Sinusvenenthrombose (CVST): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die zerebrale Venen- und Sinusthrombose (CVST) ist eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche neurologische Erkrankung. Sie ist durch den thrombotischen Verschluss der venösen Blutleiter im Gehirn gekennzeichnet, was zu einer venösen Abflussstörung führt.

Die klinische Präsentation ist oft sehr variabel und reicht von isolierten Kopfschmerzen bis hin zu schweren neurologischen Ausfällen und Koma. Häufige Risikofaktoren umfassen hormonelle Einflüsse, Schwangerschaft, Infektionen und angeborene oder erworbene Thrombophilien.

Diese Zusammenfassung basiert auf der S2k-Leitlinie der AWMF und fokussiert sich auf die akute Diagnostik sowie die evidenzbasierte medikamentöse und interventionelle Therapie der aseptischen CVST.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass eine therapeutische Antikoagulation in der Akutphase auch dann zwingend empfohlen wird, wenn in der Bildgebung bereits eine intrakranielle Stauungsblutung nachgewiesen wurde.

Häufig gestellte Fragen

Eine routinemäßige D-Dimer-Testung zum Ausschluss einer zerebralen Venen- und Sinusthrombose wird nicht empfohlen. Nur bei sehr geringer klinischer Wahrscheinlichkeit und kurzer Symptomdauer kann ein negativer Wert den Verzicht auf eine Bildgebung rechtfertigen.

In der Akutphase wird niedermolekulares Heparin (NMH) gegenüber unfraktioniertem Heparin (UFH) bevorzugt. Ausnahmen gelten bei anstehenden operativen Eingriffen oder schweren Niereninsuffizienzen, bei denen UFH eingesetzt werden sollte.

In der Akutphase werden direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) aufgrund unzureichender Datenlage derzeit nicht empfohlen. In der anschließenden Erhaltungstherapie sollten DOAK jedoch gegenüber Vitamin-K-Antagonisten bevorzugt werden.

Es wird eine Erhaltungstherapie von 3 bis 12 Monaten empfohlen. Eine lebenslange Antikoagulation ist nur bei Patienten mit einem dauerhaft erhöhten Risiko für venöse Thromboembolien indiziert.

Eine frühere zerebrale Venen- und Sinusthrombose stellt keine Kontraindikation für eine Schwangerschaft dar. Es wird jedoch empfohlen, während der Schwangerschaft und im Wochenbett eine Prophylaxe mit niedermolekularem Heparin durchzuführen.

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Quelle: Zerebrale Sinus- und Venenthrombose (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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