StatPearls2026

Kutane Tuberkulose: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt die kutane Tuberkulose als eine seltene Form der extrapulmonalen Tuberkulose. Sie macht weltweit etwa 1,5 bis 3 Prozent aller Tuberkulosefälle aus.

Als primärer Erreger wird Mycobacterium tuberculosis genannt, in seltenen Fällen können auch Mycobacterium bovis oder der Bacillus Calmette-Guérin (BCG) ursächlich sein. Die Erkrankung tritt gehäuft in endemischen Gebieten und bei Personen mit einer HIV-Infektion auf.

Die Pathophysiologie ist komplex und hängt vom Infektionsweg, der Pathogenität des Erregers sowie dem Immunstatus des Wirtes ab. Die Manifestationen reichen von direkten Inokulationen der Haut über hämatogene Streuungen bis hin zu immunologischen Überempfindlichkeitsreaktionen.

Empfehlungen

Die Quelle formuliert folgende Kernaspekte zur Evaluierung und Behandlung:

Klassifikation der kutanen Tuberkulose

Die klinische Präsentation ist polymorph. Die Einteilung erfolgt basierend auf dem Infektionsweg und der Immunantwort:

KategorieInfektionswegTypische Manifestationen
Exogene kutane TuberkuloseDirekte Inokulation der HautTuberkulöser Schanker, Tuberculosis verrucosa cutis, Lupus vulgaris
Endogene kutane TuberkuloseHämatogen, per continuitatem oder AutoinokulationSkrofuloderm, Orifizielle Tuberkulose, Lupus vulgaris, akute Miliartuberkulose, Tuberkulöses Gumma
TuberkulideHypersensitivitätsreaktion (Typ IV) auf Mtb-AntigenePapulonekrotisches Tuberkulid, Lichen scrofulosorum, Erythema induratum Bazin

Diagnostik

Bei Verdacht auf eine kutane Tuberkulose wird eine umfassende Diagnostik empfohlen, da die Läsionen zahlreiche entzündliche und neoplastische Erkrankungen imitieren können. Folgende diagnostische Schritte werden aufgeführt:

  • Durchführung einer Hautbiopsie für Kultur, Histologie, Nukleinsäureamplifikationstest (NAAT) und Färbung auf säurefeste Stäbchen (AFB).

  • Bei Verdacht auf ein Skrofuloderm wird eine Feinnadelaspirationszytologie (FNA) mit entsprechenden Färbungen, NAAT und Kultur empfohlen.

  • Ein Interferon-Gamma-Release-Assay (IGRA) sollte insbesondere bei Personen mit vorheriger BCG-Impfung erfolgen.

  • Ergänzend wird ein Screening auf pulmonale und extrapulmonale Tuberkulose mittels Röntgen-Thorax, Ultraschall, CT oder MRT empfohlen.

  • Die Bestimmung von Blutbild, Stoffwechselparametern, Blutsenkungsgeschwindigkeit und ein HIV-Test sollten ebenfalls durchgeführt werden.

Therapie

Die medikamentöse Behandlung entspricht laut Text der Therapie einer aktiven pulmonalen und extrapulmonalen Tuberkulose. Es wird folgendes Vorgehen beschrieben:

  • Eine initiale Intensivphase über 2 Monate mit einem Vierfach-Regime aus Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid und Ethambutol.

  • Eine anschließende Erhaltungsphase über 4 bis 12 Monate mit Isoniazid und Rifampicin.

  • Bei dringendem klinischem Verdacht kann eine empirische Therapie begonnen werden, auch wenn definitive Laborergebnisse noch ausstehen.

  • Ein klinisches Ansprechen ist in der Regel innerhalb von 4 bis 6 Wochen zu erwarten.

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💡Praxis-Tipp

Die Quelle betont, dass ein unbehandelter Lupus vulgaris im Verlauf maligne entarten und in ein Plattenepithelkarzinom übergehen kann. Zudem wird darauf hingewiesen, dass bei immunsupprimierten Personen seltene Formen wie das tuberkulöse Gumma oder die akute Miliartuberkulose der Haut auftreten können, welche mit einer hohen Mortalitätsrate von bis zu 75 Prozent einhergehen.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wird eine Hautbiopsie für Kultur, Histologie, Nukleinsäureamplifikationstest (NAAT) und Säurefesten-Färbung empfohlen. Zudem sollte ein systemisches Screening auf weitere Tuberkuloseherde mittels Bildgebung erfolgen.

Es wird eine initiale Intensivphase von zwei Monaten mit vier Medikamenten empfohlen. Daran schließt sich laut Quelle eine Erhaltungsphase mit zwei Medikamenten für weitere 4 bis 12 Monate an.

Die Quelle beschreibt Tuberkulide als Typ-IV-Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut auf Antigene von Mycobacterium tuberculosis. Sie weisen in der Regel auf einen zugrunde liegenden aktiven Tuberkuloseherd im Körper hin.

Der Lupus vulgaris wird als die häufigste Form beschrieben und macht etwa 63 Prozent der Fälle aus. Er präsentiert sich typischerweise als langsam wachsende, asymptomatische Plaque, die zentral atrophieren kann.

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Quelle: StatPearls: Cutaneous Tuberculosis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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