StatPearls2026

Chlorpromazin Dosierung & Indikation: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Chlorpromazin ist ein typisches Antipsychotikum der ersten Generation (Neuroleptikum). Laut der StatPearls-Zusammenfassung wird es primär zur Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie und bipolaren Störungen eingesetzt.

Der genaue Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt, beruht aber auf einer postsynaptischen Blockade von D2-Rezeptoren. Die antiemetische Wirkung entsteht durch die kombinierte Blockade von Histamin-H1-, Dopamin-D2- und Muskarin-M1-Rezeptoren im Brechzentrum.

Das Medikament ist stark lipophil und wird extensiv über die Leber (CYP1A2, CYP2D6, CYP3A4) metabolisiert. Die Halbwertszeit der Muttersubstanz beträgt 23 bis 37 Stunden.

Empfehlungen

Indikationen

Der Text listet verschiedene FDA-zugelassene und Off-Label-Indikationen auf. Zu den primären Einsatzgebieten gehören:

  • Schizophrenie (vor allem Positivsymptomatik) und akute Manie bei Bipolar-I-Störung

  • Akute Agitation mit exzessivem, unproportionalem Verhalten

  • Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen (inklusive perioperativ)

  • Persistierender Singultus (Schluckauf über 48 Stunden)

  • Linderung von präoperativer Angst

Monitoring und Überwachung

Es wird eine regelmäßige Überwachung der Leberfunktion empfohlen, da das Risiko eines cholestatischen Ikterus und einer Hepatotoxizität besteht. Bei frühen Anzeichen eines Leberschadens sollte das Medikament abgesetzt werden.

Zudem wird die Durchführung von EKG-Kontrollen angeraten, um Arrhythmien oder eine Verlängerung der QT-Zeit frühzeitig zu erkennen. Bei der Entwicklung einer Agranulozytose ist die Therapie zwingend zu beenden.

Management von Komplikationen

Bei einer Überdosierung wird eine symptomatische Therapie mit kardialer und respiratorischer Überwachung empfohlen. Ein spezifisches Antidot existiert nicht.

Zur Behandlung eines malignen neuroleptischen Syndroms (MNS) wird eine supportive Kühlung sowie die Gabe von Dantrolen-Natrium beschrieben. Bei Auftreten einer tardiven Dyskinesie sollte auf ein atypisches Antipsychotikum umgestellt und eine medikamentöse Therapie mit Valbenazin oder Deutetrabenazin erwogen werden.

Dosierung

Der StatPearls-Artikel gibt folgende Dosierungsrichtlinien für Erwachsene vor. Bei Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich, bei Leberinsuffizienz ist Vorsicht geboten.

IndikationApplikationswegInitiale DosisErhaltungs- / Maximaldosis
SchizophreniePer os25-75 mg/Tag (aufgeteilt in 2 Dosen)Erhalt: 200 mg/Tag, Max: 800 mg/Tag
SchizophrenieIM / IV25 mg (Wiederholung 25-50 mg nach 1-4h)Üblich: 300-800 mg/Tag
Übelkeit & ErbrechenPer os10-25 mg alle 4-6 StundenNach Bedarf
Übelkeit & ErbrechenIM / IV25-50 mg alle 4-6 StundenNach Bedarf
Persistierender SingultusPer os25-50 mg alle 6-8 StundenBei Persistenz >2-3 Tage: Wechsel auf IM/IV
Präoperative AngstPer os25-50 mg (2-3h vor OP)-
Präoperative AngstIM12,5-25 mg (2-3h vor OP)-

Kontraindikationen

Laut Quelle bestehen folgende Kontraindikationen und Warnhinweise für den Einsatz von Chlorpromazin:

  • Bekannte Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Phenothiazine

  • Gleichzeitige Einnahme von zentral dämpfenden Medikamenten

  • Schlecht eingestellte Anfallsleiden

  • Demenz-assoziierte Psychosen (keine Zulassung)

  • Gleichzeitige Gabe von SSRI (wie Citalopram und Escitalopram)

Zudem wird vor der Kombination mit Antihypertensiva gewarnt, da das Risiko einer schweren Hypotonie besteht. Die Wirksamkeit von Dopaminagonisten (z. B. Levodopa, Cabergolin) kann durch die D2-Blockade vermindert werden.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, dass Chlorpromazin als niedrigpotentes Antipsychotikum starke anticholinerge und antihistaminerge Nebenwirkungen verursacht. Es wird darauf hingewiesen, dass bei älteren Patienten ein erhöhtes Risiko für ein Engwinkelglaukom sowie Harnverhalt besteht. Zudem wird betont, dass trotz der niedrigen Potenz extrapyramidalmotorische Störungen (EPS) und ein lebensbedrohliches malignes neuroleptisches Syndrom auftreten können.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wird bei persistierendem Singultus initial eine orale Dosis von 25 bis 50 mg alle 6 bis 8 Stunden empfohlen. Sollte der Schluckauf nach 2 bis 3 Tagen oraler Therapie anhalten, wird eine Umstellung auf eine intramuskuläre oder intravenöse Gabe beschrieben.

Der Text weist darauf hin, dass Chlorpromazin zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen kann. Es wird daher empfohlen, regelmäßige EKG-Kontrollen durchzuführen, um Arrhythmien frühzeitig zu erkennen.

Die Quelle gibt an, dass Chlorpromazin gelegentlich in niedrigen Dosen während der Schwangerschaft verwendet werden kann. Es wird jedoch betont, dass eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen muss, insbesondere im dritten Trimenon.

Es wird beschrieben, dass selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wie Citalopram und Escitalopram zusammen mit Chlorpromazin kontraindiziert sind. Zudem wird vor der gleichzeitigen Anwendung von zentral dämpfenden Substanzen gewarnt.

Bei intramuskulärer oder intravenöser Injektion warnt die Leitlinie vor dem Auftreten von Hypotonie und Kopfschmerzen. Es wird eine langsame Dosissteigerung und eine sorgfältige Überwachung bei kardiovaskulären Vorerkrankungen empfohlen.

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Quelle: StatPearls: Chlorpromazine (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.