STIKO-Beschlüsse Dezember 2025: RKI-Protokoll
Hintergrund
Das vorliegende Protokoll fasst die Ergebnisse der 112.1 Sitzung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vom Dezember 2025 zusammen. Es dokumentiert aktuelle Beschlüsse und geplante Anpassungen der nationalen Impfempfehlungen.
Ein zentraler Fokus der Sitzung lag auf der Verabschiedung neuer Indikationsimpfungen für Kinder und Jugendliche. Zudem wurden strategische Vorbereitungen für mögliche Ausbruchsszenarien sowie Aktualisierungen des Impfkalenders für das Jahr 2026 besprochen.
Die STIKO gibt in diesem Rahmen auch Ausblicke auf zukünftige Bewertungen. Dies betrifft insbesondere den Bereich der Prophylaxe von Atemwegserkrankungen und die arbeitsmedizinische Vorsorge bei beruflichen Reisen.
Empfehlungen
Das Protokoll der STIKO-Sitzung dokumentiert folgende zentrale Beschlüsse und Positionen:
Pneumokokken-Impfung
Die Kommission hat die Anpassung der Indikationsempfehlung für die Pneumokokken-Impfung für 2- bis 17-Jährige einstimmig angenommen. Es wird betont, dass ein kontinuierliches Monitoring der Impfempfehlung und deren Auswirkungen auf die Fallzahlen in Deutschland notwendig ist.
Pocken-Impfstoffe
Zur Aktualisierung nationaler Notfallpläne wurde ein Positionspapier zu verfügbaren Pockenimpfstoffen verabschiedet. Die STIKO bewertete hierfür Daten zur Sicherheit, Wirksamkeit und Schutzdauer von Erst-, Zweit- und Drittgenerationsimpfstoffen, einschließlich des MVA-BN-Impfstoffs (Imvanex).
Das Dokument legt fest, welche Impfstoffe im Nicht-Ausbruchsfall unter Berücksichtigung von Kontraindikationen eingesetzt werden sollten. Zudem werden verschiedene Szenarien für die Impfung im Ausbruchsfall definiert.
Anpassungen im Impfkalender 2026
Für das Epidemiologische Bulletin 04/2026 wurden Änderungen an den Empfehlungstexten konsentiert. Diese betreffen:
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Die Meningokokken-ACWY-Standardimpfung
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Die Herpes-zoster-Indikationsimpfung
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Die Pneumokokken-Indikationsimpfung für 2- bis 17-Jährige
Ausblick auf zukünftige Bewertungen
Bezüglich der RSV-Prophylaxe wartet die STIKO auf Daten der zweiten Saison der Säuglingsprophylaxe, bevor eine Bewertung der maternalen RSV-Impfung erfolgt. Eine Anpassung der Empfehlungen wird nach der erwarteten Zulassung eines weiteren monoklonalen Antikörpers im Jahr 2026 geprüft.
Für den Arbeitsplan 2026 sind weitere Schwerpunkte definiert. Dazu gehören die Prüfung einer Influenza-Standardimpfung für Kinder und Jugendliche sowie die Überarbeitung der Pertussis-Impfempfehlung für Erwachsene.
💡Praxis-Tipp
Das STIKO-Protokoll kündigt für das Jahr 2026 relevante Änderungen im Impfkalender an, die insbesondere die Indikationsimpfungen für Pneumokokken im Kindesalter und Herpes zoster betreffen. Die genauen Umsetzungshinweise werden im Epidemiologischen Bulletin 04/2026 publiziert. Zudem weist das Protokoll darauf hin, dass bei der RSV-Prophylaxe im Jahresverlauf 2026 mit neuen Zulassungen und potenziell angepassten Empfehlungen zu rechnen ist.
Häufig gestellte Fragen
Ja, die STIKO hat eine angepasste Indikationsempfehlung für die Pneumokokken-Impfung bei 2- bis 17-Jährigen beschlossen. Die detaillierte wissenschaftliche Begründung wird im Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht.
Die STIKO hat ein Positionspapier zu verschiedenen Pockenimpfstoffen verabschiedet, das auch den Drittgenerationsimpfstoff MVA-BN (Imvanex) einschließt. Das Dokument differenziert den Einsatz je nach Ausbruchsszenario und individuellen Kontraindikationen.
Eine abschließende Bewertung der maternalen RSV-Impfung durch die STIKO steht noch aus. Laut Protokoll werden zunächst weitere Daten zur Inanspruchnahme und Wirksamkeit der bestehenden RSV-Säuglingsprophylaxe abgewartet.
Das Protokoll kündigt Anpassungen bei der Meningokokken-ACWY-Standardimpfung sowie den Indikationsimpfungen für Herpes zoster und Pneumokokken an. Die genauen Änderungen der Tabellen werden im Epidemiologischen Bulletin 04/2026 publiziert.
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Quelle: RKI: stiko-protokolle (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.