IQWiG2022

Sehtraining bei Kindern: Wirksamkeit und Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das scharfe und räumliche Sehen entwickelt sich bei Kindern bis zum vollendeten 9. Lebensjahr. Verschiedene Ursachen wie Schielen (Strabismus) oder Kurzsichtigkeit (Myopie) können dazu führen, dass sich die Sehkraft nicht richtig ausbildet.

Ein aktives Augentraining zielt darauf ab, Teilbereiche des Sehens wie Fixieren, Scharfstellen, Augenbewegungen und die visuelle Wahrnehmung durch gezieltes Üben zu fördern. Dies soll die Sehleistung insgesamt verbessern.

Das Training kann unter professioneller Anleitung in einer Augenarztpraxis, aber auch zu Hause oder im schulischen Umfeld durchgeführt werden. Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen des IQWiG-Berichts HT21-03.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht HT21-03 evaluiert den Nutzen von Sehtraining bei entwicklungsbedingten Sehstörungen.

Bewertung von digitalem Sehtraining

Laut Bericht zeigen die vorliegenden Daten zur Schwachsichtigkeit (Amblyopie) folgende Ergebnisse:

  • Ein digitales Sehtraining (beispielsweise mit Videounterstützung) kann die reine Sehschärfe des schwächeren Auges möglicherweise leicht verbessern.

  • Der nachgewiesene Effekt führt jedoch kaum zu einer relevanten Verbesserung der tatsächlichen Sehleistung der Betroffenen im Alltag.

  • Die Vorteile eines digitalen Sehtrainings sind somit nicht ausreichend belegt.

Evidenzlücke bei weiteren Trainingsformen

Für andere Formen des Sehtrainings weist der Bericht auf eine fehlende Datengrundlage hin. Es liegen laut IQWiG keine Studien vor zu:

  • Nicht digitalen Formen des Sehtrainings.

  • Sehtraining bei anderen entwicklungsbedingten Sehstörungen abseits der Schwachsichtigkeit.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht sollte bei der Aufklärung über ein digitales Sehtraining bei Amblyopie berücksichtigt werden, dass messbare Verbesserungen der Sehschärfe sich kaum in einer spürbaren Verbesserung der alltäglichen Sehleistung niederschlagen. Für nicht digitale Trainingsmethoden fehlt derzeit die wissenschaftliche Evidenz.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht stellt fest, dass die Vorteile eines digitalen Sehtrainings nicht ausreichend belegt sind. Zwar kann sich die Sehschärfe des schwächeren Auges leicht verbessern, dies führt jedoch kaum zu einer besseren Sehleistung im Alltag.

Laut dem HTA-Bericht liegen aktuell keine Studien zu nicht digitalem Sehtraining vor. Der Nutzen dieser analogen Trainingsmethoden kann daher nicht abschließend bewertet werden.

Das scharfe und räumliche Sehen entwickelt sich bei Kindern in der Regel bis zum vollendeten 9. Lebensjahr. Störungen in dieser Phase, wie Schielen oder Kurzsichtigkeit, können die visuelle Entwicklung beeinträchtigen.

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Quelle: IQWiG HT21-03: Entwicklungsbedingte Sehstörungen: Profitieren Kinder und Jugendliche von aktivem Sehtraining? (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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