StatPearls2026

Dexrazoxan bei Anthrazyklin-Toxizität: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt den Einsatz von Dexrazoxan als kardioprotektives Medikament. Es wird primär bei Personen eingesetzt, die eine Anthrazyklin-basierte Chemotherapie erhalten.

Der Wirkstoff bindet freies und gebundenes Eisen und verringert so die Bildung schädlicher reaktiver Sauerstoffspezies. Zudem wirkt Dexrazoxan als DNA-Topoisomerase-II-Inhibitor, ohne dabei schädliche DNA-Doppelstrangbrüche zu verursachen.

Neben der Kardioprotektion wird das Medikament auch zur Behandlung von Gewebeschäden durch Anthrazyklin-Extravasation eingesetzt. Es wird betont, dass das Risiko für eine kardiale Toxizität durch die Behandlung nicht vollständig eliminiert wird.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zum klinischen Einsatz:

Indikation

Die Quelle beschreibt die FDA-Zulassung für die Reduktion von Inzidenz und Schweregrad kardialer Dysfunktionen unter Anthrazyklin-Therapie.

Zudem wird der Einsatz bei Gewebeschäden durch Anthrazyklin-Extravasation aufgeführt.

Der Einsatz wird laut Text nur für Personen empfohlen, die bereits eine kumulative Doxorubicin-Dosis von über 300 mg/m² oder Epirubicin-Dosis von über 550 mg/m² erhalten haben und die Therapie fortsetzen.

Anwendung und Verabreichung

Es wird eine intravenöse Infusion über 15 Minuten empfohlen, wobei eine Bolusgabe zwingend vermieden werden sollte.

Laut Text ist Dexrazoxan vor dem Anthrazyklin zu verabreichen.

Die Doxorubicin-Gabe sollte etwa 30 Minuten nach der Dexrazoxan-Infusion erfolgen.

Es wird davon abgeraten, das Medikament bei Nicht-Anthrazyklin-Regimen einzusetzen.

Monitoring

Da das Medikament die kardiale Dysfunktion nicht vollständig verhindert, wird eine kontinuierliche Überwachung der Herzfunktion (insbesondere der linksventrikulären Ejektionsfraktion, LVEF) empfohlen.

Zudem wird ein Monitoring der Leberenzymwerte (alkalische Phosphatase, AST) angeraten, da ein akuter Anstieg der hepatischen Proteinproduktion auftreten kann.

Aufgrund möglicher Myelosuppression wird eine regelmäßige Kontrolle der hämatologischen Funktion beschrieben.

Dosierung

Die Quelle gibt folgende Dosierungsschemata für Dexrazoxan vor:

IndikationDosierung / SchemaHinweise
KardioprotektionVerhältnis 10:1 (Dexrazoxan zu Doxorubicin)Z.B. 500 mg/m² Dexrazoxan bei 50 mg/m² Doxorubicin
Extravasation (Tag 1)1000 mg/m² IVInnerhalb von 6 Stunden nach Extravasation, über 1-2 Stunden in eine andere große Vene
Extravasation (Tag 2)1000 mg/m² IVFolgegabe
Extravasation (Tag 3)500 mg/m² IVFolgegabe

Bei Organdysfunktionen werden folgende Dosisanpassungen empfohlen:

PatientengruppeAnpassungResultierendes Verhältnis
Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 40 mL/min)Reduktion der Dexrazoxan-Dosis um 50 %5:1 (Dexrazoxan zu Doxorubicin)
Leberinsuffizienz (Hyperbilirubinämie)Reduktion von Doxorubicin; proportionale Reduktion von Dexrazoxan10:1 bleibt erhalten

Kontraindikationen

Die FDA stuft Dexrazoxan in die Schwangerschaftskategorie D ein, da es in Tierversuchen embryotoxisch und teratogen wirkte.

Es wird beschrieben, dass weibliche Personen während der Behandlung eine wirksame Kontrazeption anwenden sollten.

Das Stillen sollte während der Therapie und für zwei Wochen nach der letzten Dosis ausgesetzt werden.

Zudem wird auf ein Risiko für männliche Infertilität (Hodenatrophie in Tierstudien) hingewiesen.

Bei pädiatrischen Behandelten wird vor einem dreifach erhöhten Risiko für sekundäre Malignome (myelodysplastisches Syndrom, akute myeloische Leukämie) gewarnt.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Quelle ist, dass die Nebenwirkungen von Dexrazoxan (insbesondere die dosislimitierende Myelotoxizität) denen der Anthrazykline stark ähneln. Es wird empfohlen, Dexrazoxan über eine große Vene zu applizieren, um lokale Reaktionen wie Schmerzen oder eine oberflächliche Phlebitis an der Injektionsstelle zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wird bei normaler Nierenfunktion ein Dosierungsverhältnis von 10:1 (Dexrazoxan zu Doxorubicin) empfohlen. Bei einer Kreatinin-Clearance unter 40 mL/min wird dieses Verhältnis auf 5:1 reduziert.

Die Quelle beschreibt, dass Dexrazoxan als 15-minütige Infusion vor dem Anthrazyklin gegeben werden sollte. Die Doxorubicin-Gabe erfolgt dann etwa 30 Minuten nach der Dexrazoxan-Infusion.

Nein, der Text betont, dass das Risiko für eine kardiale Toxizität nicht komplett eliminiert wird. Daher wird eine kontinuierliche Überwachung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) angeraten.

Bei Kindern, die Dexrazoxan erhalten, wird in der Quelle ein dreifach erhöhtes Risiko für sekundäre Malignome beschrieben. Dazu zählen das myelodysplastische Syndrom und die akute myeloische Leukämie.

Es wird empfohlen, das Stillen während der Therapie und für zwei Wochen nach der letzten Dosis zu pausieren. Die Auswirkungen auf die Muttermilch sind laut Text unbekannt.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Dexrazoxane (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien