RKI/STIKO2026Infektiologie

Meningokokken-Impfung bei Jugendlichen: STIKO-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: RKI/STIKO (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Invasive Meningokokken-Erkrankungen (IME) sind in Deutschland mit etwa 250 bis 350 Fällen pro Jahr selten, verlaufen jedoch oft schwer. Sie können zu bleibenden Spätfolgen oder zum Tod führen.

Besonders häufig betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder unter 5 Jahren sowie Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 24 Jahren. Bei Säuglingen dominiert die Serogruppe B, während bei Jugendlichen die Serogruppen B und Y gleich häufig auftreten.

Ein aktuelles Ausbruchsgeschehen in Großbritannien unterstreicht die Vulnerabilität von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Diese Altersgruppe ist durch ein enges Kontaktverhalten geprägt und weist die höchste Rate an asymptomatischer Erregerbesiedlung auf.

Empfehlungen

Die STIKO formuliert folgende Kernempfehlungen zur Meningokokken-Impfung:

Standardimpfung für Jugendliche (MenACWY)

  • Laut Leitlinie wird eine Standardimpfung gegen die Serogruppen A, C, W und Y mit einem quadrivalenten Konjugatimpfstoff empfohlen.

  • Die Impfung richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren.

  • Es wird empfohlen, versäumte Impfungen bis zum 25. Geburtstag nachzuholen.

  • Als geeigneter Zeitpunkt für die Durchführung wird die Jugendgesundheitsuntersuchung (J1) genannt.

Standardimpfung für Säuglinge (MenB)

  • Die Leitlinie empfiehlt eine Standardimpfung gegen Meningokokken der Serogruppe B für alle Säuglinge ab einem Alter von 2 Monaten.

  • Versäumte Impfungen sollten gemäß den Vorgaben bis zum 5. Geburtstag nachgeholt werden.

Indikationsimpfungen bei Risikogruppen

Für Personen mit einem erhöhten Risiko für eine invasive Meningokokken-Erkrankung wird eine Indikationsimpfung gegen die Serogruppen B sowie A, C, W und Y empfohlen. Dazu zählen laut STIKO:

  • Menschen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz

  • Gefährdetes Laborpersonal

  • Reisende in Länder mit epidemischem Auftreten (besonders bei engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung)

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie hebt hervor, dass Jugendliche am häufigsten asymptomatische Träger von Meningokokken sind. Es wird betont, dass die MenACWY-Impfung in dieser Altersgruppe nicht nur dem individuellen Schutz dient. Durch die Reduktion der Erregerbesiedlung wird laut STIKO auch ein entscheidender Beitrag zum Bevölkerungsschutz geleistet.

Häufig gestellte Fragen

Laut STIKO-Empfehlung sollen versäumte MenACWY-Impfungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 25. Geburtstag nachgeholt werden.

Die Leitlinie gibt an, dass die Serogruppen B, C, W und Y die meisten Erkrankungen auslösen. Bei Säuglingen dominiert die Serogruppe B, während bei Jugendlichen die Gruppen B und Y gleich häufig vorkommen.

Es wird eine Standardimpfung gegen Meningokokken B für alle Säuglinge ab einem Alter von 2 Monaten empfohlen. Versäumte Impfungen können laut Leitlinie bis zum 5. Geburtstag nachgeholt werden.

Die STIKO empfiehlt die Impfung für Personen mit Immundefizienz, gefährdetes Laborpersonal sowie für bestimmte Reisende in Endemiegebiete. Diese Gruppen sollten sowohl gegen die Serogruppe B als auch gegen ACWY geimpft werden.

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Quelle: RKI: staendige-impfkommission-node (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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