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Society of Critical Care Medicine (SCCM)2018Critical Care

PADIS-Leitlinie (SCCM): Sedierung & Delir auf der ICU

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Society of Critical Care Medicine (SCCM) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Dexmedetomidin wird gegenüber Propofol zur Sedierung bevorzugt (bedingte Empfehlung).
  • Erweiterte Frühmobilisation wird gegenüber der Standardmobilisation empfohlen.
  • Melatonin wird zur Behandlung von Schlafstörungen auf der Intensivstation empfohlen.
  • Für Benzodiazepine bei Angst und Antipsychotika bei Delir konnte keine Empfehlung ausgesprochen werden.
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Hintergrund

Kritisch kranke Erwachsene haben während und nach einem Aufenthalt auf der Intensivstation (ICU) ein hohes Risiko für belastende Symptome. Das Management dieser Symptome beeinflusst die klinischen Outcomes direkt. Dieses fokussierte Update erweitert die PADIS-Leitlinie der Society of Critical Care Medicine (SCCM) aus dem Jahr 2018.

Die Leitliniengruppe bestand aus 24 interprofessionellen Mitgliedern (Pflegekräfte, Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten, Psychologen und ICU-Überlebende) und nutzte die GRADE-Methodik zur Bewertung der Evidenz.

Fünf Kernbereiche und Empfehlungen

Das Update fokussiert sich auf fünf Hauptbereiche bei erwachsenen Intensivpatienten. Für drei Bereiche konnten bedingte Empfehlungen ausgesprochen werden, für zwei Bereiche reichte die Evidenz nicht für eine Empfehlung aus.

Klinischer BereichInterventionLeitlinien-Statement
Agitation / SedierungDexmedetomidin vs. PropofolBedingte Empfehlung für die Nutzung von Dexmedetomidin gegenüber Propofol
ImmobilitätMobilisation / RehabilitationBedingte Empfehlung für erweiterte Mobilisation gegenüber Standard-Mobilisation
SchlafstörungenMelatoninBedingte Empfehlung zur Verabreichung von Melatonin
Angst (neues Thema)BenzodiazepineKeine Empfehlung zur Gabe von Benzodiazepinen möglich
DelirAntipsychotikaKeine Empfehlung zur Gabe von Antipsychotika möglich

Fazit für die Praxis

Die Leitlinie bietet konkrete Empfehlungen für das pharmakologische Management von Agitation/Sedierung und Schlaf sowie für das nicht-pharmakologische Management der Immobilität. Alle Empfehlungen müssen stets im Kontext des individuellen klinischen Status des Patienten betrachtet werden.

💡Praxis-Tipp

Bevorzugen Sie bei der Sedierung von erwachsenen Intensivpatienten Dexmedetomidin gegenüber Propofol und setzen Sie frühzeitig auf erweiterte Mobilisationskonzepte.

Häufig gestellte Fragen

Es gibt eine bedingte Empfehlung, Dexmedetomidin gegenüber Propofol für die Sedierung zu bevorzugen.
Die Leitliniengruppe konnte basierend auf der aktuellen Evidenz keine Empfehlung für den Einsatz von Antipsychotika zur Delirbehandlung aussprechen.
Die Leitlinie spricht eine bedingte Empfehlung für die Verabreichung von Melatonin aus.

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