StatPearls2026

Thorakolumbale Frakturen: Denis-Klassifikation (StatPearls)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt die 1983 von Francis Denis entwickelte Klassifikation für thorakolumbale Wirbelfrakturen. Sie löste das ältere Zwei-Säulen-Modell ab und etablierte ein Drei-Säulen-Modell zur besseren Beurteilung der spinalen Stabilität.

Das Konzept der mittleren Säule ist dabei zentral für die Beurteilung der Verletzungsschwere. Eine isolierte Verletzung der posterioren Bänder führt laut Text nicht zwingend zu einer Instabilität, während eine Beteiligung der mittleren Säule als instabil gilt.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung gliedert die Beurteilung und Behandlung thorakolumbaler Frakturen wie folgt:

Das Drei-Säulen-Modell

SäuleAnatomische Strukturen
Anteriore SäuleLigamentum longitudinale anterius (ALL), vordere zwei Drittel des Wirbelkörpers und Anulus fibrosus
Mittlere SäuleHinteres Drittel des Wirbelkörpers und Anulus fibrosus, posteriore Wirbelwand, Ligamentum longitudinale posterius (PLL)
Posteriore SäuleAlle Strukturen posterior des PLL (knöcherner Wirbelbogen, posteriores Bandkomplex inkl. Ligamentum flavum)

Frakturtypen nach Denis

FrakturtypBetroffene SäulenVerletzungsmechanismus
KompressionsfrakturAnteriore Säule (mittlere Säule intakt)Anteriore Flexion und axiale Belastung
BerstungsfrakturAnteriore und mittlere Säule (posteriore Säule variabel)Axiale Kompression
Flexions-Distraktions-Verletzung (Seatbelt)Meist alle drei Säulen (ohne Translation)Flexion mit posteriorer Distraktion
Fraktur-LuxationAlle drei SäulenScherkräfte, Rotation, Kompression, Tension

Therapieprinzipien

Es existiert kein universell akzeptierter, standardisierter Behandlungsalgorithmus ausschließlich für die Denis-Klassifikation. Der Text nennt jedoch folgende allgemeine Therapieprinzipien in Abhängigkeit vom Frakturtyp:

  • Kompressionsfrakturen: Konservativ mittels Orthese oder Kyphoplastie/Vertebroplastie. Eine operative posteriore Instrumentierung wird bei einer traumatischen Kyphose von 30 Grad oder einem Höhenverlust des Wirbelkörpers von 50 % beschrieben.

  • Berstungsfrakturen: Konservativ mit Orthese. Eine Operation (Dekompression und Fusion) wird bei neurologischen Defiziten, Spinalkanalstenose, Deformität oder Ruptur des posterioren Bandkomplexes aufgeführt.

  • Flexions-Distraktions-Verletzungen: Konservativ bei minimaler Dislokation. Operativ bei einer kyphotischen Deformität von über 20 Grad.

  • Fraktur-Luxationen: Es wird für alle Fälle eine offene Reposition mit instrumentierter Fusion angegeben.

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💡Praxis-Tipp

Laut dem Text ist die Beurteilung der mittleren Säule entscheidend für die Einschätzung der spinalen Stabilität. Eine Fraktur, die die mittlere Säule einbezieht, wird grundsätzlich als instabil gewertet. Eine isolierte Verletzung des posterioren Bandkomplexes reicht hingegen nicht aus, um eine manifeste Instabilität auszulösen.

Häufig gestellte Fragen

Die mittlere Säule umfasst das hintere Drittel des Wirbelkörpers und des Anulus fibrosus. Zudem gehören die posteriore Wirbelwand sowie das Ligamentum longitudinale posterius (PLL) dazu.

Der Text nennt als Indikationen für eine operative posteriore Instrumentierung eine traumatische Kyphose von 30 Grad. Ebenso wird ein Höhenverlust des Wirbelkörpers von 50 % als Operationsindikation aufgeführt.

Laut der Zusammenfassung erfordern alle Fraktur-Luxationen eine operative Behandlung. Es wird eine offene Reposition mit instrumentierter Fusion beschrieben.

Diese auch als "Seatbelt-Typ" bezeichnete Verletzung betrifft meist alle drei Säulen ohne Translation. Sie entsteht durch Flexionskräfte auf die mittlere und posteriore Säule mit gleichzeitiger posteriorer Distraktion.

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Quelle: StatPearls: Denis Classification (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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