COVID-19-Auffrischimpfung: STIKO-Empfehlung
Hintergrund
Die Pressemitteilung der STIKO zur 22. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung fokussiert auf den Einsatz neuer Impfstoffe. Das primäre Ziel der Impfung bleibt weiterhin die Verhinderung schwerer COVID-19-Krankheitsverläufe.
Die Leitlinie bewertet die neuen Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoffe als sicher und gut verträglich. Sie lösen im Vergleich zu den bisherigen monovalenten Impfstoffen eine verbesserte Antikörperantwort gegenüber verschiedenen Omikron-Varianten aus.
Auch die bisherigen monovalenten mRNA-Impfstoffe schützen laut Leitlinie weiterhin effektiv vor schweren Verläufen. Die generelle Inanspruchnahme der Impfangebote wird als entscheidender erachtet als die Wahl des spezifischen Impfstoffs.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass Omikron-adaptierte Impfstoffe ausschließlich für Auffrischimpfungen vorgesehen sind und nicht für die Grundimmunisierung eingesetzt werden dürfen. Zudem wird klargestellt, dass kürzlich mit monovalenten Impfstoffen geboosterte Personen keine sofortige Extra-Dosis mit einem angepassten Impfstoff benötigen.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt für Personen ab 12 Jahren vorzugsweise einen Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoff. Ab 30 Jahren kann alternativ zu Comirnaty auch Spikevax eingesetzt werden.
Eine zweite Auffrischimpfung wird für Risikogruppen, medizinisches Personal und Personen ab 60 Jahren empfohlen. Sie sollte laut Leitlinie im Abstand von 6 Monaten zum letzten immunologischen Ereignis verabreicht werden.
Nein, die Leitlinie weist ausdrücklich darauf hin, dass die adaptierten Impfstoffe hierfür nicht zugelassen sind. Für die Grundimmunisierung müssen die herkömmlichen Impfstoffe eingesetzt werden.
Bei Kindern von 5 bis 11 Jahren mit einer besonderen Indikation zur Auffrischimpfung sollen weiterhin die zugelassenen monovalenten Wildtyp-Impfstoffe verwendet werden.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: RKI: PM 2022-09-20 (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.