epilepsie nicht aus. Laut Text weisen etwa 50 % der Patienten mit generalisierten tonisch-klonischen Anfällen interiktale epileptiforme Entladungen auf, während auch 1 bis 13 % der gesunden Individuen solche Muster zeigen können. Eine sorgfältige Anamnese bleibt daher das wichtigste diagnostische Instrument.

Häufig gestellte Fragen

Laut Text ist die Unterscheidung rein morphologisch und hat keine klinische Implikation. Spikes sind spitzer und dauern maximal 70 ms, während Sharp Waves stumpfer sind und 70 bis 200 ms andauern.

Die Leitlinie gibt an, dass bei dieser Anfallsart (früher einfache fokale Anfälle) selten eine iktale EEG-Entladung zu sehen ist. Meistens kann das Oberflächen-EEG die iktale Aktivität in diesen Fällen nicht erfassen.

Ein invasives EEG mit subduralen oder intraparenchymalen Elektroden wird laut Text nur erwogen, wenn nicht-invasive Methoden versagen. Es dient der genauen Lokalisierung des Anfallsfokus zur Planung eines epilepsiechirurgischen Eingriffs.

Bei typischen Absencen zeigt das EEG laut Leitlinie eine generalisierte 3-Hz-Spike-Wave-Aktivität. Diese Anfälle treten am häufigsten bei Schulkindern zwischen 4 und 12 Jahren auf.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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