COVID-19-Impfempfehlung: STIKO-Update 2023
Hintergrund
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat im April 2023 ihre Empfehlungen zur COVID-19-Impfung aktualisiert. Ziel der Anpassung ist es, schwere Krankheitsverläufe und mögliche Langzeitfolgen von SARS-CoV-2-Infektionen in der Bevölkerung zu reduzieren.
Zudem soll das medizinische und pflegerische Personal vor Infektionen geschützt werden. Die epidemiologische Lage hat sich durch eine breite Basisimmunität in der Bevölkerung in den vergangenen Jahren deutlich verändert.
Schwere Verläufe sind seltener geworden, was primär auf Impfungen und durchgemachte Infektionen zurückzuführen ist. Dennoch stellt COVID-19 insbesondere für ältere und vorerkrankte Menschen weiterhin ein relevantes Gesundheitsrisiko dar.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Aspekt der aktualisierten STIKO-Empfehlung ist der Paradigmenwechsel bei gesunden Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, für die nun keine routinemäßige Impfung mehr vorgesehen ist. Bei der Beratung gesunder Erwachsener bis 59 Jahre wird betont, dass für die Basisimmunität drei Antigenkontakte notwendig sind. Laut Leitlinie müssen davon zwingend mindestens zwei Kontakte durch Impfungen erfolgt sein.
Häufig gestellte Fragen
Die STIKO empfiehlt eine jährliche Auffrischimpfung für Personen ab 60 Jahren, Pflegeheimbewohner, medizinisches Personal sowie Personen ab 6 Monaten mit relevanten Grunderkrankungen. Diese sollte vorzugsweise im Herbst verabreicht werden.
Für gesunde Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird laut STIKO keine routinemäßige COVID-19-Impfung mehr empfohlen. Die Leitlinie begründet dies mit der Seltenheit schwerer Verläufe in dieser Altersgruppe, betont aber, dass keine Sicherheitsbedenken gegen die Impfung sprechen.
Die Basisimmunität wird laut Leitlinie durch mindestens drei Kontakte mit dem Erreger oder dessen Antigenen erreicht. Es wird empfohlen, dass mindestens zwei dieser Kontakte durch Impfungen erfolgen, während der dritte eine weitere Impfung oder eine Infektion sein kann.
Für die jährliche Auffrischimpfung bei Risikogruppen wird in der Regel ein Mindestabstand von 12 Monaten zur letzten Impfung oder Infektion empfohlen. Bei stark immundefizienten Personen können ärztlich begründet auch kürzere Abstände gewählt werden.
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Quelle: RKI: PM 2023-04-25 (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.