CochraneIa2021

Schlaganfall: Beratung von Patienten und Angehörigen

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ein Schlaganfall ist ein plötzlicher Verlust der Gehirnfunktion, der durch eine mangelnde Blutversorgung verursacht wird. Er kann zum Tod oder zu körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen führen und langfristige psychologische und soziale Folgen haben.

Forschungsergebnisse zeigen, dass Schlaganfallüberlebende und ihre Familien oft unzufrieden mit den bereitgestellten Informationen sind und ein mangelndes Verständnis für den Schlaganfall und die damit verbundenen Probleme haben.

Dieser Cochrane Review untersucht die Auswirkungen von aktiven und passiven Informationsangeboten für Schlaganfallüberlebende (Personen mit der klinischen Diagnose eines Schlaganfalls oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA)) und ihre Betreuungspersonen. Die primären Endpunkte sind das Wissen über den Schlaganfall und die Schlaganfallversorgung sowie Angstzustände.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen:

Aktive Informationsvermittlung für Schlaganfallüberlebende

Laut Leitlinie kann die aktive Informationsvermittlung für Schlaganfallüberlebende folgende Effekte haben:

  • Verbesserung des Wissens über den Schlaganfall und die Schlaganfallversorgung (niedrige Evidenz)

  • Leichte Verringerung von Angstzuständen und Depressionen (niedrige Evidenz)

  • Leichte Verringerung der HADS-Angst-Werte (niedrige Evidenz)

  • Wahrscheinliche leichte Verringerung der HADS-Depressions-Werte (moderate Evidenz)

  • Verbesserung der Lebensqualität in den Bereichen physisch, psychologisch, sozial und Umwelt (niedrige Evidenz)

Aktive Informationsvermittlung für Betreuungspersonen

Für Betreuungspersonen kann die aktive Informationsvermittlung laut Leitlinie folgende Auswirkungen haben:

  • Leichte Verringerung der HADS-Angst- und Depressions-Werte (niedrige Evidenz)

  • Wenig bis gar kein Unterschied im positiven psychischen Wohlbefinden (niedrige Evidenz)

  • Wenig bis gar kein Unterschied in der Lebensqualität (niedrige Evidenz)

Die Evidenz für die Auswirkungen der aktiven Informationsvermittlung auf das schlaganfallbezogene Wissen und die Fälle von Angstzuständen und Depressionen bei Betreuungspersonen ist sehr unsicher (sehr niedrige Evidenz).

Passive Informationsvermittlung für Schlaganfallüberlebende

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die passive Informationsvermittlung für Schlaganfallüberlebende folgende Effekte haben kann:

  • Leichte Erhöhung der HADS-Angst- und Depressions-Werte (niedrige Evidenz)

Die Evidenz für die Auswirkungen auf das schlaganfallbezogene Wissen, die Lebensqualität und die Fälle von Angstzuständen und Depressionen ist sehr unsicher (sehr niedrige Evidenz).

Passive Informationsvermittlung für Betreuungspersonen

Für Betreuungspersonen ist die Evidenz für die Auswirkungen der passiven Informationsvermittlung auf das schlaganfallbezogene Wissen und die HADS-Angst- und Depressions-Werte sehr unsicher (sehr niedrige Evidenz).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, Strategien zu bevorzugen, die Schlaganfallüberlebende und Betreuungspersonen aktiv einbeziehen und geplante Nachuntersuchungen zur Klärung und Vertiefung beinhalten. Die Leitlinie warnt davor, dass die rein passive Bereitstellung von Informationen (z.B. nur durch Broschüren) Angstzustände und Depressionen bei Schlaganfallüberlebenden leicht verschlimmern kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie beinhaltet die aktive Informationsvermittlung eine aktive Teilnahme mit anschließenden Möglichkeiten zur Klärung und Vertiefung. Die passive Informationsvermittlung bietet hingegen kein systematisches Follow-up oder Vertiefungsverfahren.

Die Leitlinie empfiehlt Strategien, die Schlaganfallüberlebende und Betreuer aktiv einbeziehen und geplante Nachuntersuchungen beinhalten. Aktive Informationsvermittlung kann das Wissen und die Lebensqualität verbessern und Angstzustände und Depressionen reduzieren.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die passive Bereitstellung von Informationen die Angst- und Depressionswerte von Schlaganfallüberlebenden leicht verschlechtern kann. Es wird empfohlen, auf solche potenziellen negativen Effekte zu achten.

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Quelle: Cochrane Review: Information provision for stroke survivors and their carers (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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