StatPearls2026

Diltiazem Dosierung & Indikation: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diltiazem ist ein oraler und parenteraler Nicht-Dihydropyridin-Calciumkanalblocker. Es wird in verschiedenen klinischen Szenarien als Antihypertensivum, Antiarrhythmikum und Antianginosum eingesetzt.

Der therapeutische Effekt beruht primär auf der Hemmung des Calciumeinstroms in den Herzmuskel während der Depolarisation. Dies führt zu einer Entspannung der glatten Muskulatur, arterieller Vasodilatation und einer Blutdrucksenkung.

Zudem wirkt Diltiazem negativ inotrop und negativ chronotrop, was den myokardialen Sauerstoffbedarf senkt. Es wird über das Cytochrom-P450-System metabolisiert und weist aufgrund eines ausgeprägten First-Pass-Effekts eine Bioverfügbarkeit von etwa 40 Prozent auf.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt verschiedene Anwendungsgebiete und Überwachungsstrategien für Diltiazem.

Indikationen

Laut Quelle ist Diltiazem für folgende FDA-zugelassene Indikationen indiziert:

  • Vorhofarrhythmien, einschließlich Vorhofflimmern mit rascher Überleitung

  • Arterielle Hypertonie

  • Paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie

  • Chronisch stabile Angina pectoris und Prinzmetal-Angina

Zudem werden Off-Label-Anwendungen wie die topische Therapie von Analfissuren, die Migräneprophylaxe und die Behandlung der pulmonalen Hypertonie beschrieben.

Überwachung

Es wird eine regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Herzfrequenz und EKG empfohlen. Vor Therapiebeginn sollte ein umfassendes Stoffwechselpanel zur Überprüfung der Elektrolyte sowie der Nieren- und Leberfunktion erfolgen.

Bei der intravenösen Bolusgabe zur Behandlung von Arrhythmien ist eine kontinuierliche Blutdruck- und EKG-Überwachung zwingend erforderlich. Bei gleichzeitiger Gabe von Digoxin oder direkten oralen Antikoagulanzien (DOAKs) wird eine engmaschige Spiegel- oder Gerinnungskontrolle empfohlen.

Management der Toxizität

Bei einer Überdosierung treten häufig Bradykardie, Hypotonie und AV-Blöcke auf. Die Quelle nennt folgende therapeutische Maßnahmen:

  • Intravenöse Gabe von Calciumgluconat oder Calciumchlorid

  • Atropin (0,6 bis 1,0 mg intravenös) bei Bradykardie

  • Glukagon zur Steigerung der Herzfrequenz

  • Vasopressoren und inotrope Substanzen bei schwerer Hypotonie

  • Hyperinsulinämie-Euglykämie-Therapie bei schwerer Toxizität

Eine Hämodialyse wird als ineffektiv eingestuft, da Diltiazem stark proteingebunden ist.

Dosierung

Die Dosierung variiert je nach Indikation und Präparat. Die Quelle gibt folgende Richtwerte an:

IndikationApplikationsformInitialdosisMaximaldosis
Arterielle HypertonieOral (IR/ER)120-240 mg einmal täglich480-540 mg einmal täglich
Chronisch stabile AnginaOral (IR)30 mg viermal täglich ODER 120-180 mg einmal täglich480-540 mg einmal täglich
Vorhofarrhythmie / PSVTIntravenös (Bolus)0,25 mg/kg über 2 Minuten (Wiederholung: 0,35 mg/kg nach 15 Min.)-
Vorhofarrhythmie / PSVTIntravenös (Erhaltung)10 mg/h kontinuierlich15 mg/h (maximal 24 Stunden)

Bei Niereninsuffizienz ist laut Quelle keine Dosisanpassung erforderlich. Bei leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz wird aufgrund der hepatischen Metabolisierung zur Vorsicht geraten.

Kontraindikationen

Die Quelle nennt folgende Kontraindikationen für die Anwendung von Diltiazem:

  • Sick-Sinus-Syndrom und AV-Block II. oder III. Grades (außer bei funktionierendem Schrittmacher)

  • Schwere Hypotonie (systolischer Blutdruck < 90 mmHg)

  • Akuter Myokardinfarkt mit Lungenstauung

  • Kardiogener Schock

  • Gleichzeitige intravenöse Gabe von Betablockern

  • Breitkomplex-Tachykardien

  • Vorhofflimmern oder -flattern bei Wolff-Parkinson-White-Syndrom

  • Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) nach akutem Myokardinfarkt

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt vor einer Verschreibungskaskade bei älteren Menschen, bei denen diltiazembedingte periphere Ödeme fälschlicherweise mit Schleifendiuretika behandelt werden. Zudem wird auf das hohe Interaktionspotenzial hingewiesen, da Diltiazem ein CYP3A4- und P-Glykoprotein-Inhibitor ist und die Toxizität von Medikamenten wie DOAKs oder Ibrutinib gefährlich erhöhen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle erfolgt initial ein intravenöser Bolus von 0,25 mg/kg über 2 Minuten. Bei Bedarf kann nach 15 Minuten ein weiterer Bolus von 0,35 mg/kg verabreicht werden, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 10 bis 15 mg/h.

Die Leitlinie rät vom Einsatz bei Herzinsuffizienz ab, da Diltiazem negativ inotrope Effekte besitzt. Besonders bei Personen mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) nach einem Myokardinfarkt ist das Medikament kontraindiziert.

Es wird die Gabe von intravenösem Calcium, Atropin und Glukagon empfohlen. Bei schwerer Toxizität beschreibt die Quelle den Einsatz von Vasopressoren, Lipidinfusionen oder einer Hyperinsulinämie-Euglykämie-Therapie.

Gemäß der Quelle ist bei einer Niereninsuffizienz keine Dosisanpassung von Diltiazem erforderlich. Bei Leberinsuffizienz wird jedoch aufgrund der hepatischen Metabolisierung zur Vorsicht geraten.

Die gleichzeitige Gabe von Betablockern kann zu schweren Bradyarrhythmien führen. Zudem erhöht Diltiazem als CYP3A4- und P-Glykoprotein-Inhibitor das Blutungsrisiko unter direkten oralen Antikoagulanzien (DOAKs).

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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