StatPearls2026

Blepharitis: Diagnostik und Therapie laut StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie beschreibt die Blepharitis als eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Lidränder. Sie gehört zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der augenärztlichen Praxis und betrifft Menschen aller Altersgruppen.

Es wird zwischen einer anterioren und einer posterioren Form unterschieden. Die anteriore Blepharitis betrifft die Haut um die Wimpern und wird oft durch Staphylokokken oder eine seborrhoische Dermatitis verursacht.

Die posteriore Blepharitis, auch als Meibom-Drüsen-Dysfunktion (MGD) bekannt, betrifft die Talgdrüsen der Lidkante. Sie geht häufig mit systemischen Erkrankungen wie der Rosazea einher und führt zu einer Instabilität des Tränenfilms.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Klassifikation, Diagnostik und Therapie:

Klassifikation der Blepharitis

KlassifikationBetroffene StrukturHäufige UrsachenTypische klinische Zeichen
Anteriore BlepharitisWimpernbasis und FollikelStaphylokokken, seborrhoische DermatitisSchuppen (Collerettes), Rötung
Posteriore BlepharitisMeibom-DrüsenMeibom-Drüsen-Dysfunktion (MGD), RosazeaVerstopfte Drüsenausführungsgänge, verdicktes Sekret
Demodex-BlepharitisHaarfollikel, TalgdrüsenDemodex-MilbenZylindrische Schuppen an der Wimpernbasis

Diagnostik

Laut Leitlinie erfolgt die Diagnose primär klinisch durch eine Spaltlampenuntersuchung. Dabei wird empfohlen, auf typische Zeichen wie Schuppen an der Wimpernbasis oder verstopfte Meibom-Drüsen zu achten.

Zur Beurteilung der Tränenfilmstabilität wird die Messung der Tränenfilmaufreißzeit (TBUT) empfohlen. Ein Wert von unter 10 Sekunden gilt als pathologisch und weist auf ein trockenes Auge hin.

Bei Verdacht auf einen Demodex-Befall kann eine mikroskopische Untersuchung epilierter Wimpern erfolgen. Bei asymmetrischen oder therapieresistenten Befunden wird eine Biopsie zum Ausschluss von Malignomen empfohlen.

Basismaßnahmen und Lidhygiene

Die Leitlinie betont, dass die tägliche Lidhygiene den Grundpfeiler der Therapie darstellt. Während akuter Exazerbationen wird eine Durchführung zwei- bis viermal täglich empfohlen.

Folgende Schritte werden für die Lidhygiene empfohlen:

  • Auflegen warmer, feuchter Kompressen für 5 bis 10 Minuten zur Erweichung von Sekreten

  • Sanfte Reinigung der Lidränder mit verdünntem Babyshampoo

  • Bei posteriorer Blepharitis: Sanfte Massage der Lidränder zur Expression der Meibom-Drüsen

Medikamentöse Therapie

Bei akuter und anteriorer Blepharitis wird der Einsatz topischer Antibiotika (wie Bacitracin oder Erythromycin) empfohlen. Diese sollten über einen Zeitraum von 2 bis 8 Wochen auf den Lidrand aufgetragen werden.

Für die posteriore Blepharitis, insbesondere in Verbindung mit Rosazea, nennt die Leitlinie orale Tetracycline oder Makrolide als Therapieoption. Zusätzlich können künstliche Tränen zur Stabilisierung des Tränenfilms und kurzzeitige topische Steroide bei starker Entzündung eingesetzt werden.

Spezifische Therapie bei Demodex-Befall

Bei einer durch Demodex-Milben verursachten Blepharitis reichen Standardtherapien laut Leitlinie nicht aus. Es wird eine gezielte Behandlung mit Teebaumöl-Präparaten empfohlen.

Diese antiparasitäre Behandlung sollte für mindestens 6 Wochen konsequent durchgeführt werden.

Kontraindikationen

Die Leitlinie warnt davor, übermäßig viel Seife bei der Lidreinigung zu verwenden, da dies zu trockenen Augen führen kann.

Es wird darauf hingewiesen, dass Schmiermittel (Lubrikanzien) eine Epiphora und Dermatitis verschlimmern können. Zudem wird betont, dass Antibiotika unwirksam sind, sofern kein bakterieller infektiöser Fokus vorliegt.

Bei einer kontaktallergischen Dermatitis der Lider wird dringend davor gewarnt, die Augen zu berühren, zu reiben oder abzuwischen.

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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger klinischer Hinweis der Leitlinie ist die Notwendigkeit, bei asymmetrischer oder therapieresistenter Blepharitis an eine Malignität zu denken. Es wird empfohlen, in solchen Fällen frühzeitig eine Biopsie in Erwägung zu ziehen, da Talgdrüsen- oder Basalzellkarzinome eine chronische Blepharitis imitieren können.

Häufig gestellte Fragen

Die Basistherapie besteht laut Leitlinie aus einer täglichen Lidhygiene mit warmen Kompressen und sanfter Reinigung. Bei bakterieller Beteiligung können topische oder orale Antibiotika zum Einsatz kommen.

Die Leitlinie empfiehlt bei einem nachgewiesenen Demodex-Befall die Anwendung von Teebaumöl-Präparaten. Diese Behandlung sollte für mindestens sechs Wochen konsequent durchgeführt werden.

Es wird betont, dass es sich meist um eine chronische Erkrankung handelt. Eine lebenslange Beibehaltung der täglichen Lidhygiene wird empfohlen, um erneute Exazerbationen zu verhindern.

Bei der anterioren Form werden topische Antibiotika wie Bacitracin oder Erythromycin empfohlen. Für die posteriore Form nennt die Leitlinie orale Tetracycline oder Makrolide.

Typische Beschwerden umfassen laut Leitlinie Brennen, Juckreiz und ein Fremdkörpergefühl, die oft morgens nach dem Aufwachen am stärksten ausgeprägt sind. Klinisch zeigen sich verstopfte Drüsenausführungsgänge und ein instabiler Tränenfilm.

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Quelle: StatPearls: Blepharitis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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