StatPearls2026

AVAPS Beatmung: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Respiratorische Insuffizienz ist ein häufiger Aufnahmegrund auf der Intensivstation. Die nicht-invasive Beatmung (NIV) hat in den letzten Jahren bei der Behandlung akuter und chronischer Verläufe stark an Bedeutung gewonnen.

Zu den etablierten Verfahren gehören CPAP und BiPAP. Laut der StatPearls-Zusammenfassung stellt die Average Volume-Assured Pressure Support (AVAPS) eine neuere Modalität dar.

AVAPS kombiniert die Eigenschaften der volumen- und druckkontrollierten nicht-invasiven Beatmung. Das System passt den inspiratorischen Druck kontinuierlich an, um ein voreingestelltes Ziel-Atemzugvolumen zu erreichen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung von AVAPS:

Funktionsweise und Einstellungen

Die Leitlinie beschreibt, dass AVAPS keinen festen inspiratorischen positiven Atemwegsdruck (IPAP) verwendet. Stattdessen wird ein Ziel-Atemzugvolumen (Tidalvolumen) definiert.

Der Ventilator passt den IPAP von Atemzug zu Atemzug innerhalb eines festgelegten Bereichs an. Dies soll die Patient-Ventilator-Synchronisation und den Komfort verbessern.

Für die Grundeinstellungen der Beatmung werden folgende Parameter genannt:

ParameterEmpfohlener Wert / Berechnung
Ziel-Atemzugvolumen (VT)8 ml/kg des idealen Körpergewichts
Maximaler IPAP20-25 cm H2O
Minimaler IPAPEPAP + 4 cm H2O (mindestens 8 cm H2O)
Atemfrequenz2-3 Atemzüge/Minute unter der Ruhefrequenz

Chronische respiratorische Insuffizienz

Die Anwendung wird bei verschiedenen chronischen Krankheitsbildern als sicher und effektiv beschrieben:

  • Stabile hyperkapnische COPD: Führt zu besserer Schlafeffizienz und Lebensqualität im Vergleich zu festen Druckunterstützungen.

  • Adipositas-Hypoventilationssyndrom: Senkt den PtcCO2 effizienter als herkömmliche BiPAP-Modi.

  • Kyphoskoliose: Verbessert Blutgase und forcierte Vitalkapazität bei guter Therapieadhärenz.

  • Kongenitales zentrales Hypoventilationssyndrom: Ermöglicht bei Kindern und Jugendlichen eine erfolgreiche Transition von invasiver zu nicht-invasiver Beatmung.

Akute respiratorische Insuffizienz

Bei akuten Exazerbationen einer COPD mit hyperkapnischem Versagen zeigt AVAPS eine rasche klinische Besserung. Es wird eine schnellere Optimierung von Blutgasen, pH-Wert und Atemfrequenz im Vergleich zu Standard-NIV-Verfahren beobachtet.

Bei Vorliegen einer hyperkapnischen Enzephalopathie (GCS < 10) ist die Kombination aus BiPAP S/T und AVAPS der alleinigen BiPAP-S/T-Therapie überlegen.

Zudem wird der Einsatz bei akutem Lungenversagen (ARDS) zur Erleichterung der Extubation erwähnt. Ein hoher APACHE-II-Score bei Aufnahme ist jedoch mit einem höheren Risiko für ein Therapieversagen assoziiert.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende Kontraindikationen für die Anwendung von AVAPS und anderen NIV-Verfahren:

  • Respiratorischer oder kardialer Arrest

  • Hämodynamische Instabilität oder instabile Arrhythmien

  • Gesichtstraumata, Verbrennungen oder kürzliche Operationen im Gesichtsbereich

  • Verlegung der oberen Atemwege

  • Eingeschränkter Hustenreflex oder Schluckstörungen (fehlender Atemwegsschutz)

  • Profuse gastrointestinale Blutungen

  • Schwere Enzephalopathie

Zudem wird auf mögliche Komplikationen wie Schleimhauttrockenheit, Leckagen, gastrale Insufflation und in seltenen Fällen Barotrauma hingewiesen.

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💡Praxis-Tipp

Laut der Leitlinie ist bei Personen mit akuter respiratorischer Insuffizienz und einem hohen APACHE-II-Score bei Aufnahme auf der Intensivstation besondere Vorsicht geboten, da hier ein erhöhtes Risiko für ein Therapieversagen der AVAPS besteht. Zudem wird betont, dass das System einige Minuten benötigt, um das Ziel-Atemzugvolumen zu erreichen, was bei der initialen klinischen Beurteilung der Beatmungseffektivität berücksichtigt werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird das Ziel-Atemzugvolumen (Tidalvolumen) initial auf 8 ml pro Kilogramm des idealen Körpergewichts eingestellt. Dieser Wert kann je nach zugrundeliegender Pathologie weiter angepasst werden.

Im Gegensatz zu BiPAP verwendet AVAPS keinen festen inspiratorischen Druck (IPAP). Der Ventilator passt den Druck stattdessen kontinuierlich innerhalb eines vorgegebenen Rahmens an, um ein definiertes Ziel-Volumen zu garantieren.

Die Leitlinie beschreibt den Einsatz bei akuter hyperkapnischer respiratorischer Insuffizienz durch COPD als sehr erfolgreich. Es wird eine rasche Verbesserung der arteriellen Blutgase und des klinischen Zustands beobachtet.

Personen mit fehlendem Atemwegsschutz, wie etwa bei eingeschränktem Hustenreflex oder schweren Schluckstörungen, stellen eine Kontraindikation dar. Ebenso wird von der Anwendung bei hämodynamischer Instabilität, Gesichtsverletzungen oder schwerer Enzephalopathie abgeraten.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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